„Carnival of the Body“ von Overhead Project

„Carnival of the Body“ von Overhead Project

Alles nur Schau?

„Overhead Project“ gastierte mit einem Stück über „Wrestling“ in der Hebelhalle

Bei der ersten Heidelberger Tanzbiennale bereicherte das Akrobatenduo den Gala-Abend um eine sehr spezielle Publikumsattraktion. Ein erstes Wiedersehen mit den beiden ungewöhnlichen Künstlern bot das Unterwegstheater.

Heidelberg, 20/05/2015

Bei der ersten Heidelberger Tanzbiennale bereicherten sie den Gala-Abend um eine sehr spezielle Publikumsattraktion: Das Akrobatenduo „Overhead Project“ (Tim Behren und Florian Patschovsky).
Ein erstes Wiedersehen mit den beiden ungewöhnlichen Künstlern bot das Unterwegstheater in der Heidelberger Hebelhalle; weitere Begegnungen sind während der Heidelberger Schlossfestspiele möglich. Denn die beiden Artisten werden zusammen mit der Company von Nanine Linning ein Stück unter dem Titel „Penumbra erarbeiten, zugeschnitten auf den besonderen Schauplatz „Dicker Turm“ (Premiere am 10. Juli.)

Die originelle, überraschende und oft witzige Bewegungssprache von „Overhead Project“ hat den beiden Künstlern in der Vergangenheit schon Einladungen diverser Choreografen eingebracht. In der Hebelhalle zeigten die beiden Artisten, die als Partnerakrobatenduo an der Zirkusschule in Brüssel ausgebildet wurden, ihre erste gemeinsame abendfüllende Choreografie: „Carnival of the Body“. Sie nähern sich in ihrem Stück dem in den USA höchst populären „Wrestling“, also einem Schau-Wettkampf im Freistilringen, bei dem eigentlich alles abgesprochen ist und doch immer wieder ernsthafte Verletzungen zu beklagen sind. Was ist echt, was ist nur Schau? Die beiden Artisten, für die es scheinbar zur Normalität gehört, dass einer auf den Schultern des anderen steht, gehen dieser Frage mit Selbstironie auf den Grund: Es ist die Sache mit dem Testosteron, die Rivalität, die immer wieder zu ungeplantem Kräftemessen führt - und sei es auch nur im Wettspucken.

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