gelöscht #

argusschlaeft, 29.11.2015 05:22:42

weil ich es am ersten Advent doch irgendwie leid bin, immer die gleichen Dinge zum SBB zu sagen. Hoffen wir, dass es besser wird :-).

zuletzt geändert von argusschlaeft, 29.11.2015 13:09:55

Re: In der Zukunft #

Traviata, 29.11.2015 15:40:16

Was bitte soll unter der Intendanz eines Nacho Duato "besser" werden?
Dass immer mehr und fast immer nur noch Duato-Stücke gebracht werden? Is' ja klar - nur daran verdient der Herr seine Tantiemen! Also - immer mehr Duato ins Programm, ob es die Zuschauer nun sehen wollen oder nicht.

Und welche Hoffnung kann man haben? Natürlich hoffen alle Ballettfans, dass die Ära Duato baldmöglichst zuende geht, d.h. dass er geschasst wird!
Nur - was oder wer kommt danach? Das SBB ist heruntergewirtschaftet, das konnte man sich vor fünf Jahren noch überhaupt nicht vorstellen, solch ein Qualitätsverlust. Welchen Intendanten in spe soll das noch reizen?
Fazit: es wird wohl noch schlimmer werden.

Die goldenen Malakhovzeiten sind definitiv vorbei.


Heutzutage schaut die Ballet(fan-)welt nicht mehr nach Berlin, sondern nach Wien, München, Hamburg und Dresden (jawohl, Dresden!!!!) und nach Paris. Wobei man aus Paris ja auch so einiges liest von großem Qualitätsverlust in der letzten Zeit - hhmmm - die Nurejewzeiten sind auch dort vorbei, ein Herr Millepied ist wohl auch nicht der richtige Intendant für eine klassische Compagnie.
.
. . . quanto piace al mondo è breve sogno.
(Francesco Petrarca)
Re: In der Zukunft #

argusschlaeft, 11.02.2016 00:40:44

Ja, glaub ich auch nicht mehr dran, obwohl ich mir heute eine Karte für dieses alte Duato Stück über die Anschläge von Madrid gekauft habe.
Mehr ein Akt der Verzweiflung, weil ich wirklich nicht mehr weiß, was ich davon zu halten habe, was da (nicht) passiert, aber irgendwann doch mal wieder das SB besuchen wollte. Aber eigentlich gibt es keinen Grund - keine Lösung der Personalprobleme im Bereich der ersten Solisten... und ich war seit drei Monaten nicht auf der Staatsballett Webseite und dachte, inzwischen müsste sich da doch IRGENDWAS getan haben. Ich war nie wütend auf Malakhov, auch wenn ich nicht alle seine Spielplanentscheidungen glücklich fand, auf Duato bin ich mittlerweile richtig sauer - und natürlich auf die Presse, die Malakhovs Absetzung betrieben hat und die willfährige Kulturpolitik. Wird schwer, beim Anschauen des Stückes einigermaßen neutral zu bleiben...

PS: In Paris hat Millepied mittlerweile die Konsequenzen gezogen und ist abgetreten. Jetzt wird es wohl Aurelie Dupont:

http://dancemagazine.com/news/benjamin-millepied-leaves-paris-opera-ballet/

Ich wiederhole jetzt mal anlässlich dieser erstaunlichen (und vermutlich klugen) Personalentscheidung einen alten, gelöschten Gedanken von mir, nämlich mal Nadja Saidakova anzufragen bezüglich Intendanz des SB (hatte den Vorschlag mal geschrieben und wieder gelöscht als es um die Malakhov Nachfolge ging - im Nachhinein war das Löschen damals richtig, denn wir alle wären heute sicher froh, wenn wir in einer alternativen Realität leben könnten, in der Malakhov geblieben ist, - und ich glaube auch nicht, dass Nadja S. die Nachfolge von VM übernommen hätte... soweit ich weiß, sind die beiden ja ganz gut befreundet)

Wer soll es retten? Jemand der das Ensemble kennt, der umgänglich ist, intelligent, seeehr viel von Tanz versteht, Tanz liebt, sowohl das klassische Repertoire als auch die moderneren Formen. Da liegt der Vorschlag als Diskussionsvorlage eigentlich auf der Hand.
Und für den Fall, dass man einen "choreographierenden" Intendanten will: Neue Choreographien von Nadja Saidakova interessieren mich auf jeden Fall mehr als alte von Herrn Duato.


zuletzt geändert von argusschlaeft, 11.02.2016 02:14:19

Re: Re: In der Zukunft #

Traviata, 11.02.2016 08:59:25

argusschlaeft wrote:
Ja, glaub ich auch nicht mehr dran, obwohl ich mir heute eine Karte für dieses alte Duato Stück über die Anschläge von Madrid gekauft habe.
Mehr ein Akt der Verzweiflung, . . .

PS: In Paris hat Millepied mittlerweile die Konsequenzen gezogen und ist abgetreten. Jetzt wird es wohl Aurelie Dupont:

. . .

Ja, und schon am 29.11.15 schrieb ich:
Traviata wrote:
, ein Herr Millepied ist wohl auch nicht der richtige Intendant für eine klassische Compagnie.
.

Glückliche Franzosen, glückliche Pariser Ballettfreunde!
Es scheint ja so zu sein, dass Herr Tausendfuß versucht hatte, das Pariser Opernballett (Nationalballett!!) total auf Modern umzustellen. Zum Glück gab es dort einen heftigen Widerstand gegen diese Pläne, sodass er schlussendlich das Handtuch werfen musste!
Und ja - Aurelie Dupont ist doch ein Glücksfall, jedenfalls für alle Freunde des echten klassischen Balletts. Ab August wird sie dort als Ballettchefin arbeiten. Noch einmal: Gratulation nach Paris!

Und wir armen Berliner? Wer hilft hier und mobbt den Spanier endlich weg?

Lieber argusschlaeft, zum Kartenerwerb für "Rost" gratuliere ich nicht. Es war ja wohl überhaupt nicht schwierig, noch vier oder fünf Tage vor der Premiere eine Karte zu bekommen. Hättest lieber gleich dreissig oder vierzig kaufen sollen, um dem SBB einen Gefallen zu tun!
Wo gab es das unter Malakhov, dass wenige Tage vor einer Premiere überhaupt noch Karten im freien Verkauf waren?
Wenn es nicht so traurig wäre - und den Steuerzahler ja wieder einmal belasten würde - dann könnte man nur herzhaft lachen.
Auch darüber, dass Herr Duato es gerade mal schafft, ein Stück für 17 Tänzer und Tänzerinnen einzurichten, das außerdem überhaupt nicht neu ist. Er hat eine Compagnie von etwa 80 Tänzerinnen und Tänzern, verd..... noch einmal, wann arbeitet er denn mit denen? Immer nur Kammerspiele, nie mehr als eine Handvoll Leute auf der Bühne!

Ja, argus..., ich hätte dich gern mal kennen gelernt. Aber zu "Rost" gehe ich nicht, weder in die Premiere noch zu irgendeiner der nachfolgenden Vorstellungen. Da müsste man mir schon eine Stange Geld anbieten - für mich als Lohn! - damit ich eventuell hinginge! Aber - für diesen Schrott auch noch bezahlen? 65 Minuten ohne Pause und mit Musik vom Tonträger - ja sind wir da in den Sophiensälen oder ist es doch das Staatsballett Berlin?

Wer macht endlich diesem Wahnsinn ein Ende?
.
. . . quanto piace al mondo è breve sogno.
(Francesco Petrarca)
Re: In der Zukunft #

argusschlaeft, 12.02.2016 22:25:19

"Auch darüber, dass Herr Duato es gerade mal schafft, ein Stück für 17 Tänzer und Tänzerinnen einzurichten, das außerdem überhaupt nicht neu ist. Er hat eine Compagnie von etwa 80 Tänzerinnen und Tänzern, verd..... noch einmal, wann arbeitet er denn mit denen?"

Ja, das ist das, was mir tatsächlich die größte Sorge bereitet. Man stelle sich die nächsten Verhandlungen über das Staatsballett vor, in denen der zuständige Senator problemlos sagen kann: Angesichts des Spielplans würdest du doch auch mit vierzig Tänzern auskommen, oder nicht? Und das war's dann mit Ballett in Berlin.

Irgendwie hat man ja zu Malakhov Zeiten gelegentlich davon geträumt, mit Paris oder London in Konkurrenz treten zu können. Das hat nicht wirklich geklappt, aber als Ziel hat man das doch nicht von vornherein ausgeschlossen. Aber jetzt... Es ist eigentlich nur deprimierend.
In der Zukunft kein SBB mehr? #

Traviata, 13.02.2016 19:06:14

argusschlaeft wrote:
. . .
Man stelle sich die nächsten Verhandlungen über das Staatsballett vor, in denen der zuständige Senator problemlos sagen kann: Angesichts des Spielplans würdest du doch auch mit vierzig Tänzern auskommen, oder nicht? Und das war's dann mit Ballett in Berlin.

... Es ist eigentlich nur deprimierend.

Nun ja. Den "Steuerzahler" würde es freuen. Eine Compagnie von 80 Tänzern - mit entsprechenden Vorstellungen, Kostümen, Kulissen, also mit dem ganzen damit verbundenen Aufwand - ist natürlich sehr teuer.

WIR - die Berliner Fans des Klassischen Balletts - wären allerdings ausgesprochen traurig.
Ich denke auch, dass der Förderverein des SBB dann einige potente Mitglieder - und somit Geld! - verlieren würde.

Aber - wen kümmert das denn hier?
.
. . . quanto piace al mondo è breve sogno.
(Francesco Petrarca)
Re: In der Zukunft #

argusschlaeft, 15.02.2016 03:40:14

Wie so oft stellt sich da die Frage, wie viel der Gesellschaft die Kultur wert ist.

Natürlich kann man sagen: schließt das Staatsballett, gebt Nacho Duato das, was er braucht: eine kleine Kompagnie mit 30 Tänzern, flache Hierarchie, mit der er in Ruhe arbeiten kann. Berlin hat einfach nichts mehr zu tun mir der internationalen Ballettszene, Iana Salenko geht endgültig nach London und die anderen ersten Solisten werden mit Sicherheit auch eine Kompagnie finden, in der sie ihre Talente besser einbringen können.

Kann man machen... wäre der totale kulturelle Bankrott Berlins als Tanzstadt, wo sowieso mit dem Potential, das da ist, katastrophal umgegangen wird. Sowohl am Staatsballett durch problematische Zustände in der Führungsetage (ja, "der Fisch stinkt vom Kopf") als auch in der freien Szene, wo etablierte Choreographen und Spielstätten um das Nötigste betteln müssen. Ich hasse es, in Kulturfragen wirtschaftspolitisch zu argumentieren, aber etwas anderes wird ja spätestens seit der Schröder Regierung nicht mehr verstanden.

Also: die Kultur ist das Kapital mit dem Berlin arbeiten kann und muss! Da zu sparen und Intendanten zu beschäftigen, die im Grunde in eine Infrastruktur geworfen werden, die ihre eigenen Bedürfnisse bei weitem übersteigt (Duato), und gleichzeitig Choreographen kurz zu halten, denen man mehr Spielraum geben sollte (Waltz, Limnaios, Winkler und weniger namhafte fleißige Kreative in der freien Szene) ist nicht kulturpolitisch (interessiert eh keine Sau - naja, ich übertreibe ein bisschen zu später Stunde), sondern wirtschaftspolitisch katastrophal. Vor allem wenn man an die Bettensteuer denkt. (würg, ich hasse es, da mit wirtschaftlichen Argumenten zu kommen - Kultur ist keine Kosten/Nutzen Rechnung, sondern überlebensnotwendiger Überfluss)...

Und wenn sich unser kleines Land auch keine brauchbare Armee mehr leisten kann (warum auch immer...), die Ballettkompagnien, die frei nach ihren Möglichkeiten Kultur produzieren, sollte man auch am Rand des Bankrotts erhalten.

Das Problem ist, dass Duato ein Sparintendant ist. Er braucht für seine Arbeit weniger als da ist. Malakhov war das nie. Da wurden größenwahnsinnige Unsinnsprojekte wie "Peer Gynt" gemacht, aber das ist mir tausend mal lieber als das preisgünstige Ballett, das für Nacho Duatos Bedürfnisse völlig in Ordnung ist - Herrumbre kostet nix außer Tantiemen für Duato.


zuletzt geändert von argusschlaeft, 15.02.2016 04:17:56

Re: Re: In der Zukunft #

Traviata, 15.02.2016 11:35:01

argusschlaeft wrote:
. . . für Nacho Duatos Bedürfnisse völlig in Ordnung ist - Herrumbre kostet nix außer Tantiemen für Duato.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer!
Schau sich mal einer an, wie oft die Sachen von Duato im Spielplan stehen!!!!!!!!!!!!
Und dabei werden nur die wenigsten Eintrittskarten für diese Abende verkauft, sie werden verlost, verschenkt, verschleudert!
Der Kartenverkauf für die Duato-Abende ist immer ausgesprochen schlecht, das ist ja zum Glück im i-net leicht verfolgbar.

Aber der Choreograph geht natürlich trotzdem nicht leer aus . . .

:banghead:

.
Re: In der Zukunft #

argusschlaeft, 19.02.2016 02:17:16

:P Ja, ich habe auch gemerkt, dass ich, als ich Neuigkeiten zu Herrumbre gegoogelt habe, vor allem auf Verlosungen gestoßen bin... sogar für die Premiere. Es tut mir leid für Nacho Duato, er macht gerade alles falsch. Ich glaube, dass das ein sehr netter Mensch ist, und ich wäre froh, wenn ich - 15 Jahre jünger - so gut aussehen würde, aber so kann man nicht die größte Ballettkompagnie Deutschlands leiten. Für die Ballettabteilung eines Dreispartenhauses wäre er gut, - das Staatsballett richtet er zu Grunde. Sein Nachfolger/seine Nachfolgerin müsste schon jetzt einige Aufbauarbeit leisten, dabei hat Malakhov ihm ein gutes Ensemble hinterlassen.

zuletzt geändert von argusschlaeft, 19.02.2016 02:20:14




 

LETZTE BEITRÄGE 'TANZ IM TEXT'


BETTINA MASUCH GEHT NACH ST. PÖLTEN

Ab 2022 übernimmt Masuch die Künstlerischer Leitung des Festspielhaus St. Pölten
Veröffentlicht am 30.10.2020, von tanznetz.de Redaktion


IM AMT

Kündigung von Gregor Seyffert nicht rechtmäßig
Veröffentlicht am 29.10.2020, von tanznetz.de Redaktion


WEITERTANZEN

TANZPAKT RECONNECT fördert 51 Maßnahmen mit 5,5 Millionen Euro
Veröffentlicht am 29.10.2020, von Pressetext

LETZTE FORENBEITRÄGE


HOMMAGE AN ELISA BADENES - PRINCIPAL DANCER DAS STUTTGARTER BALLETT

Rubrik: Publikumsrezensionen

ROHRREINIGUNG

Rubrik: Off Topic! Allgemeines und Privates

RE: TEAMBUILDING - HAT DAMIT JEMAND ERFAHRUNGEN?

Rubrik: Off Topic! Allgemeines und Privates

RE: WIE FINDE ICH MEINEN TANZVEREIN?

Rubrik: Tanzausbildung Schüler

WIE FINDE ICH MEINEN TANZVEREIN?

Rubrik: Tanzausbildung Schüler

RE: NUN LASST UNS FEIERN

Rubrik: Berlin

BALLETTAUFFÜHRUNG TROTZ CORONA

Rubrik: Ballettschule und Management

RE: TANZPÄDAGOGIK AUSBILDUNG IN NORDDEUTSCHLAND

Rubrik: Klartext - Jetzt rede ich!

RE: TEAMBUILDING - HAT DAMIT JEMAND ERFAHRUNGEN?

Rubrik: Off Topic! Allgemeines und Privates

RE: WO SCHAUT IHR NACH ERFAHRUNGEN?

Rubrik: Off Topic! Allgemeines und Privates



BEI UNS IM SHOP