„Musseque“ von Fabio Krayze Januario

Hamburg tanzt

tanznetz ist ab Sonntag auf der Tanztriennale mit einem Blog dabei

Am Sonntag startet die erste Tanztriennale in Hamburg. Unter dem Motto „Brave Moves. Courageous Joy.“ wird die Hansestadt für acht Tage zur deutschen Tanzhauptstadt.

Hamburg, 11/06/2026

Hamburg tanzt auf, die Tanzstadt darf sich auf eine pralle Tanzwoche freuen! Mit einer großen Parade, bei der sich professionelle und nicht-professionelle Tänzer*innen dem Hamburger Publikum präsentieren, startet die Tanztriennale am Sonntag, 14. Juni. Die Abschlussperformance dafür choreografiert Patricia Carolin Mai, eine Expertin in Sachen Community Dance. Zahlreiche regionale und internationale Vorstellungen, das neuartige Residenzprogramm „Counter Balance“, ein viertägiges Diskursformat mit dem Namen Collective Impact Forum und eine Demokratietafel auf dem Rathausmarkt füllen die Hansestadt dann für 8 Tage mit Tanz an unterschiedlichsten Orten in der Stadt. 

Brave Moves. Courageous Joy.“

„Die Tanztriennale ist ein gemeinsamer Raum, in dem verschiedene Tanzkulturen aufeinandertreffen, sich austauschen und voneinander lernen. Tanz gehört allen – jedem Körper, jedem Lebenshintergrund, jeder Geschichte“, erklären die beiden künstlerischen Leiterinnen Gwen Hsin-Yi Chang und Monica Gillette ihr Konzept, das mehr als nur ein Festival sein soll. Hier soll alles, was Tanz ist, zusammenkommen – partizipativ und genreübergreifend. Das zeigt sich bereits im Trägerverein, in dem Kampnagel, K3-Tanzplan Hamburg und das Hamburg Ballett gleichermaßen vertreten sind. Schon im Vorfeld gab es regelmäßige öffentliche Dialogveranstaltungen und die vier „Counter Balance“-Residenzen, bei denen zum Beispiel die Bibliothekarin Lucy O’Donnell mit der Choreografin Aoife McAtamney zusammenarbeitet. Andere Konstellationen bringen B-Boy und Ballett, Krump und Flamenco sowie Nord und Süd zusammen.

Die Triennale ist das Tanz-Leuchtturmprojekt der Kulturstiftung des Bundes, gefördert vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und der Hansestadt Hamburg. Besonders dem Hamburger Kultursenator ist diese Veranstaltung ein großes Anliegen: „ Hamburg ist stolz, mit seiner vielfältigen Tanzszene Gastgeberin der 1. Tanztriennale zu sein und lädt alle ein mitzumachen!“ Zurecht stolz sein kann die Hansestadt diese Ausschreibung gewonnen zu haben, denn sie hatte sich unter zahlreichen hochpotenten Mitbewerbern aus ganz Deutschland den Zuschlag gesichert - und das nicht nur für eine Ausgabe.

Triennale setzt Tradition der Tanzkongresse fort

Die Tanztriennale setzt die seit 2006 an verschiedenen Orten stattfindenden Tanzkongresse fort. Diese wiederum gehen auf die Tänzerkongresse der 1920er Jahre zurück. Erklärtes Ziel war es dabei immer, nicht nur Tanz zu zeigen, sondern die Tanzszene in den Dialog zu bringen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Mit dem Forum von Donnerstag bis Sonntag greift die Triennale auch diesen Faden wieder auf, wobei die ersten beiden Tage nur einem Fachpublikum offen stehen, bevor es dann auch für die Öffentlichkeit geöffnet wird.

Zu den Uraufführungen der Tanztriennale gehören Chiara Frigos „A Human Song“, der mit 50 Hamburger*innen zusammen erarbeitet wurde und Alexei Ratmanskys „Wunderland“ mit dem Hamburg Ballett. Noch nie zuvor in Deutschland zu sehen waren Chiara Bersanis „Michel - The Animals I am“, Julien Carliers „Beton“, Fábio (Krayze) Januários „Musseque“, Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleevs „CLAP & SLAP“ sowie eine Triple Bill des CCN Ballet de Lorraine. Es gibt also viel Neues zu entdecken in der Hansestadt - und wir sind live dabei.

tanznetz startet Ticker

Wie schon zur Tanzplattform in Dresden wird tanznetz die Triennale mit einem (Fast-)Live-Ticker begleiten. Nina Hümpel, Torben Ibs, Peter Sampel und Rico Stehfest werden die Tanzwoche mit ihren persönlichen Eindrücken und Erlebnissen reflektieren. Schauen Sie also täglich rein!

 

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