Dirk Elwert

Dirk Elwert verlässt die Oper Graz

Er geht zusammen mit dem Intendanten im September 2028

Paukenschlag in Österreich: Weil der Grazer Intendant nicht verlängert wird, verliert auch das Ballett seinen Kopf.

Graz, 24/09/2026

Dirk Elwert wird die Oper Graz mit Ende der Saison 2027/28 verlassen. Hintergrund ist die die Nicht-Verlängerung des Intendanten Ulrich Lenz.

„Mit dem Ende der Intendanz von Ulrich Lenz werde auch ich meine Tätigkeit als Ballettdirektor der Oper Graz beenden. Diese Entscheidung markiert für mich das Ende eines wichtigen und prägenden Kapitels meiner gesamten Laufbahn. Seit meinem Amtsantritt durfte ich gemeinsam mit dem Ensemble und einem großartigen Team das Ballett Graz künstlerisch weiterentwickeln, neue Perspektiven eröffnen und dem Tanz in Graz eine eigene, unverwechselbare Stimme geben“, so Elwert in einem Statement. Er blicke mit großer Dankbarkeit und Stolz auf meine Zeit in Graz zurück und freue sich darauf, die weiteren mit derselben Energie und künstlerischen Neugier zu gestalten, heißt es weiter

Dirk Elwert hat im im September 2023 das Ballett in Graz übernommen und Ballett Graz seitdem zu einer eigenständigen, überregional wahrgenommenen Marke geformt. Mit einer klaren zeitgenössischen Ausrichtung, neuen choreographischen Handschriften und einer bewussten Öffnung hat Elwert das Ballett in Graz auf eine neue Ebene gehoben. Produktionen wie „Bach Variations“, „Vom Verschwinden der Körper“, „Follia!“, „Sacre!“, „La Divina Comedia“ und „Modern Times“ stehen exemplarisch für die künstlerische Bandbreite und den Anspruch, den er an die Sparte gestellt hat.

Dabei geht es Elwert nicht nur um die Erneuerung des Repertoires, sondern auch um die Positionierung des Balletts als wesentliches Element des künstlerischen Gesamtprogramms. Ballett Graz ist heute ein eigenständiger und profilierter Bestandteil der Oper Graz, spricht ein Publikum weit über das klassische Ballettpublikum hinaus an. Ein besonderes Anliegen ist Dirk Elwert zudem die Nachwuchsförderung. Er schafft bewusst Raum für junge, aufstrebende Choreograf*innen und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre künstlerischen Handschriften im professionellen Theaterbetrieb sichtbar zu machen. Allerdings gilt das Interesse für den Nachwuchs nicht uneingeschränkt. Die hauseigene Ballettschule hat er mit Antritt seiner Direktorentätigkeit geschlossen und in das Tanzvermittlungsprojekt „Tanz Aktiv!“ umgewandelt.

 

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