Analivia Cordeiro – Computer Dance

Ausstellung mit Videoarbeiten in Berlin

In den 1970er Jahren versuchte die Künstlerin, in ihren Videotanzarbeiten mittels eines Computers Bewegung einzufangen und Choreografien zu generieren.

Berlin, 09/10/2026

„Can you imagine, we have thousands of years of human culture but there is not a way of writing of movement?“, fragt Analivia Cordeiro, eine der ersten Videokünstler*innen Lateinamerikas. In den 1970er Jahren versuchte sie, in ihren Videotanzarbeiten mittels eines Computers Bewegung einzufangen und Choreografien zu generieren.

Die Idee entstand aus Cordeiros Unzufriedenheit mit ihren bisherigen Videotanzaufnahmen und der mangelnden Synchronisation zwischen den Tanzenden und den Videokameras. Ein von Cordeiro programmierter Computer entwarf Choreografien, die sowohl für die tanzenden Personen als auch für das TV-Videoteam gedacht waren.

In ihren Video-Tanzarbeiten ging es Cordeiro nicht darum, Tanz zu dokumentieren, sondern vielmehr um das Zusammenspiel zwischen Tanz, der Videokamera und deren Möglichkeiten. Beispielsweise wurden die Kostüme und die Bühne so entworfen, dass die Körper der Tanzenden und die Hintergründe durch den starken Kontrast der Kamera ineinanderflossen. Die Videostation zeigt drei dieser frühen Videotanzarbeiten.

Diese Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und attaque[e]r le visible und wird von Lawinia Rate kuratiert.

 

„Analivia Cordeiro – Computer Dance“, noch bis 1. November 2026 im KinoKiosk des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

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