Ein Traumpaar an der Staatsoper

Vladimir Malakhov und Diana Vishneva in „Giselle“

Wien, 23/12/2008

Vladimir Malakhov tanzte in sehr guter Form seine einzige, in jeder Facette zutiefst berührende Vorstellung in der Staatsoper in der laufenden Saison und brachte für „Giselle“ (Fassung: Elena Tschernischova) einen hinreißenden Gast mit: Diana Vishneva, die ihr Haus-Debüt gab. Und das, obwohl es offenbar keine Bühnenprobe gegeben hatte, denn warum sonst findet ein Gast nicht in seine Bühnen-Hütte... Sei's drum. Lange liegt es zurück, dass eine Giselle mit solcher Stilsicherheit, solch „spontanem“ Schauspiel und feiner Gestaltung überzeugte. Im ersten Akt ist Vishneva ganz beglücktes Mädchen, vor Liebes-Freude außer sich, im 2. Akt versteht sie nuanciert geisterhafte Erscheinung zu sein, die Augen erst dann zum klaren Blick fokussiert, als es um die Rettung des Liebsten geht. Und der bleibt herzschwer unter den Lebenden.

Mit freundlicher Genehmigung des Kurier

Kommentare

Noch keine Beiträge