Wer ragt heraus?
tanznetz Kritiker*innenumfrage zur Spielzeit 2025/26
Henrik Erikson, Erster Solist des Stuttgarter Balletts
Grandios in Béjarts „Lieder eines fahrenden Gesellen“ im vergangenen Jahr, jetzt bezwingend in Tetleys „Sacre“ (im, nebenbei, schönsten Ballettabend der Saison). Und dabei ist er nur einer von bemerkenswert vielen Top-Interpreten (aller Geschlechter) des Ensembles. Glückliches Stuttgart! (Horst Vollmer)
Jin Lee, München
Die koreanische Tänzerin Jin Lee lebt und arbeitet erst seit wenigen Jahren in München und hat doch hier eingeschlagen wie eine Wucht. Mit einer sensationellen Technik, einer unaufhaltbaren Energie und kraftvollem Ausdruck tanzt sie bei zahlreichen Choreograf*innen der freien Szene und bestimmt dabei oft den Charakter des Stücks. Die mit ihrem kongenialen Partner Jihun Choi im Kollektiv ZINADA entwickelten Choreografien sind ebenfalls groß im Kommen. (Nina Hümpel)
David Soares, Staatsballett Berlin
In Serebrennikovs alle und alles sich unterwerfendem Totaltheater hat die Kunst jedes Einzelnen einen schweren Stand. Dass es David Soares in dieser Umgebung theatraler Überwältigung gelingt, die Rolle des Nurejew über die schiere zeitliche Präsenz und die konditionelle Leistung hinaus zum dramatischen Zentrum der Inszenierung zu machen: Chapeau! (Horst Vollmer)
(Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge)
Lorenzo Angelini, NTM Tanz, Mannheim
Seit 10 Jahren „Säule“ der Kompanie – und Initiator eines speziellen Sommer-Intensivprogramms. (Isabelle von Neumann Cosel)
Harald Beharie, Oslo
In seinem „Batty Bwoy“ vereint der kanadisch-jamaikanische Tänzer Harald Beharie obskuren Doom-Metal mit expliziten Darstellungen queerer Identitätssuche. Gleichzeitig intim und bombastisch, was das Publikum nicht unberührt lässt. (Torben Ibs)
Olivia Betteridge, Erste Solistin am Hamburg Ballett
Sie hat die Bescheidenheit und das gewisse Etwas an Bühnenpräsenz, verbunden mit einer feinen Linie und Eleganz, einer besonderen Wandlungsfähigkeit und noch dazu einer lupenreinen Technik. Sie kann klassisch ebenso wie modern, und sie ist in dramatischen Rollen ebenso glaubwürdig wie in komischen. (Annette Bopp)
Harrison Rodrigues Gomes dos Santos, Essen
In „Gala“ von Jérôme Bel steckt Harrison Rodrigues Gomes dos Santos mit seiner Energie sowohl die Gruppe als auch das Publikum an. Auch in „For the Love and Laughter“ von Rodolpho Leoni lässt seine Präsenz den Raum immer wieder aufleuchten. Seine Präzision und sein Humor machen ihn zu einem ebenso sprühenden wie mitreißenden Tänzer. (Aline Braun)
Osiel Gouneo, Erster Solist des Bayerischen Staatsballetts
Mit ausgesprochen klug angelegten Rollendebüts konnte Osiel Gouneo in dieser Saison in stilistisch sehr unterschiedlichen Partien begeistern – insbesondere in Béjarts „Boléro“, in Ekmans „Cacti“ und als charakterlich enorm wandlungsfähiger Armand in Neumeiers „Kameliendame“, wo es ihm mit Elisabeth Tonev an seiner Seite gelang, sogar neue interpretatorische Akzente zu setzen. (Vesna Mlakar)
Erik Kim, Solist beim Ballett Zürich
Für seine Rolle als Mercutio (zweite Besetzung!) im Ballett „Romeo und Julia“ von Cathy Marston. Sein tänzerisches Können mit großer Sprungkraft und subtiler Rollengestaltung gepaart mit Humor und schauspielerischer Leistung. (Regina Christen)
Andrea Lippolis, Tanzkompanie St. Gallen
Andrea Lippolis fällt immer ins Auge. Er ist ein Bewegungs-Tausendsassa, besitzt Wandlungsfähigkeit, Lässigkeit und großes darstellerisches Talent. (Leslie Krumwiede)
Leah Marojević, Berlin
Ob durch ihre atemberaubende androidenhafte Körperlichkeit in Colette Sadlers Arbeiten, ihren eindringlichen, hypnotisierenden Gesang bei Jefta van Dinther oder ihre einladende Nahbarkeit mit Ewa Dziarnowska – Leah Marojevićs vielfältige performative Qualitäten entwickeln einen ungemeinen Sog. (Peter Sampel)
Marlene Monteiro Freitas, Berlin / Lissabon
Sie bezaubert nicht nur als Choreografin sondern auch als Tänzerin vor allem durch ihre bildstarke Bewegungssprache in ihrem expressiven Solo „Guintche“ und im Duett „RI TE" zusammen mit Israel Galván - sehr stark! (Ursula Kaufmann)
Polina Semionova, Staatsballett Berlin
Ein Weltstar zwischen New York und Berlin ohne große Allüre und Eigen-PR. Wertet Produktionen wir „Nurejew“ von Kirill Serebrennikov und Yuri Possokhov mit feinster Interpretation und exquisiter Technik auf. War, ist und bleibt ein großer Gewinn für Berlin. (Nina Hümpel)
Károly Tóth, Budapest
Wer einmal den Performer Károly Tóth mit seinem elektrischen Rollstuhl tanzen sieht, wird den Ungarn nicht mehr vergessen. Tóth sprüht vor Energie, verbindet tänzerisches Vermögen mit großer Ausdruckskraft. Zu erleben u.a. in dem inklusiven Tanzprojekt „Nutcracker. Now“ von Curtis & Co. – dance affairs und EveryBody. (Florian Welle)
Lucas van Rensburg, Ballett Zürich
Lucas van Rensburg als Romeo (2. Besetzung) in Cathy Marstons „Romeo und Julia“ beim Zürcher Ballett. Ist noch ganz jung, besetzt aktuell lediglich die Kategorie „Gruppe mit Solo“, stürzt sich in seine Rolle, geht ganz in ihr auf. (Marlies Strech)
Madison Young, Erste Solistin am Wiener Staatsballett
Madison Young ist nicht nur eine ausgezeichnete Tänzerin, sondern besticht auch mit ihren Rollengestaltungen und ihrem schauspielerischen Talent. Dabei lässt sie auch Klassiker wie Manon in einem neuen Licht erstrahlen. (Paul Delavos)
Carollina Bastos, Solistin des Bayerischen Staatsballetts
Sandra Bourdais, Ballett Basel
Antoine Charbonneau, Staatsballett Hannover
Jihun Choi
Finola Cronin
Claire Cunningham
Ewa Dziarnowska
Jo Ann Endicott
Joan Ferré Gómez, Heidelberg
Alessandro Frola, Erster Solotänzer am Wiener Staatsballett
Seu Kim, Nürnberg Ballet of Difference
Veronika Kornová-Cardizzaro, Mannheim
Alexander López Guerra
Leroy Mokgatle, Demi-Solotänzer*in am Staatsballett Berlin
Ben J. Riepe
Kat Válastur
Shaoyu Wang, XieXin Dance Company
Feng-Ti Yang
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