Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 10.09.2015 09:40:20

Hier ist ein aufschlussreicher Artikel von Manuel Brug aus der "WELT":

Wie lange tut sich Berlin diesen Chef noch an?

Trifft genau meine Meinung!
.
. . . quanto piace al mondo è breve sogno.
(Francesco Petrarca)
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Josef, 10.09.2015 21:47:05

Haha haha

Wenigstens verkauft er noch kein Porzelan

siehe hier Your text to link here...
Hau ab du Troll! #

Traviata, 10.09.2015 23:06:55

rotbart wrote:
Haha haha ...[/url]

rotbart du alberner Forentroll, ich glaube, du kapierst überhaupt nichts!

Es geht hier nicht darum, was Vladimir Malakhov privat bzw. im Rahmen seiner Stiftung oder sonstwie macht.
Es geht schlicht und einfach um die Qualität des Staatsballetts Berlin - und um dessen Zukunft.
Und diese sieht unter dem spanischen Intendanten ausgesprochen trübe aus.
Wenn für das Corps de Ballet schon Tänzer eingestellt werden, die überhaupt keine klassische Ausbildung haben, deren einzige Qualifikation ist, dass sie Spanier sind oder in Spanien gearbeitet haben, dann ist das ein Trauerspiel.
Und das auf Kosten der Steuerzahler!
.
Hier noch einmal für alle der äußerst kritische Artikel von Manuel Brug aus der "Welt":

Wie lange tut sich Berlin diesen Ballettchef noch an?

.

zuletzt geändert von Traviata, 10.09.2015 23:12:52


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(Francesco Petrarca)
Haha Hoho #

Josef, 12.09.2015 13:03:09

Hm, na ich glaube nicht das der kleine aufgeblasene mann mit schal
um den hals eure qualitaet
besser macht.

mfg
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 16.09.2015 18:57:57

Was meinst du denn damit, du Troll?

Tatsache ist, dass die Qualität des SBB - und zwar Corps de ballet und auch Solisten - seit Amtsantritt von N. Duato ganz gewaltig gesunken ist. Und das habe ich bemerkt und andere Ballettfans, die wie ich regelmäßig in die Vorstellungen gehen - bzw gegangen sind, denn so nach und nach gibt es nichts Rechtes mehr anzusehen. Wer will denn schon die zwanzig Jahre alten Altkamellen von N.D. sehen?
.
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Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

argusschlaeft, 26.09.2015 03:26:57

Vielen Dank für den Link. War in der letzten Zeit gelegentlich auf der SBB Webseite, um mich darüber zu wundern, dass offenbar keinerlei Lösung für den Personalmangel bei den ersten Solisten und Solistinnen gefunden wurde (oder wird das dann feierlich bei der Spielzeit Premiere verkündet - andererseits, welche Premiere?). Habe mich außerdem darüber gewundert, dass die neue Spielzeit geradezu absurd langweilig anfängt.
Ja, wer hätte das gedacht, dass man sich nach nur einem Jahr mit neuem Direktor nach den Galas zur Spielzeiteröffnung von VM sehnt, da wurde der Tanz zumindest mit einem gewissen Enthusiasmus präsentiert und die Spielzeit mit so etwas wie einem "Vorspann" und einem Versprechen (auch wenn das dann nicht immer eingehalten wurde). Aber irgendwie war das gut. Stattdessen kommt jetzt: gar nichts!!! Seltsam. Eine Spielzeit zum Aufwärmen kann ich ganz gut verzeihen, aber dass in der zweiten nicht einmal der Gestus von Aufbruch und Begeisterung zu spüren ist, irritiert mich gerade sehr.

zuletzt geändert von argusschlaeft, 26.09.2015 03:29:44

Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Mascha, 26.09.2015 09:25:30

Sehe ich das richtig, dass das Staatsballett keine einzige Onegin-Besetzung mehr ohne Gäste hinbekommt? Sind Nakamura/Dudek jetzt feste Gäste, oder sind da aus Versehen die Besetzungen vom letzten Jahr stehen geblieben? Sehr merkwürdig.
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 26.09.2015 10:08:00

Ach Mascha, wie soll denn das SBB unter der gloriosen Intendanz des Herrn Duato überhaupt noch Solistenrollen besetzen? Die haben doch keine Ersten Solisten mehr, jedenfalls nichts nennenswertes.
Bei den Damen stehen auf der Homepage zwar Saidakova, Knop, Carillo-Cabrera, Pris und Salenko.
Aber tanzen können nur noch die beiden letztgenannten. Saidakova hat im Sommer ein Kind bekommen, Carillo-Cabrera erwartet eines, und die Knop wird von Duato nicht mehr mit tänzerischen Aufgaben betraut.
Also müssen die immer wieder die teueren Gaststars einkaufen. Auch Polina Semionova darf ja wieder in Berlin tanzen, es sollen wohl 14 Vorstellungen sein in der Spielzeit. Na, da könnte ich gut drauf verzichten.

Und Dudek und Nakamura werden wir wohl nie wieder hier sehen, die sind jetzt in Japan. Dafür tanzt im Oktober eine der Ersten Solistinnen vom Stuttgarter Ballett (ich glaube sie heisst Jung) die Tatjana. Und am 28.11.15 tanzt Jason Reilly den Onegin und Polina S. die Tatjana. Soviel zu den "Haus-Solisten" - wo sind die nur? Immer fremde Gäste . . .

Traurige Zustände sind das in der Tat!
.

zuletzt geändert von Traviata, 26.09.2015 15:02:46


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Re: Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Mascha, 26.09.2015 20:02:31

Traviata wrote:
Und Dudek und Nakamura werden wir wohl nie wieder hier sehen, die sind jetzt in Japan..

Schau mal hier - ganz viel Nakamura in 2016, in drei Produktionen, deshalb meine verwirrte Frage oben! Stellt er jetzt alle, die er rausgeschmissen hat, wieder ein?

http://www.staatsballett-berlin.de/de/ensemble/shoko-nakamura/183
http://www.staatsballett-berlin.de/de/ensemble/wieslaw-dudek/156
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 26.09.2015 22:36:01

Ja, da muss ich dir recht geben. Auf die Ensemble-Gäste-Seite des SBB hatte ich nicht geschaut.
Also kommen Dudek (2 x) und Nakamura (öfter) tatsächlich noch nach Berlin. Allerdings leider nur als Gastsolisten.
Was ja wieder einmal ein bezeichnendes Licht auf N.D.s Personalpolitik wirft. Warum ist er nicht in der Lage, feste Erste Solisten einzustellen? Warum ließ er die beiden gehen? Gaststars sind doch zumeist teuerer als das eigene Personal.

Ich bleibe dabei - es ist ein Trauerspiel. Auf Dudek/Nakamura freue ich mich allerdings!
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Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Diane (moderator), 27.09.2015 18:39:30

Quote:
Gaststars sind doch zumeist teuerer als das eigene Personal.

Ich denke, da kommt es tatsächlich darauf an, wie das "Haus" (Theater) arbeitet - was für Verträge sie gewöhnlich ausstellen und für wen.

In der Tat kassieren manche "Gaststars" sehr viel Geld für eine Vorstellung.
Meistens ist es aber nicht wirklich SO viel, gemessen an die Arbeit, die sie reinstecken müssen plus Reisekosten plus Übernachtungskosten plus eigene Versicherungen /Steuer usw.
Nicht immer bekommen sie eine "Proben-pauschale", und nicht immer sind sie sowieso unter ganz-jahres Verträge anderswo, damit sie ihre laufenden Lebenskosten überdecken können. (und wen sie nicht "fest" unter Vertrag irgendwo sind, müssen sie für ihre sehr-wichtige tägliches Training auch bezahlen)
- edited to add: in vielen ländern sind Verträge für Ballet-tänzer/innen (und andere Bühnen-Leute) nie 12 Monate; sie sind meistens für "eine Saison", was irgendwas von 3-8 Monate sein kann, selten länger. :)

Es ist auch, abhängig von dem Theater, natürlich, immer mehr und mehr "wirtschaftlicher", Gäste zu holen, als soviele Solisten für feste Verträge zu engagieren.

Schade für das Ensemble-Theater, aber leider müssen sehr viele Häuser immer mehr und mehr sparen. (manche theater direktoren haben von ihre arbeitgebern, die politikern, auch die _aufgabe_, alles "kleiner" und "preisgünstiger" zu bekommen....)

(nur meine meinung als ehemalige ballett-tänzerin und mitarbeitern am theater - allerdings nicht in Berlin)

-d-

zuletzt geändert von Diane (moderator), 27.09.2015 18:41:55

Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

argusschlaeft, 30.09.2015 01:44:32

Alles richtig, aber für mich als Ballettzuschauer gibt es im deutschen Staatstheatersystem (egal, wie ineffizient das sein mag) doch eine gewisse Bindung an ein Ensemble. Im Gegensatz zu Traviata freue ich mich auf Semionova Gastauftritte, weil ich sie auf eine Art immer noch als Teil des Ensembles sehe - das ist einfach meine Sozialisierung als Staatsballett Zuschauer. Aber: wenn ND auf ein Gastrollensystem umstellen will, dann halte ich das für legitim, es muss aber kommuniziert werden! Das passiert aber nicht. Also werden wir Zuschauer im Moment im Glauben gelassen, es mit einem Enseble zu tun zu haben, obwohl wir in Wahrheit auf ein Gastrollen System à la ABT eingestimmt werden?
Ich verstehe da im Moment gar nichts und das stört mich vor allem.
Was will Nacho Duato inhaltlich und strukturell?(Nebenbei: Wenn er gar nichts will, außer seine Ruhe, scheitert Christiane Theobald gerade daran, sich als graue Eminenz im Hintergrund als zukünftige und naheliegende Intendantin zu präsentieren.)

Nacho Duato kann uns nicht ernsthaft verkaufen wollen, dass das Staatsballlett jetzt zum Aufführungsensemble alter Nacho Duato Stücke werden soll, damit würde er, glaube ich, seine tanzhistorische Bedeutung weit überschätzen. Nacho Duato ist weder John Cranko noch William Forsythe, die ich beide aus der heutigen Perspektive für erheblich bedeutender halte. Er könnte das jetzt ändern, aber im Moment sehe ich da kein Konzept, keine Zukunftsperspektive, weder inhaltlich, noch personell.
Vielleicht tue ich Nacho Duato mit dieser Beurteilung schrecklich unrecht, aber dann soll er verdammt nochmal mal kommunizieren, was er vor hat. John Neumeier wurde in Hamburg auch nicht mit offenen Armen empfangen, aber er wollte da was und hat sich Mühe gegeben, den Leuten zu vermitteln, was das war. Nicht mehr und nicht weniger würde ich mir für Berlin wünschen. Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass Malakhov tendenziell als Intendant für diese Stadt besser geeignet ist, als ein Intendant wie John Neumeier, der immer vor allem seine eigenen Sachen - so gut die auch sein mögen - auf die Bühne bringt. Also vielen Dank noch mal an die Vertreter der Presse, die so fleissig an Malakhovs Absetzung gearbeitet haben. Jetzt haben wir den Salat.
Aber das Staatsballett als One Man Show, wie das Hamburger Ballett, wird, glaube ich, nicht funktionieren. Wenn ich mich irre: umso besser.
Aber hätte Berlin ballettmäßig nicht eine etwas rosigere Zukunftsperspektive verdient? Müssen wir jetzt wirklich nach Karlsruhe, Wiesbaden oder Düsseldorf fahren, um interessantes Ballett zu sehen?

zuletzt geändert von argusschlaeft, 30.09.2015 02:30:04

Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Mascha, 09.10.2015 08:33:58

Noch mehr Gäste in Onegin
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 09.10.2015 20:16:58

Hi Mascha, warst du gestern abend in der Vorstellung? Die Solistin vom Stuttgarter Ballett, die gestern die Tatjana tanzte, hat ihre Sache sehr gut gemacht. Von Mimik und Gestik her kommt sie Nadja Saidakova sehr nahe, allerdings - Nadja ist und bleibt natürlich unerreicht!
Ja, leider immer wieder und reichlich Gastsolisten. So gut die auch sein mögen, ich kann nur aufgrund von Gesprächen gestern in den Pausen wohl sagen, dass ich nicht die einzige bin, die den alten Zeiten unter Vl. Malakhov nachtrauert. Da hatten wir Erste Solisten in Hülle und Fülle - und zwar welche mit Charisma, welche die richtig gut waren! Da konnte eine dreifache sehr gute Besetzung für diese Klassiker wie "Onegin" aufgeboten werden.
Und jetzt? Wie du es schreibst, immer wieder Gäste.
Wenn eine Compagnie nicht einmal eine einzige Besetzung für ein Stück - für die Solorollen - zustandebringt, dann ist das der Beginn des Niederganges der Ballettcompagnie.
"Dank" an N.D. für sein entsprechendes Wirken in Berlin.
.
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(Francesco Petrarca)
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

BerlinBerlin, 10.10.2015 12:46:08

Leider war die Vorstellung Onegin am Donnerstag auch nicht so besucht, wie man das erwartet. Bei Dornröschen am Freitag ähnliche Situation. Woran liegt das? Bleibt jetzt das "klassische" Pubilikum weg?

Malakhov war in den letzten Jahren vielen nicht mehr gut genug - Traviata, von Dir gab`s da auch reichlich Schelte.
Aber er hat für das hohe Niveau gesorgt und er hat die Tänzerfamilie beim Staatsballett zusammengehalten. Und er war immer präsent, für seine Tänzer da, hat sich die Vorstellungen angeschaut. Ist das bei Duato auch so?

Jetzt hat man ja das Gefühlt, die Compagnie zerbröselt so langsam, und zwar von der Spitze an. Die Solisten, die noch tanzen, sind viel unterwegs.
Man fragt sich auch, warum Besetzungen erst so spät bekannt gegeben werden (ist das der Grund für die mangelnde Auslastung?).

Muss man nicht die Frage stellen, wer ist dafür verantwortlich? Wer hat dafür gesorgt, dass Malakhov gehen musste und Duato kam?
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 10.10.2015 14:29:27

Ja, ich habe auch zum Ende hin immer wieder über Malakhov "gemeckert". Aber eigentlich nur, weil er unbedingt immer noch selber auf der Bühne stehen und tanzen wollte. Was ihm leider nach den Maläsen mit den Knien und den Operationen nicht mehr so gut gelang. Neue Stücke wurden von ihm so choreographiert und eingerichtet, dass für den männlichen Solisten (= natürlich er) nur ein sehr vereinfachter Part übrig blieb. Das war es! Aber V.M. hat doch dafür gesorgt, dass hervorragende Solisten im Ensemble waren. Die jetzt nahezu alle alle weg sind. Z.T. haben sie die Flucht ergriffen, als bekannt wurde, WER der neue Ballettintendant sein würde, z.T. wurden sie herausgemobbt (siehe Rainer Krenstetter).

Und ja, das "klassische" Publikum bleibt so langsam weg. Das weiß ich von vielen, die gleich mir über zehn Jahre lang treue Stammgäste fast aller Ballettaufführungen waren. Die allerdings auch am Donnerstag in der Vorstellung waren! Aber dann fängt es schon an. Gleich mir haben viele andere auch das Nacho-Duato-Dornröschen zwar ein, zweimal gesehen. Aber das reicht dann. Da geht von uns keiner mehr hin, denn wenn ich Revuetanz sehen will (und etwas anderes hat N.D. nicht zustande gebracht) dann gehe ich doch lieber gleich in den Friedrichstadtpalast.

Und diese anderen "Werke" von N.D. - z.B. Castrati oder Herrumbre - das sind doch elende Stücke, die sich nur um Tod, Blut, Leiden, Folter und ähnliches drehen. Die wollen die meisten Ballettfans doch gar nicht sehen.
Also - kein Wunder, wenn nicht einmal eine Premiere ausverkauft ist.
.



zuletzt geändert von Traviata, 10.10.2015 16:44:00


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(Francesco Petrarca)
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Mascha, 11.10.2015 09:45:04

Hallo Traviata,
nein war leider nicht in der Onegin-Vorstellung, ich wohne nicht so nahe an Berlin. War bestimmt schön!

Malakhov wurde damals genau aus dem Grund nach Berlin geholt, damit er selbst auf der Bühne steht und seinen Starruhm verbreitet!! Hat auch einige Jahre bestens funktioniert, dass er außerdem viele exzellente Ballerinen geholt hat (und unter anderem Semionova entdeckt!), zeichnete ihn als guten Direktor aus. Verjagt hat ihn hauptsächlich eine ungeduldige, gehässige Presse - FAZ und Berliner Zeitung waren ganz vorne dabei. Schlimmer aber waren wahrscheinlich die ahnungslosen Kulturpolitiker, die eher auf ein paar Presseartikel hören als sich selbst ein Bild zu machen. Fr. Theobald ist sicher auch nicht unschuldig. Malakhov war ein guter Direktor, der einzig den Fehler gemacht hat, zu lange selbst zu tanzen. Ob man dem Berliner Publikum wirklich eine allmähliche Hinwendung zum moderneren Ballett aufdrücken kann, was ein Hauptgrund für die Kritik in der Presse war, das wage ich angesichts der Äußerungen hier im Forum langsam zu bezweifeln. Kein Wunder, dass auch Malakhov daran gescheitert ist, obwohl er es immer wieder versucht hat. Die Frage ist, was daraus folgert: will Berlin wirklich eine rein klassische Kompanie, gibt es Interesse für die gemäßigte Moderne wie Van Manen und Kylian, oder kann man ab und zu sogar eine Uraufführung wagen? Ist diese Stadt wirklich gespalten zwischen Klassik und zeitgenössischer Moderne à la Waltz und HAU, gibt es nichts dazwischen?

Den Direktor möchte ich sehen, der das alles wieder ins Lot bringt, das wird wirklich spannend.
Re: Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 11.10.2015 19:24:56

Mascha wrote:
Hallo Traviata,
1. nein war leider nicht in der Onegin-Vorstellung, ich wohne nicht so nahe an Berlin. War bestimmt schön!


2. Den Direktor möchte ich sehen, der das alles wieder ins Lot bringt, das wird wirklich spannend.

Zu 1.
Ja, schade. Du hast etwas versäumt. Die Gastsolistin aus Stuttgart hat es sehr schön gemacht, und gestern abend noch einmal. Da gab es Onegin noch einmal, wieder mit derselben Besetzung wie am Donnerstag. Und ich kann sagen, dass es gestern noch viel schöner war! Es war schlicht gesagt ergreifend.
Das einzige, was mich traurig stimmt, das ist die Tatsache, dass es derzeit offenbar nicht möglich ist, die Tatjana und teilweise auch Onegin mit eigenem Personal zu besetzen! Mögen die Gaststars noch so gut sein, es wäre noch schöner, wenn wir in Berlin mal wieder eigene ebenso gute Leute hätten. Bei Malakhov war das der Fall!

Zu 2.
Ja, das wird schwer werden für den Nachfolger von N. Duato.
Denn - dass DER (N.D.) das schafft, das glaubt ja wohl kein Mensch. N.D. wirtschaftet das Staatsballett herunter und wird die Ruinen dann dem Nachfolger überlassen.
.
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(Francesco Petrarca)
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Tanzkritik, 02.12.2015 19:05:10

Traviata wrote:
Hier ist ein aufschlussreicher Artikel von Manuel Brug aus der "WELT":

Wie lange tut sich Berlin diesen Chef noch an?

Trifft genau meine Meinung!
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Dazu gibt es inzwischen eine Gegenrede der Frau Gisela Sonnenburg, die seit einigen Monaten die website Ballett-Journal veröffentlicht. Sie greift Herrn Brug persönlich heftig an und vergreift sich, was sie H Brug vorwirft, selbst so im Stil, daß man ihrem Artikel nicht mehr folgen möchte.
Es erscheint fraglich, ob Herr Brug in seinem vorstehend verlinkten Beitrag u.a. vertreten wollte, daß es eine Art "Reign of the SpiderWoman" (bzw. der stellv. Intendantin) gibt, das zur Manifestation der eigenen Position mittels "Strippenziehen" entweder einen scheuen Tänzer oder einen müden Choreographen in's Ballettdirektorenamt manövrieren kann und so eine empfundene künstlerische Malaise des Staatsballetts perpetuiert. Aber da müßten ja erstmal die entscheidenden Funktionäre im Senat und der Opernstiftung mitmachen. Das wäre doch ziemlich konstruiert! Daß eine auftrittsstarke und auftrittsfreudige Intendantin sich nicht selber abschaffen wird, ist doch nur menschlich und zu erwarten aber noch kein Verhängnis. Aber vielleicht hat Herr Brug das ja auch ganz anders gemeint.
Re: Zukunft des SBB - mit oder ohne Duato? #

Traviata, 02.12.2015 21:00:41

Natürlich hatte ich den Beitrag der Frau Sonnenburg auch gelesen (kann man ja wohl immer noch in ihrem Online-Ballett-Journal). Es erübrigt sich allerdings, darüber viele Worte zu verlieren. Das, was sie Herrn Brug vorwirft - dieses "persönlich werden" - das tut sie selber auch. Sie wird sogar sehr persönlich, recht ätzend!

Das, was der Herr Brug geschrieben hat, das ist im Gegensatz dazu nicht nur auch meine Meinung, sondern es ist die herrschende Meinung unter den Ballettfreunden und den mir bekannten Mitgliedern des Fördervereins vom SBB in Berlin.
.

zuletzt geändert von Traviata, 02.12.2015 21:01:43


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