Zuhause an der Aare, vernetzt in der Welt – unter diesem Motto führte die Geschäfts- und Künstlerische Leitung unter Anneli Binder, Karin Bitterli und Roger Ziegler die Dampfzentrale Bern seit 2021 in ihrer aktuellen Besetzung. In dieser Zeit entwickelte sich das Haus zu einer weit über die Schweiz hinaus beachteten Institution, bekannt für diskriminierungssensible Strukturen und künstlerische Akzente. Das Haus entstand aus einer Hausbesetzung 1987 und ist seitdem Teil von Berns freier Kulturszene.
Im Frühjahr 2025 allerdings schrieb die Stadt Bern, welche die Dampfzentrale jährlich mit mit 2,4 Millionen Franken (2,6 Mio. Euro) unterstützt, den Leitungsvertrag für das kulturelle Zentrum neu aus. Zwar kann sich auch der bisherige Trägerverein Dampfzentrale neu bewerben kann, ob er den Zuschlag bekommt bleibt offen. Was das etwa für die ab 2030 anvisierte Sanierung heißt, ist unklar. Die Neuausschreibung kam beim Leitungstrio nicht gut an, auch der Vereinsvorstand trat im August letzten Jahres geschlossen zurück und ein neuer Vorstand hat die Arbeit übernommen.
Die jahrelange Aufbauarbeit sollte jedoch eine Chance bekommen, zumindest teilweise weitergeführt werden zu können. In diesem Sinne wirkte die Leitung bei der neuen Bewerbung des Vereins Dampfzentrale um den Leistungsvertrag 2028 – 2030 mit ihrer Expertise mit. Da die Visionen zwischen Leitung und Gemeinderat auseinanderlagen, entschieden Anneli Binder, Karin Bitterli und Roger Ziegler das Haus Ende 2027 zu verlassen. Bis dahin werden sie die Dampfzentrale weiterhin führen. Die Stadt Bern unterstützt die Dampfzentrale jährlich mit 2,4 Millionen Franken (2,6 Mio. Euro).
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