Ora Doelk in „Chinesischer Gaukler“, um 1918

„Im Auge des Sturms“

Ausstellung über Tanz im Hamburg während des 1. Weltkriegs

Im Zentrum stehen vom 29. Mai bis 28. Juni 2026 die Tänzerinnen Gertrud und Ursula Falke, die Kostümbildnerin Doris Boeckmann sowie die Tänzerin und Choreografin Ora Doelk.

Hamburg, 08/05/2026

Mit der Ausstellung Im Auge des Sturms widmet sich die PARABEL. Zentrum für Kunst in Hamburg erstmals der Tanzkunst und rückt ein bislang kaum beachtetes Kapitel der Hamburger Kulturgeschichte in den Fokus.

Vor, während und nach den Erschütterungen des Ersten Weltkriegs „hüpften und schwebten – scheinbar unberührt davon – die beiden Tänzerinnen Gertrud und Ursula Falke über die Bühnen. Als frühe Vertreterinnen des künstlerischen Tanzes prägten sie eine neue Ausdrucksform, die später als Ausdruckstanz bekannt wurde und ein breites Publikum erreichte. Ihre Auftritte führten sie durch das Deutsche Reich und bis nach Wien.

Gezeigt werden historische Fotografien, Zeitungsberichte, Zeichnungen sowie Kostümentwürfe von Doris Boeckmann. Ergänzt wird die historische Perspektive durch zeitgenössische Positionen. Filme und performative Arbeiten greifen Motive und Bewegungsansätze auf und führen sie aus heutiger Sicht weiter. Arbeiten von Studierenden der University of Europe for Applied Sciences (UE, Altona) eröffnen zusätzliche aktuelle Zugänge zur Thematik.

Ein Begleitprogramm mit Tanz-Performances, Vorträgen, Filmvorführungen und einer Podiumsdiskussion vertieft die Frage nach der Rolle, die die tänzerischen Experimente der beteiligten Künstlerinnen inmitten der gesellschaftlichen Umbrüche des Ersten Weltkriegs spielten.

 

„Im Auge des Sturms“ – Die Schwestern Falke, Doris Boeckmann und Ora Doelk
29. Mai – 28. Juni 2026 im Parabel. Zentrum für Kunst Hamburg

 

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