Großartige Madoka Sugai als Kitri in Don Quixote, Hamburg Ballett, 19.01.2019 

Ralf Reck, 20.01.2019 00:59:58

Was für ein Ballettabend, so etwas erlebt man selten, solch eine auf gleichbleibend hohem Niveau vom ganzen Ensemble dargebotene Vorstellung mit einer phantastischen Kitri. Was die 24jährige Japanerin Madoka Sugai als Kitri leisten muss und ohne Ermüdung, mit unglaublicher Körperspannung, immer standsicher, ermüdungsfrei sowie mit Liebreiz und Anmut gepaart leistet, ist einfach phantastisch. Wie sicher liegt sie, von ihrem kongenialen Partner Alexandr Trusch (Basil) auf nach oben gestreckter Hand gehalten, bei den Figuren im ersten Akt, wie sicher hält sie die Standfiguren im dritten Akt und wie beeindruckend sind ihre Fouettés im Hochzeits-Pas de deux oder überhaupt ihre zahlreichen Sprünge. Was vor allem auffällt, ist ihre Angstfreiheit, das völlige Vertrauen, wenn sie sich Trusch in die Arme wirft oder von ihm gehalten wird. Nichts wirkt bei ihr schwer, alles ist leicht und sieht wie mühelos errungen aus; mehr kann man von einer Kitri kaum erwarten. Am Ende gab es großen, großen Jubel für das wunderbare Paar Sugai/Trusch.

Aber auch die anderen tanzten auf hohem Niveau wie Lucia Rios als Straßentänzerin und Matias Oberlin als Espada, viel Beifall gab es für Aleix Martinez nach seinem Zigeunertanz, auch für Nako Hiraki und Xue Lin als Freundinnen Kitris sowie für Yun-Su Park als Erste Brautjungfer. Anna Laudere war überzeugend als Dryadenkönigin und Mayo Arii tanzte einen glutvollen Amor. Daneben gab es ja auch noch Rollen, die eher der darstellenden Kunst als dem Tanz zuzuordnen waren wie die von Carsten Jung als würdevoller, aber auch dem Streit nicht aus dem Wege gehender Junker Don Quixote und von Konstantin Tselikov als heiratswütiger, wenngleich aus Kitris Sicht nicht heiratswürdiger reicher Bauer Gamache, von beiden erprobten Tänzern mit großer Spielfreude dargeboten. Kitris Vater Lorenzo war Dario Franconi und der im ersten Akt gewippte Sancho Pansa wurde von Nicolas Gläsmann dargeboten. Am Schluss flogen zahlreiche Blumengebinde auf die Bühne der Hamburgischen Staatsoper (geleitet hat das Philharmonische Staatsorchester Garrett Keast). Die schöne Ausstattung für diese Aufführung war übrigens von dem Wiener Staatsballett überlassen worden.

zuletzt geändert von Ralf Reck, 20.01.2019 01:11:08



 

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