„an elephant in the room“ von Toula Limnaios und der cie. Toula Limnaios: Karolina Kardasz, Alessia Vinotto (h), Amandine Lamouroux & Francesca Bedin (v.l.n.r.)

Die Welt zu Füßen

Ein Fotoblog von Dieter Hartwig zu „an elephant in the room“ von Toula Limnaios

Erst die Frauen, dann die Männer. Das neue Tanzstück der cie. Toula Limnaios wartet mit Überraschungen auf.

Berlin, 29/10/2026

Überraschung. Für die neue Produktion „an elephant in the room“ von Toula Limnaios ist die Bühne ganz leer. Lediglich schmale Schals hinten und an den Seiten der Bühne. In der Mitte als Highlight eine blau angestrahlte durchschimmernde Erdkugel. Die nächste Überraschung: Der Abend ist zweigeteilt. Zuerst die vier Tänzerinnen der cie. Toula Limnaios, im zweiten Teil haben die Tänzer die Bühne für sich allein. Nur bei der „Ablösung“ trifft sich kurz das komplette Ensemble. Die Kostüme: Hosen in unterschiedlichen Farben und individuelle armfreie Hemden, wobei die Seiten „stofflos“ (nur vor Schnüren zusammen gehalten) den Blick auf bloße Haut gewähren. Sowohl die Frauen als auch die Männer sind in einigen Szenen mit Tutus zu sehen, wobei die Farbe des Tülls für die Frauen und Männer unterschiedliche Blautöne sind.

Bei den Frauen beginnt der Tanz mit weißen Tüchern welche in unterschiedlichsten Weise gefaltet, umgehängt, ausgeschüttelt werden. Nachdem die Tutus angelegt sind und die Erdkugel abgesenkt wird, beginnt das rasante Spiel um den „Ball“. Mal geführt, mal auf einer Kreisbahn, mal wie ein Pendel hin und her schwingend. Der Wechsel zu den Männern erfolgt im Lichtkegel des Erdballes. 

Der Tanz der Männer bringt einen ganz anderen „drive“ in das Stück. Mehr Nähe. Irre wie drei Männer Espresso umrühren während sie dem vierten Mann zuschauen, allein die Geräuschkulisse beim Umrühren. Der vierte Mann als Tisch. Auch hier die Szenen mit der abgesenkten Erdkugel, unvergleichlich die Männergruppe welche von der Erdkugel umkreist wird, mit jeder Runde ein Stück enger, nur durch gemeinsames Ausweichen wird eine Kollision mit der „Erde“ vermieden. Zum Schluss vier Männer im Spiel mit den Tutus.

Mit dem rasenden Applaus für die acht Tänzerinnen und Tänzer endet der Abend, wie immer mit glücklichen Gesichter auf dem Weg nach Hause.

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