Der Spielplan 2011/2012 #

Angela Reinhardt, 29.03.2011 16:02:48

Pressemitteilung des Staatsballetts:

Vier Premieren, darunter zwei Uraufführungen, erweitern das vielfältige Repertoire des Staatsballetts Berlin

Auf der Jahrespressekonferenz des Staatsballetts Berlin gaben Intendant Vladimir Malakhov, Geschäftsführer Georg Vierthaler und die Stellvertretende Intendantin Dr. Christiane Theobald heute das Programm für die Spielzeit 2011|2012 bekannt. Insgesamt 94 Ballettvorstellungen zeigt das Staatsballett auf den Bühnen der Stiftung Oper in Berlin. Vier Premieren, davon zwei Uraufführungen, sind die Höhepunkte einer stilistisch außergewöhnlich breit gefächerten Saison.

Vladimir Malakhov freut sich auf eine starke Spielzeit: „In der kommenden Saison erhält meine Kompanie die Möglichkeit, Werke von sechs großartigen Choreografen zu tanzen: Heinz Spoerli, John Cranko, Nacho Duato, William Forsythe, Marco Goecke und Itzik Gallili sind die Namen hinter den vier Premieren in 2011|2012. Unser Repertoire wird dadurch nicht nur um zwei wunderbare Handlungsballette ergänzt, wir wagen auch wieder Neues!“

Die BALLETT-GALA ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG am 28. September 2011 bildet den Auftakt zur ersten Spielzeit; die das Staatsballett Berlin von seinem neuen Standort aus, der Deutschen Oper Berlin, lenkt.
Hier feiert die Kompanie auch ihre erste Premiere der Saison: PEER GYNT von Heinz Spoerli. 2007 am Opernhaus Zürich uraufgeführt, wird der Choreograf sein Ballett selbst neu mit dem Staatsballett Berlin erarbeiten. Doch nicht nur diese große Produktion ergänzt das Repertoire auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin. Am 9. Februar 2012 wird ROMEO UND JULIA von John Cranko zum ersten Mal in Berlin gezeigt. Diese mit Spannung erwartete Premiere einer der meistgespielten Adaptionen für den Tanz von William Shakespeares Drama ist zugleich eine Herausforderung für die Tänzerinnen und Tänzer als auch ein weiterer Höhepunkt für Liebhaber des Handlungsballetts.
Im Kontrast dazu bringt das Staatsballett am 27. April 2012 einen mehrteiligen Ballettabend auf die Bühne der Staatsoper im Schiller Theater: DUATO | FORSYTHE | GOECKE. Nacho Duato und William Forsythe zählen zu den bedeutendsten Choreografen unserer Zeit und steuern mit „Arcangelo“ und „Herman Schmerman“ moderne Meisterwerke zu dieser Premiere bei. Marco Goecke wird erstmals für das Ensemble des Staatsballetts Berlin eine Uraufführung entwickeln.

In der Komischen Oper Berlin wird es nach Giorgio Madias gefeiertem Tanzstück „OZ – The Wonderful Wizard“, das im Spielplan verbleibt, wieder eine Uraufführung des Staatsballetts Berlin geben: Itzik Galili, der ehemalige Leiter der Dansgroep Amsterdam, kreiert mit THE FAMILIAR STRANGER (Arbeitstitel) erstmals eine abendfüllende Choreografie für das Staatsballett Berlin. Dieses Experiment ist nicht nur die Fortsetzung von Galilis erfolgreichem Gastspiel „The Sofa“ bei der Eröffnungsgala des Staatsballetts in 2009, Vladimir Malakhov möchte „[…] neben den beliebten Klassikern vor allem auch Mut zeigen und das Repertoire des Staatsballetts in verschiedene Stilrichtungen ausbalancieren“.

Für die Liebhaber des klassischen Balletts hält der Spielplan wieder LA ESMERALDA, LA PERI, ONEGIN und SCHWANENSEE bereit. „Hier haben wir durch eine große Anzahl an Vorstellungen endlich auch die Möglichkeit, viele verschiedene Besetzungen zu zeigen und zahlreichen Publikumswünschen nachzukommen und Fans des Handlungsballetts anzusprechen“, so Malakhov. Die Neoklassik und die Moderne werden durch Produktionen wie CARAVAGGIO, SYMPHONY OF SORROWFUL SONGS und SCHNEEWITTCHEN, dem Leitsatz des Staatsballett Berlin „die Tradition bewahren, die Gegenwart sichtbar machen und die Zukunft fördern“ folgend, repräsentiert.

Im Hinblick auf die finanzielle Situation des Staatsballetts berichtete Georg Vierthaler, Geschäftsführer des Staatsballetts Berlin, von einem erfolgreichen Jahr 2010 trotz Interimsspielstätte. Die Einnahmen durch den Kartenverkauf betrugen 3,7 Millionen Euro. „Der Umzug der Staatsoper ins Schiller Theater brachte auch für das Staatsballett Berlin eine reduzierte Vorstellungszahl mit sich. Dennoch hat das Publikum dem Staatsballett die Treue gehalten und es konnten mit rund 120.000 Zuschauern fast genauso viele Besucher gezählt werden wie im Vorjahr. Die Platzausnutzung lag wie im Vorjahr bei knapp 83 %.“

Die Stellvertretende Intendantin und Betriebsdirektorin des Staatsballetts Berlin, Dr. Christiane Theobald, präsentierte die Kooperationen und Veranstaltungen abseits der drei Opernbühnen. So zeigt Tanz ist KLASSE! e.V., das Education-Programm des Staatsballetts Berlin, seine beliebte Produktion MÄRCHENBALLETT AB 4 erstmals im Theater an der Parkaue. Dort tanzen Tänzer des Staatsballetts gleich zehn Vorstellungen von DORNRÖSCHEN. Außerdem wird das Staatsballett Berlin zwei Gastspiele im Brandenburger Theater in Brandenburg an der Havel geben. Dort tanzt das Ensemble eine von Vladimir Malakhov zusammengestellte Ballett-Gala.

Darüber hinaus veranstaltet das Staatsballett zum vierten Mal den INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN. In dieser Ballettwoche vom 16. bis 22. April 2012 geht es schwerpunktmäßig um die Aus- und Weiterbildung im Tanz. „Im Zusammenhang mit diesem wichtigen Thema spielt die Qualitätssicherung der Ausbildung und die Wissensvermittlung im Rahmen von kultureller Bildung eine entscheidende Rolle. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft, von der am Ende auch unser Publikum profitieren soll, liegt mir dabei besonders am Herzen.“ Zu Gast beim IV. INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN ist das Ensemble von Boris Eifman, dessen Erfolgsballette ANNA KARENINA und ONEGIN erstmals in Berlin zu sehen sind.

Ein Novum im Programm des Staatsballetts stellt das Konzept der Ballett-Universität dar. „In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bewegungsforschung am Institut für Tanzwissenschaft der FU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, werden wir unsere Reihe ‚Apropos Ballett‘ weiterentwickeln. Neben Einführungen vor jeder Vorstellung werden wir in Kooperation Seminare und Vorträge anbieten, die sich sowohl an interessierte Zuschauer wie auch an die Studenten der Tanzwissenschaft richten und somit die akademische Tanzwissenschaft und die Praxis des Staatsballetts Berlin verknüpfen,“ so Dr. Theobald.

Der Verein der Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin stärkt der Kompanie weiterhin den Rücken. So finanzierte er neben der Plakatwerbung z.B. eine „Kinesis-Wand“ welche den Tänzerinnen und Tänzern ab sofort für ein ergänzendes Training zur Verfügung steht und der Prävention dienen soll. Allen Mitgliedern, gilt ein besonderer Dank.

Das Staatsballett Berlin dankt seinem Hauptsponsor, der Weberbank Actiengesellschaft, die das Ensemble weiterhin und partnerschaftlich unterstützt und auch zur Ausstattung der neuen Büroräume des Staatsballetts Berlin beigetragen hat.



 

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