Tanzkongress 2019 im Festspielhaus Hellerau bei Dresden
Tanzkongress 2019 im Festspielhaus Hellerau bei Dresden

Interessante Mischung

tanznetz Kritiker*innenumfrage: Bühnen 2025/26

Ganz vorn steht das Europäische Zentrum der Künste Hellerau, jetzt in der vorletzten Spielzeit von Carena Schlewitt, das kürzlich auch die Auszeichnung mit dem Theaterpreis des Bundes erhielt.

München, 10/08/2026

Welche Häuser haben in dieser Spielzeit eine besondere Ausstrahlung gehabt?

Der Gewinner

Festspielhaus Hellerau

Unter finanziell immer widriger werdenden Bedingungen ein kontinuierlich hochklassiges Programm anzubieten, ist eine Herausforderung, die das Team um Carena Schlewitt scheinbar mühelos meistert. (Torben Ibs)

Eine wunderbar organisierte Tanzplattform mit großer Gastfreundschaft und direkt danach die Auszeichnung mit dem Theaterpreis des Bundes – Hellerau sticht in dieser Spielzeit definitiv hervor. (Peter Sampel)

Die Favoriten 

Hamburger Staatsoper mit dem Hamburg Ballett
Nach dem Demis-Volpi-Desaster hat es Lloyd Riggins als Künstlerischer Direktor geschafft, dem Ensemble wieder Ruhe und Selbstvertrauen zu vermitteln. Warum er noch nicht als Intendant berufen wurde, ist eine Frage, die wohl nur der Hamburger Kultursenator beantworten kann. (Annette Bopp)

Tanzfaktur Köln
Als unverzichtbarer Ort der freien Tanzszene bietet die TanzFaktur in Köln ein innovatives Programm und unterstützt freie Künstler*innen durch Residenzen sowie durch ihre nationale und internationale Vernetzung und Offenheit. (Aline Braun)

Theater Winterthur
Obwohl das Theater Winterthur (nur weniger als eine halbe Stunde von Zürich entfernt) ein Gastspielort ist, schaffen es Leitung und Dramaturgie immer wieder, großartige Produktionen auf die schöne Bühne zu bringen. (Regina Christen)

brut nordwest, Wien
Das brut nordwest war in den letzten Jahren wichtiger Impulsgeber für die zeitgenössische österreichische Tanz- und Performanceszene. Mitte Juni 2026 musste die Spielstätte aufgegeben werden. Bis zum Bezug der neuen Spielstätte – voraussichtlich im Herbst 2027 – werden Spielräume in ganz Wien erschlossen. (Paul Delavos)

Staatstheater Braunschweig
Gregor Zöllig hat sorgt seit 11 Jahren für Kontinuität am Theater in Braunschweig und hat mit dem Festival „tanzwärts! Zusammen.Fluss“, Raum für Bewegung und Austausch zwischen unterschiedlichen Menschen kreativ umgesetzt. (Ursula Kaufmann)

Der Weisse Turm in Mulegns (Origen Festival)
Giovanni Netzers Freilichtspiel „La Torre“ (Origen Festival 2025) verband in dem kleinen Dorf auf eindrucksvolle Weise Schauspiel und Tanz und das Erleben von Architektur vor spektakulärer Berglandschaft. Der weltweit höchste 3D‑gedruckte Turm war dabei integraler Bestandteil der Inszenierung. (Leslie Krumwiede)

Theater am Glacis – Interim Stadttheater Ingolstadt
In eine solch multifunktionale Richtung (kleines Foyer, Bar, Empore und überschaubare Bühnengröße) werden sich in Zukunft wohl noch viele städtische Theater entwickeln, die wegen Sanierungsstaus aus ihren Stammhäusern verbannt sind. Vor den Toren der Ingolstädter Altstadt gibt es nun diese universell tanztaugliche Bühne – vergleichbar der Bühne 2 im Münchner Volkstheater. (Vesna Mlakar)

Theater Gera
Nicht einmal einhunderttausend Einwohner, aber zwei Wochen Tanzfestival. Gerade einmal zwei Dutzend Tänzer*innen im Ensemble, aber drei eigene Produktionen im Programm. Dazu namhafte Gastspiele, eine Yvonne-Georgi-Rekonstruktion, eine Ausstellung, Konzerte, Filme und Gespräche. Bemerkenswert! (Horst Vollmer)

Tafelhalle Nürnberg
Einmal mehr hat die Tafelhalle mit ihrem Festivalprogramm („re:festival“ im Herbst und „EveryBody“-Festival im Winter) gezeigt, wie wichtig die Aufführungsstätte der freien Tanz-, Theater-und Performance-Szene der Metropolregion Nürnberg für die Repertoire-Pflege der freien Szene sowie für die Teilhabe aller Menschen vor und auf der Bühne ist. (Florian Welle)

Staatstheater Mainz mit tanzmainz
Immer wieder für Entdeckungen neuer Choreograf*innen gut. (Isabelle von Neumann Cosel)

Staatstheater Nürnberg Ballet Of Difference
Mit dem erfolgreichen Start von STAATSTHEATER NÜRNBERG BALLET OF DIFFERENCE mit Richard Siegal und dem mutig groß angelegten Plan, eine neue Spielstätte im Innenhof der Kongresshalle des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes zu etablieren. Ziemlich visionär!  (Nina Hümpel)

 

Kommentare

Noch keine Beiträge

Ähnliche Artikel

basierend auf den Schlüsselwörtern