Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin errichtet

Neue Ausbildungsstätte für zeitgenössischen Tanz

Berlin, 31/07/2006

Noch vor Beginn der Sommerpause haben der Berliner Kultur- und Wissenschaftssenator Thomas Flierl, die Universität der Künste, die Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“ und TanzRaumBerlin, ein Zusammenschluss mehrerer Berliner Tanzinstitutionen, ihren Kooperationsvertrag zur Gründung eines hochschulübergreifenden Zentrums Tanz Berlin unterzeichnet. Damit kann das Pilotprojekt zur Entwicklung einer neuen Ausbildungsstätte für zeitgenössischen Tanz und Choreografie sowie Tanzpädagogik in der für Berlin einmaligen Kooperation zwischen Hochschulen und freier Tanzszene richtig durchstarten. Eine erste Recherchephase hatte bereits im April 2006 begonnen. Diese wird bis Jahresende mit weiteren Seminaren und Symposien fortgesetzt. Ziel ist es, neue Lehr- und Lernformen zu erforschen und erproben, um ab dem Sommersemester 2007 erste Bachelor- und Masterstudiengänge anzubieten, die in den kommenden drei Jahren bis zum Wintersemester 2010 kontinuierlich weiterentwickelt werden sollen. Organisatorisch verankert ist das Zentrum in beiden Berliner Kunsthochschulen. Geführt wird es von einem gewählten Direktorium, dem der international renommierten Choreografen und neu berufene Gastprofessor der Universität der Künste Berlin, Boris Charmatz (Paris), Prof. Ingo Reulecke von der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und die geschäftsführende Direktorin des Zentrums, Eva-Maria Hoerster, angehören. Das Pilotprojekt findet im Rahmen von Tanzplan Deutschland e.V., Tanzplan vor Ort - Ausbildungsprojekte statt, das als deutschlandweites Tanzförderprogramm durch die Kulturstiftung des Bundes ins Leben gerufen wurde. Das gesamte Projekt mit einem gesamten Kostenaufwand von ca. 2,2 Mio. Euro wird zu über fünfzig Prozent vom Land Berlin finanziert und von Tanzplan Deutschland für die Recherchephase 2006 mit 260.000 Euro gefördert. Bei positiver Evaluierung durch das Kuratorium der Kulturstiftung des Bundes am Jahresende wird für die drei Folgejahre Frühjahr 2007 bis 2010 eine weitere Förderung von ca. 770.000 Euro bereit gestellt. Die weiterreichende Zukunft des Zentrums soll planerisch und finanziell durch die ab 2010 geltenden Hochschulverträge gesichert werden. Die Bewerbungsfrist für die Modellstudiengänge endet voraussichtlich im November 2006, die ersten Studiengänge beginnen zum Sommersemester 2007.
 

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