Wer ragt heraus?
tanznetz Kritiker*innenumfrage zur Spielzeit 2025/26
tanznetz Kritiker*innenumfrage: Persönlichkeiten hinter der Bühne 2025/26
(Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge)
Christoph Bovermann & Elisabeth Krefta, Produzent*innen, Hellerau
Für die fantastische Gastgeber*innenschaft bei der Tanzplattform Deutschland in Dresden. Sogar eine außerplanmäßige Tram wurde organisiert, um die Plattformbesucher*innen nachts noch von Hellerau in die Stadt zu bringen. (Peter Sampel)
Gabriele Brandstetter, Theaterwissenschaftlerin
Gabriele Brandstetter verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einer außergewöhnlichen Nähe zur künstlerischen Praxis. Ihre interdisziplinäre Perspektive, ihr internationaler Einfluss und ihr maßgeblicher Beitrag zur Etablierung der Tanzwissenschaft machen sie zu einer prägenden Persönlichkeit des zeitgenössischen Tanzdiskurses. Im Jahr 2026 wurde sie zudem mit der Ehrung für herausragende Entwicklung im Tanz im Rahmen des Deutschen Tanzpreises ausgezeichnet. (Aline Braun)
Jai Gonzales, Choreografin
Nicht nur selbst als Choreografin eine Ausnahmeerscheinung, sondern auch als Kuratorin: für Gastspiele bzw. Residenzen im Choreografischen Centrum Heidelberg. (Isabelle von Neumann-Cosel)
Nani Khakshouri, Presseagentin
Die fürsorglichste, freundlichste und aufmerksamste Medienbetreuerin für alle ihre Arbeit – bestens auch bei www.tanznetz.de bekannt. Sie ist für uns Medienschaffende unverzichtbar. Bei der schwindenden Zahl der Medien, die noch Kulturartikel und im seltensten Fall Tanzbesprechungen veröffentlichen, schafft sie es, auf den gleichen Rücklauf zählen zu können wie vor Jahren. (Regina Christen)
Michael Küster, Dramaturg für das Ballett Zürich
Er ist der umtriebige, intellektuelle „Fels in der Brandung“ am Opernhaus Zürich. Er verpasst selber kaum je eine Aufführung im Zuschauerraum, schreibt informative Texte und Interviews über die Premieren für das Magazin des Hauses sowie für das Programmheft. Er spricht die vielbesuchten Einführungen zu jedem Ballettabend und leitet die mehrmals pro Saison stattfindenden Zurich Talks Dance sowie die einleitenden Matinéen jeweils vor einer Premiere. (Regina Christen)
Helge Letonja, Choreograf, Bremen
Er setzt sich neben seinen künstlerisch hervorragenden Choreografien in Bremen nicht nur im Vorstand des Dachverband Tanz Deutschland für die Belange des Tanzes ein. (Ursula Kaufmann)
Lukas Marian, Lichtdesigner, Schweiz
Der Schweizer Lichtdesigner Lukas Marian hat ein besonderes Händchen für Tanzproduktionen. Sein Licht versteht die Bewegung, begleitet und trägt sie, und schenkt ihr eine zusätzliche Dimension von beeindruckender und oft magischer Bildkraft. (Leslie Krumwiede)
Jorge Pérez Martínez, Ballettdirektor, Eisenach
Jorge Pérez Martínez ist der neue Ballettdirektor am Landestheater Eisenach und zeigt, wie man auch außerhalb der urbanen Zentren zeitgenössisches Ballett etablieren kann. Seine Mischung aus Handlungsballett, Klassikern der Moderne und ganz eigenen Abenden überzeugt. (Torben Ibs)
Marijn Rademaker, Companygründer, Stuttgart
Für den Mut, den der ehemalige Erste Solist des Stuttgarter Balletts mit der Gründung einer neuen Tanzformation namens WINN für renommierte Balletttänzerinnen und -tänzer über 40 beweist. Dem Wagnis, auf Gastspielen mit einem neuen Ensemble die Wahrnehmung von Alter nicht als Schwäche, sondern als künstlerische Stärke ins Rampenlicht zu rücken, gebührt höchster Respekt. (Vesna Mlakar)
Salome Schneebeli, Choreografin
Die Schweizerin hat mit ihrer Inszenierung „Die größere Hoffnung“ am Nürnberger Staatstheater den Beweis angetreten, wie gewinnbringend es für das Theater sein kann, eine Choreografin für die Schauspielregie zu gewinnen. Die Tänzerin und Choreografin verstand es in der Adaption von Ilse Aichingers Roman Bilder voll trauriger Poesie sprechen zu lassen. (Florian Welle)
Simone Schulte, Programm- und Festivalleiterin München
Sie lässt Tanz für ein junges Publikum entstehen und diesen in Theatern und Schulen zeigen. Damit macht sie nicht nur ein zukünftiges Publikum neugierig, sondern stärkt junge Menschen über Themen, die sie wirklich beschäftigen. Parallel dazu zieht sie mit „Fokus Tanz“ den Tanz in Schulprojekten ganz groß auf und fördert damit Sinnlichkeit und die eigene Aktivität in digital überbordenden Zeiten. (Nina Hümpel)
Maria Seletskaja, Dirigentin
Als ehemalige Tänzerin weiß sie genau, worauf es im Orchestergraben ankommt, um die Musik so zu spielen, dass sie die Tänzer*innen auf der Bühne trägt und trotzdem dem Komponisten gerecht wird. Für Ballett ist sie eine der besten Dirigentinnen weltweit. Mögen das noch mehr Orchester erkennen und wertschätzen. (Annette Bopp)
Klaus Selimov, Choreograf und Dozent, Wien
Nikolaus Selimov, von 1983–2013 Leiter des Tanztheater Homunculus, seit 1993 Lehrender an der heutigen Musik und Kunst Privatuniversität Wien und von 2002 bis Juni 2026 in leitender Funktion an der dortigen Tanzabteilung, prägte mit seinem Team zahlreiche zeitgenössische Tänzer*innen-Generationen. (Paul Delavos)
Katja Wiegand, Dramaturgin des Staatsballetts Berlin
Gratulation! Ihr persönlich für ihre Einführung am 21. März 2026 und das Programmheft zu Serebrennikovs „Nurejew“. Und mit ihr ihren Kolleginnen und Kollegen in Wien, Hamburg, Stuttgart, München ... Ihren oft tollen Texten und dem Tanz sei gewünscht: Stets mehr Lesende als Fotografierende im Saal! (Horst Vollmer)
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