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Greifswald

SABRINA SADOWSKA BEENDET IHRE ARBEIT FÜR DAS BALLETTVORPOMMERN

Neues Engagements im Theater Chemnitz als Ballettmeisterin und Ballettbetriebsdirektorin mit Choreograf Reiner Feistel



Dass der Abschied auch etwas mit der aktuellen Theaterstrukturreform in Mecklenburg-Vorpommern zu tun hat, ist ein offenes Geheimnis.


  • Sabrina Sadowska Foto © Gunnar Luesch

Sabrina Sadowska beendet ihre langjährige Arbeit für das BallettVorpommern. Als Ralf Dörnen und Sabrina Sadowska nach Greifswald kamen, fanden sie ein Ballettensemble vor, welches in künstlerischer Hinsicht vernachlässigt war. „Cinderella“ war 1997 das erste abendfüllende Ballett des Ensembles, der „Nussknacker“ zwei Jahre darauf der Publikumserfolg.

Durch das Wirken der beiden kreativen Köpfe des Ensembles entwickelte sich das Ballett zu der wohl mit am wirtschaftlichsten arbeitenden Sparte des Theater Vorpommern. Als ausgebildete Ballettpädagogin hat Sabrina Sadowska bei Schultanzprojekten, welche sie in den letzten Jahren zusammen mit den Schülerinnen und Schülern des Greifswalder Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums inszenierte, auch ihr pädagogisches Talent bewiesen. Aus Kindern und Jugendlichen, die dem Ballett anfangs noch neutral oder sogar ablehnend gegenüberstanden, wurde im Laufe der Wochen ein Laienensemble, was am Ende stolz auf die gemeinsame Leistung war.

Eng mit dem Namen Sabrina Sadowska ist auch das Festival für zeitgenössischen Tanz, Tanztendenzen, verbunden, für dessen Organisation sie verantwortlich ist. Das übrigens auch in Zukunft, denn trotz ihres neuen Engagements ab der nächsten Spielzeit im Theater Chemnitz, als Ballettmeisterin und Ballettbetriebsdirektorin mit Chefchoreograf Reiner Feistel, wird sie dieses Festival weiterhin leiten.

Sabrina Sadowska erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin und Ballettpädagogin in ihrer Heimatstadt Basel an der Ballettakademie Maria Gorkin-Ise Leukern. Es folgten Engagements am Theater Trier, Stadttheater Bremerhaven und Opernhaus Halle. Von 1986 bis 1992 war sie Stipendiatin für Bournonville-Studien am Königlich Dänischen Ballett in Kopenhagen. Ihre Arbeit ist maßgeblich geprägt von den berühmten Pädagogen Peter Appel (Oper Köln, Hamburg Ballett, Basler Ballett), Gilbert Mayer und Christiane Vaussard, beide führende Pädagogen der Pariser Oper. In keinem anderen Theater hat sie so große Spuren hinterlassen, wie auf den Bühnen von Greifswald, Stralsund und Putbus. Sabrina Sadowska erhielt für ihr vielseitiges Wirken einen Eintrag ins Ehrenbuch der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Dass der Abschied auch etwas mit der aktuellen Theaterstrukturreform in Mecklenburg-Vorpommern zu tun hat, ist ein offenes Geheimnis.

Sabrina Sadowska ist auch Mitbegründerin und Vorsitzende der “Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland”, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesen Prozess hilfreich zu begleiten. Weitere Engagements: Jurymitglied für Förderstipendien Tanz des Migros Kulturprozent (Schweiz), Kuratoriumsmitglied und Organisationsleitung des Festival Tanztendenzen, Kuratorin Schloss Bröllin e.V., Präsidiumsmitglied der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterkonferenz (BBTK), Leitung der AG „Transition und soziale Aspekte“ des Dachverband Tanz Deutschland – Ständige Konferenz e.V. Sabrina Sadowska ist außerdem seit vielen Jahren Mitglied der GDBA.

Veröffentlicht am 03.07.2013, von tanznetz.de Redaktion in Homepage, Leute

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Kommentare zu "Sabrina Sadowska beendet ihre Arbeit für das ..."



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