„Sind so kleine Hände“ – verletzlich und doch mit eigener Gestaltungskraft. Inspiriert von seinen Begegnungen in Gelsenkirchen fragt Muhammed Kaltuk in seiner ersten choreografischen Arbeit für TanzGelsenkirchen nach den Möglichkeiten jedes einzelnen Menschen, Veränderungen anzustoßen. Wie es sich anfühlt, wenn der Impuls, für sich selbst einzutreten, nicht mehr ignoriert werden kann. Dabei stehen sich zwei Welten gegenüber – eine geprägt von körperlicher Arbeit, die andere von gesellschaftlicher Etikette. Kaltuk untersucht, wie sich diese beiden Formen von Druck auf den Körper auswirken, und übersetzt das in eine Choreografie, die zeitgenössischen Tanz auf Hip-Hop-Elemente treffen lässt. Musikalische Grundlage dafür sind die Songs von Bettina Wegner, Liedermacherin und Ikone des DDR-Widerstands, die mit neuen harmonischen Begleitungen von Gabriel Mareque erklingen. Wegners Lieder, die zwischen Zartheit und Aufbegehren oszillieren, und Muhammed Kaltuks kraftvolle choreografische Handschrift treten in einen spannungsvollen Dialog, der die Grenzen dieser beiden von Klassismus geprägten Welten infrage stellt und vielleicht sogar ganz sprengen kann.
Kleine Hände
Tanzabend von Muhammed Kaltuk
Choreografie, Musikkonzept, Kostüme: Muhammed Kaltuk
Bühne: Moa Yamin Bomolo
Komposition und Arrangements: Gabriel Mareque
Licht: Lukas Marian
Dramaturgie: Katharina Rückl
Künstlerische Beratung: Laura Atwood
Uraufführung: 14. November 2027, 19:00 Uhr, MiR Gelsenkirchen, Großes Haus
Weitere Termine und Tickets unter mirgelsenkirchen.de
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