Scirocco

Tod in Venedig – Bridge of Sighs

Dass herausragende Tänzer*innen jenseits der 40 nichts von ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz und ihrer technischen Brillanz verloren haben, beweist das Gastspiel der neu gegründeten Stuttgarter WINNDance Company am Samstag, 24.10.2026 um 19.30 Uhr auf den Pfalzbau Bühnen.

Ludwigshafen, 18/10/2026

Scirocco / Tod in Venedig – Bridge of Sighs

Dass herausragende Tänzer*innen jenseits der 40 nichts von ihrer beeindruckenden Bühnen­präsenz und ihrer technischen Brillanz verloren haben, beweist das Gastspiel der neu gegrün­deten Stuttgarter WINNDance Company am Samstag, 24.10.2026 um 19.30 Uhr auf den Pfalzbau Bühnen. Das freie Ensemble zeigt unter dem Titel Scirocco zwei Werke bekannter Choreogra­ph*innen, die von Thomas Manns berühmter Erzählung Der Tod in Venedig inspi­riert sind.

Im Mittelpunkt des gleichnamigen ersten Tanzstücks steht der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der einen Sommer in Venedig verbringt und dort in eine existenzielle Kri­se gerät. In einem fiktiven inneren Dialog zwischen Thomas Mann und seinem Protagonis­ten durchleben sie gemeinsam rückblickend noch einmal jenen verhängnisvollen Auf­enthalt, währenddessen Aschenbach eine fiebrige Obsession erfasst, die sein geordnetes Selbst zu­nehmend auflöst. Die Filme von Javier De Frutos schaffen dafür einen erzähleri­schen Rah­men, und Imre und Marne van Opstal, Omar Román De Jesús und Rainer Behr, die jeweils einen Akt choreographieren, übersetzen den Identitätskonflikt in unterschiedlichen Tanzstil­en in eine Bewegungs­sprache, die sich zu einem stimmungsvollen Gesamtbild formt.

John Neumeiers Choreographie Bridge of Sighs schöpft ihre Inspiration aus verschiedenen Quel­len und aus dem dunklen Geheimnis in der Musik Dmitri Schostakowitschs sowie Lie­dern von Friedrich Hollaender und Kurt Weill. Die Seufzer­brücke – auf der Bühne symbolisch durch eine Leiter abgebildet – ruft unzählige Bilder von Abschied und unerfüllter Sehnsucht her­vor. Die Tän­zer*innen verdichten diese Bildwelt in einer Choreographie, die eine emotio­nale Landschaft an der Schwelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen lässt. Mit dezenter Eleganz be­glei­ten die Kostüme von Boss die beiden Werke.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im Gläsernen Foyer eine Bass & Voice-Lounge mit Nathalie Schäfer (Gesang) und Matthias Debus (Kontrabass) statt (Eintritt frei).

Preise 71 € / 59 € / 48 € / 38 €, Kartentelefon 0621/504 2558

Mehr Informationen unter www.theater-im-pfalzbau.de

 

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