MODERNER TANZ: KONZEPTE - STILE - UTOPIEN



MODERNER TANZ: KONZEPTE - STILE - UTOPIEN

Besprechung der tanznetz.de-Redaktion

DIESES BUCH FÜHRT DEN LESER DURCH DIE GESCHICHTE DES BÜHNEN-TANZES IM 20. JAHRHUNDERT UND STELLT IHM DIE KÜNSTLERISCHEN ARBEITSWEISEN UND ÄSTHETISCHEN LEITIDEEN DER WICHTIGSTEN CHOREOGRAPHEN UND THEORETIKER VOR AUGEN. Der moderne Tanz stellt schillernde Entwürfe einer expressiven und sinnlich sich artikulierenden Körperlichkeit auf die Bühne. Vitalität, Intensität, Authentizität, formale Stringenz und architektonische Gestaltungsideen treffen in der Ästhetik eines sich erneuernden Bühnentanzes aufeinander. Seine Aufführungskunst gewinnt dynamisch und energetisch an Eindringlichkeit. Tanz- und kulturhistorisch zeichnet das Buch die prominenten Stationen einzelner Schulen und Stile nach: die Anfänge eines «Freien und Neuen Tanzes» (Loïe Fuller, Isadora Duncan, Ruth St. Denis), moderne Innovationen im Ballett (Waslaw Nijinsky, George Balanchine), Klassiker des deutschen Ausdruckstanzes und amerikanischen modern dance (Rudolf von Laban, Mary Wigman, Doris Humphrey, Martha Graham, Merce Cunningham), der postmodern dance (Yvonne Rainer, Lucinda Childs, Trisha Brown, Steve Paxton), das deutsche Tanztheater bis hin zu aktuellen Tendenzen im zeitgenössischen Tanz (Pina Bausch, William Forsythe, Anne Teresa De Keersmaeker, Xavier Le Roy, Jérôme Bel, Meg Stuart). Welche bewegungstechnischen und ideellen Zugänge zum Körper werden gewählt? Wie arbeitet ein tänzerischer Körper, und wie soll er wirken? Welche choreographischen Regeln bestimmen die Aufführungen? Mit diesen Fragen führt das Buch in die zentralen Praktiken und Konzeptionen ein, stellt die wichtigsten Choreographien einzelner Werkphasen vor und analysiert zentrale Diskurse über das Potential des Tanzes. Denn: Was Tanz als Kunst von Körper und Bewegung ästhetisch und kulturell auszeichnet und bestimmt, steht im 20. und 21. Jahrhundert immer wieder neu zur Disposition – bis heute.

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