„Wunderland“ von Alexei Ratmansky am Hamburg Ballett. Tanz: Olivia Betteridge

Kraft der Phantasie

„Wunderland“ von Alexei Ratmansky im Rahmen der 51. Hamburger Ballett-Tage und der Tanztriennale

Eine fiktionale Story, schräge Typen. Wie setzt man das in Tanz um? Bei Ratmansky lässt sich bewundern, wie das geht. Und das Ensemble erblüht zu neuer Pracht.

Hamburg, 20/06/2026

Man kann sich lange den Kopf zerbrechen, was Lewis Carroll uns 1865 mit „Alice im Wunderland“ und 1871 mit „Alice hinter den Spiegeln“ wohl erzählen wollte. Eine Metapher auf das Leben in seiner Abgründigkeit und Vielfältigkeit? Eine Ermahnung, auch Außenseiter zu respektieren? Das Abgründige im Normalen zu suchen? Nicht alles immer so bierernst zu nehmen? Alles hat seine Berechtigung, und doch ist es ziemlich egal. Weil das Wesentliche nicht im Verstand zu suchen ist, sondern im Gefühl. Nicht im Hirn, sondern im Herzen. Und deshalb ist diese Uraufführung, das erste große Handlungsballett

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