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Berlin

VORZEITIGES ENDE AM STAATSBALLETT BERLIN

Johannes Öhman und Sasha Waltz beenden ihre Intendanz zum Ende des Jahres



Johannes Öhman wird mit Beginn des kommenden Jahres das Dansens Hus in Stockholm als neuer Geschäftsführer und zugleich künstlerischer Leiter führen. Vor diesem Hintergrund wird auch Sasha Waltz ihre Co-Intendanz Ende 2020 beenden.


  • Sasha Waltz und Johannes Öhman Foto © André Rival

Johannes Öhman wird mit Beginn des kommenden Jahres das Dansens Hus in Stockholm als neuer Geschäftsführer und zugleich künstlerischer Leiter führen. Der gebürtige Schwede kehrt für die Arbeit an Schwedens größter Bühne für zeitgenössischen Tanz nach Stockholm zurück. Vor diesem Hintergrund wird auch Sasha Waltz ihre Co-Intendanz beenden.

Der Bitte von Johannes Öhman um vorzeitige Beendigung seines Vertrages als Co-Intendant am Staatsballett Berlin zum 31. Dezember 2020 haben der Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer, und der Stiftungsrat entsprochen. Über die Beendigung der Intendanz von Sasha Waltz hat der Senator den Stiftungsrat ebenfalls informiert.

Die gemeinsame Intendanz mit Sasha Waltz begann am 1. August 2019. Das Ziel ihrer Co-Intendanz war, mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts den Tanz in Berlin breiter aufzustellen und das ganze Spektrum des Tanzes abbilden zu können - vom Klassischen bis zum Zeitgenössischen Tanz. Dieser Weg mit dem Staatsballett Berlin hat sehr erfolgreich begonnen: das Staatsballett bot in der letzten Saison mit Blick auf die Vielfalt und die Qualität herausragende Abende. Tanzjournalistinnen und -journalisten aus dem deutschsprachigen Raum würdigten in der jährlichen Umfrage der Zeitschrift tanz die Neuausrichtung, in dem sie das Staatsballett Berlin zur Kompanie des Jahres wählten.

Der Erfolg des von beiden getragenen Konzeptes beruht auch auf der Zusammenarbeit zwischen der großartigen Künstlerin und dem international erfahrenen Manager. Kultursenator Lederer zeigt Verständnis für die persönliche Entscheidung von Johannes Öhman und die daraus folgende Entscheidung von Sasha Waltz: „Aber natürlich bin ich darüber traurig, denn die beiden haben den Tanz in Berlin regelrecht wachgerüttelt, sie haben ein breites Publikum erreicht und uns allen gezeigt, dass es nicht vermessen ist, wenn wir als Ziel formulieren, dass das Staatsballett mit seinen großartigen Tänzerinnen und Tänzern europaweit Maßstäbe setzt. Diesem Ziel sind wir in der kurzen Zeit sehr nahegekommen. Und alle haben es gemerkt: die Tänzerinnen und Tänzer, das Publikum, die Tanzkritik. Selbstverständlich wäre ich diesen Weg gerne noch länger gegangen – keine Frage. Aber die Entscheidung von Johannes Öhman habe ich zu respektieren, auch wenn es dann heißt, auseinanderzugehen.“

Kultursenator Lederer dankt Sasha Waltz und Johannes Öhman sehr für ihre bisherige erfolgreiche Arbeit in Berlin, Johannes Öhman wünscht er für seine neue Aufgabe am Dansens Hus Stockholm viel Erfolg. Klaus Lederer: „Die gemeinsame Zeit hat mir aber auch deutlich gemacht, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und diesen Weg werden wir – mit einer neuen Führung, die das Ensemble ebenso begeistern wird, wie die bisherige, ab der Saison 21/22 weiter verfolgen.“

Veröffentlicht am 22.01.2020, von Pressetext in Homepage, Gallery, News 2019/2020

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Kommentare zu "Vorzeitiges Ende am Staatsballett Berlin"



    • Kommentar am 22.01.2020 11:58 von Traviata
      Endlich eine gute Nachricht!
    • Kommentar am 27.01.2020 14:04 von Traviata
      Und heute im "Nachrichtenticker" der "BZ" 27.01.20 um 13:25 kann man folgendes lesen:

      "Die Tanzregisseurin Sasha Waltz hat offen gelassen, ob sie wie angekündigt die Spitze des Staatsballetts Berlin verlässt. „Ich erlaube mir, mir diese Zeit zu nehmen“, sagte Waltz heute vor Journalisten. Von der Entscheidung ihres Co-Intendanten Johannes Öhman, das Staatsballett zum Jahresende zu verlassen, sei sie „überrumpelt“ worden."

      Ja - was denn nun?

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