Abschied

Theater Erfurt trauert um Jutta Schnuphase

Die Tänzerin und langjährige Mitarbeiterin der Theaters Erfurt ist Ende Juni nach schwerer Krankheit verstorben.

Erfurt, 11/08/2026

Jutta Schnuphase, die über zwei Jahrzehnte die Ballettbühne am Theater Erfurt prägte, ist gestorben. 1974 begann sie dort ihre Karriere als Gruppentänzerin. In ihren 23 Jahren als Tänzerin machte sie sich insbesondere mit komplexen und widersprüchlichen Figuren einen Namen.

Zu ihren wichtigen Rollen gehörten Carmen in der „Carmen-Suite“, die Archisposa in „Abraxas“ und Katharina in „Der Widerspenstigen Zähmung“. Auch im „Bolero“ sowie in Musical- und Operettenproduktionen war sie zu erleben. 1986 stand sie in „West Side Story“ gemeinsam mit Jörg Rathmann auf der Bühne, der damals als Baby John debütierte.

„Das Herausragende an ihr war ihre Fähigkeit, zerrissene und komplizierte Charaktere wie Carmen und die widerspenstige Katharina mit ihrer ganz besonderen Ausstrahlung und Intensität unverwechselbar darzustellen“, erinnert sich Christine Hedrich, die Schnuphase bereits als Jugendliche in ihren großen Rollen erlebte und mittlerweile im Besucherservice des Theaters Erfurt arbeitet. 

Nach ihrem 40. Geburtstag beendete Schnuphase ihre tänzerische Laufbahn. 1997 wechselte sie in den Fundus, ab 2001 arbeitete sie als Assistentin der Gewandmeisterei. Dort brachte sie ihr umfangreiches Wissen über Kostüme und Requisiten ein und blieb auch nach ihrem Ruhestand dem Theater verbunden.

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