„le temps d’après“ von cie. toula limnaios: Amandine Lamouroux

Zauberwesen

Ein Fotoblog von Dieter Hartwig zu „le temps d’après“

Der nächste Schlag im Jubliäumsprogramm der cie. toula limnaios mit einer Wiederaufnahme von „le temps d’après“. Dieter Hartwig war mit seiner Kamera und seinen Erinnerungen an die Urfassung dabei.

Berlin, 03/07/2026

Beim Einlass ist die Bühne ganz - fast ganz - schwarz und dunkel, einzig in der Mitte ein kleiner schwacher Lichtkegel, kaum zu erkennen, um was es sich handelt. Nachdem sich das Auge an die Dunkelheit gewöhnt hat, werden zwei schwarze Stiefeletten mit je einer weißen Kerze auf der Schuhspitze sichtbar. Dann werden die Kerzen angezündet und der Kopf der Tänzerin Amandine Lamouroux erscheint. Ruhige fast meditative Bewegungen, der Kopf mal zwischen den Stiefeletten, mal daneben, mal etwas erhöht. Beleuchtet fast nur von den beiden Kerzen. Zum Ende der Einstiegsszene werden die Schuhe mit den brennenden Kerzen weggetragen, sind plötzlich verschwunden.

Cut. 

Aus der Dunkelheit taucht vorn wie im Traum eine zweite Tänzerin (Francesca Bedin) auf, knieend, der Rücken mit Augen bemalt. Fast wie in "1000 und eine Nacht". Meditative Bewegungen. Erst als die Tänzerin ihre Arme in die Ärmel des weißen Kleides steckt, nimmt der Tanz richtig Fahrt auf, keine Spur von „slow motion“. Kraftvolle schnelle Bewegungen, die Bühne jetzt hell beleuchtet, die zweite Tänzerin kommt dazu, die Musik von Ralf R. Ollertz treibt die Bewegungen an.

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Ein japanisches Phantasiewesen im Papierkleid und Papierkopftuch erobert plötzlich die Bühne. Trippelschritte. Zauberhaft.

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Beide Tänzerinnen im gleichen Outfit, grüne Jacke, T-Shirt und Hose. Rasante Bewegungen. Sprünge. Ich komme kaum mit der Kamera hinterher.

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Ein Fabelwesen im weiten Reifrock, mit nacktem Oberkörper, vor dem Kopf eine übergroße Vergrößerungslinse. Slow motion. Black.

Der folgende Applaus zeigt, dass es hat gelohnt hat dieses Stück aus den Anfangsjahren von Toula Limnaios zwei Tänzerinnen des aktuellen Ensembles anzuvertrauen und wieder zu beleben. Ich bin überglücklich, dass ich dabei sein konnte.

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