Sae Tamura mit Gerd Bollermann & Jas Otrin

Neue Auszeichnung

Sae Tamura erhält neuen Tanzpreis beim Ballett Dortmund

Nicht nur der Deutsche Tanzpreis und die großen Kritiker*innenumfragen der Fachmedien zeichnen Tanzschaffende aus. Sae Tamura ist die erste Preisträgerin der neu geschaffenen Auszeichnung des Ballett Dortmund.

Dortmund, 09/09/2026

Die japanische Tänzerin Sae Tamura ist mit dem neu geschaffenen Tanzpreis des Ballett Dortmung als „Tänzerin des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende künstlerische Leistungen innerhalb des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett. Initiiert wurde die Auszeichnung von Ballettintendant Jaš Otrin, gestiftet wird sie von der Sparkasse Dortmund, getragen von den Ballettfreunden Dortmund e. V.

Mit Sae Tamura fällt die Wahl bei der ersten Vergabe auf eine Künstlerin, die seit 2012 zum Ensemble des Ballett Dortmund gehört und die Kompanie seit mehr als einem Jahrzehnt entscheidend mitprägt. Zu ihren markantesten Rollen zählt die Verkörperung der mexikanischen Malerin Frida Kahlo in Annabelle Lopez Ochoas Choreografie „Frida“. In Japan geboren, führte Sae Tamuras Ausbildung von der Yamaji Rumiko Ballet School in Tokio an die Ballettschule der Wiener Staatsoper. Nach ihrem Erstengagement beim Wiener Staatsballett wechselte sie 2012 nach Dortmund. Seither war sie in zahlreichen zentralen Produktionen des Repertoires zu erleben. Ihre Bandbreite reicht von Handlungsballetten wie „Romeo und Julia“, „Schwanensee“, „La Bayadère“ oder „Peer Gynt“ bis zu zeitgenössischen Arbeiten wie Edward Clugs „Carmina Burana“ oder Alexander Ekmans „Ein Mittsommernachtstraum“. Über die Jahre entwickelte sie dabei eine unverwechselbare Bühnenpräsenz und eine besondere Fähigkeit, Charaktere auch in kleinsten Bewegungen präzise zu zeichnen, schreibt das Ballett Dortmund. 

Eine Besonderheit liegt im Auswahlverfahren: Vorschläge können sowohl von den Ballettfreunden Dortmund e. V. als auch von den Tänzer*innen des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballetts eingebracht werden. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Bei der ersten Preisvergabe gehörten dazu Ballettintendant Jaš Otrin, der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund Tobias Ehinger, der ehemalige Ballettintendant Xin Peng Wang sowie der Vorsitzende der Ballettfreunde Dortmund e. V., Prof. Dr. Gerd Bollermann, an.

Die Initiierung des Preises zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert derartige Auszeichnungen für Tanzschaffende, Kompanien und Häuser haben. Diese Labels wirken – ob in der öffentlichen Kommunikation, der kulturpolitischen Arbeit oder im Zuge der Selbstwirksamkeit. 

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