KOEGLERJOURNAL 2002/2003



Köln

BESUCH IM DEUTSCHEN TANZARCHIV


Köln, in noch gar nicht so lange zurückliegenden Tagen mit dem Ballett der Städtischen Bühnen und später dem Tanz-Forum, der Sommerakademie des Tanzes, dem Institut für Bühnentanz und dem Choreografischen Wettbewerb sowie dem aus Hamburg übergesiedelten Tanzarchiv von Kurt Peters (samt Zeitschrift) und später dank der unermüdlichen Aktivität von Rolf Garske und seiner Seilschaft Deutschlands geheimes Tanzzentrum, inzwischen schon viel zu lange ohne eigene renommierte Tanzkompanie, ist inzwischen tiefstem Provinzialismus anheim gefallen. Gleichwohl kann es sich einer Tanzinstitution rühmen, um die alle deutschen Städte (inklusive Leipzig) die Rheinmetropole beneiden: das Deutsche Tanzarchiv.
Ein zweitägiger Arbeitsaufenthalt führte mir erneut vor Augen, was für ein fabelhaftes Informationszentrum hier allen Interessenten zur Verfügung steht. Das beginnt schon mit seiner architektonisch so reizvollen Lage im Mediapark und mit seiner grosszügigen räumlichen Ausstattung, ganz zu schweigen von den hier untergebrachten Schätzen. Deren Anordnung und Gliederung in Archiv, Bibliothek, Dokumentation, Videothek und Museum verrät eher einen Choreografen von Balanchine-Format als den üblichen Typ von Bibliotheksverwalter als Hausherr. Der heisst Frank-Manuel Peter und ist verantwortlich darüber hinaus für die vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen, die hier stattfinden und von hier aus weit über den Kölner Raum hinaus ausstrahlen (wie beispielsweise die gegenwärtig noch bis Ende Juni in der Münchner Stuck-Villa gastierende fabulöse Ausstellung über die Sacharoffs). Seine freundlichen, hilfsbereiten und ungemein effizienten Mitarbeiter sorgen für ein inspirierendes Arbeitsklima, das jede Art von Recherche zu einer Entdeckungsreise werden lässt. Es ist dringend den Senioren ans Herz zu legen, das Deutsche Tanzarchiv bei der Regelung von Nachlässen zu bedenken, denn einen besseren Aufbewahrungsort für ihre diversen Tanzmemorabilia kann ich mir nicht vorstellen. Jedem tanzaufgeschlossenen Köln-Besucher sei deswegen ein Abstecher zu empfehlen – Frank-Manuel Peter und sein Team freuen sich über jede Visite.
Die Anschrift: Deutsches Tanzarchiv Kölb, Im Mediapark 7, 50670 Köln. Telefon: 0221/226 5757 – Fax: 0221/ 226 5758. e-mail: tanzarchiv@sk-kultur-de Das Tanzarchiv verfügt auch über eine eigene Website: http://www.sk-kultur.de/tanz

Veröffentlicht am 21.05.2003, von oe in koeglerjournal 2002/2003

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Kommentare zu "Besuch im Deutschen Tanzarchiv"



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