Hoher Erinnerungswert

Karlsruhe würdigt die Ballett-Ära Birgit Keil mit einer bildreichen Publikation

250 Seiten lassen das Wirken von Birgit Keil und Valdimir Klos noch einmal Revue passieren.

Karlsruhe, 25/07/2019

Was Kammertänzerin Prof. Birgit Keil – unterstützt von ihrem Mann und Stellvertreter Prof. Vladimir Klos – für den Tanz am Badischen Staatstheater Karlsruhe geleistet hat, lässt sich gewiss nicht zwischen zwei Buchdeckel pressen. Allein der hohe Erinnerungswert jedoch löste einen Run auf die Publikation aus.

Vorgestellt worden war die druckfrische Fotodokumentation „Eine Erfolgsgeschichte des Staatsballetts Karlsruhe. Die Ära Birgit Keil & Vladimir Klos“ im Anschluss an die letzte von beiden ehemaligen Stuttgarter Prinzipals verantworteten Ballettpremiere „Zukunft braucht Herkunft“ des Nachwuchschoreografen Thiago Bordin. Mit einer Flut stolzer Worte „ihrer“ Generalintendanten Achim Thorwald und – gegenwärtig – Peter Spuhler. Neben einem großen Interview und weiteren Textbeiträgen kann man in der opulent bebilderten Würdigung und beeindruckende 16 Jahre umfassenden Chronik alle Produktionen mitsamt den jeweiligen Akteuren Revue passieren lassen. Vom Signieren musste Birgit Keil sich regelrecht loseisen, um danach ein abschließendes Mal Team und Kompanieleistung des vorangegangenen Ballettabends herauszustellen. Mit der ihr eigenen, so ansteckenden Begeisterung für die KünstlerInnen und deren Arbeit.

Dem Schlussakt der Ära Birgit Keil & Vladimir Klos mangelt es damit nicht an Nachhall. Wie die beiden ihre Visionen verwirklichten, veranschaulicht nun der schöne, 250-seitige Bildband. Zum Preis von 19,00 Euro ist er – so das Badische Staatstheater – über die üblichen Internetvertriebswege erhältlich.

Mit Saisonbeginn folgt Bridget Breiner nach 16 Jahren auf Kammertänzerin Birgit Keil als neue Ballettdirektorin am Badischen Staatstheater. Beides starke Frauen, denen gemeinsam ist, Erste Solistinnen des Stuttgarter Balletts gewesen zu sein – freilich zu unterschiedlichen Zeiten. Doch im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin machte die aus Columbus/Ohio stammende Breiner seit 2005 auch mit einem markanten Sinn fürs Choreografieren und Stückekreieren auf sich aufmerksam.

 

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