Anna Konjetzky zusammen mit der Filmcrew (Terry Kohler + Anne und Marie Gryczka von Rue Nouvelle/Paris) beim Dreh zu 7 thoughts of dance

thoughts about dance

Die Freie Tanzszene München 1990 & 2022 auf der Kinoleinwand

München, 22/11/2022

Sneak into Munich’s Contemporary Dance Scene: Am 30. November um 18:30 Uhr präsentiert sich die Freie Tanzszene Münchens mit zwei Filmen (1990 und 2022) im Monopol Kino München.

Überzeugungstäterinnen sind sie, die Produzentinnen und Kuratorinnen Tina Meß und Simone Schulte-Aladag: „Die Münchner freie Tanzszene hat enormes Potential, ist vielfältig, arbeitet auf hohem künstlerischen Niveau und verfügt über individuelle künstlerische Handschriften. Und so haben in den letzten Jahren ihre Akteur*innen auch vermehrt überregionale und internationale Aufmerksamkeit erfahren.“ Nun haben die beiden, die seit 2014 die Informations- und Beratungsstelle TANZBÜRO MÜNCHEN leiten, sich zum Ziel gesetzt den zeitgenössischen Tanz und seine Protagonist*innen „auf die Bühne der Stadtgesellschaft“ zu heben. Also: Film drehen und den Tanz auf die große Leinwand bringen…

Das Ergebnis ist nun am 30. November um 18:30 Uhr im Münchner Monopol Kino zu sehen. „7 thoughts about dance“ lässt in sieben filmischen Kurzportraits die Münchner Choreograf*innen Anna Konjetzky, Ceren Oran, Diego Tortelli, Jasmine Ellis, Micha Purucker, Moritz Ostruschnjak und Stephan Herwig zu Wort kommen. Es sind Tanzschaffende unterschiedlicher Generationen und Provenienz, die alle über eine unverwechselbare ästhetische Handschrift verfügen und in „7 thoughts about dance“ neben kurzen Ausschnitten aus ihren Stücken Einblick geben in ihre Arbeitsmethoden und choreografischen Denkweisen. "Bei der Erarbeitung der Künstlerportraits war mir der wortwörtliche Portraitgedanke am wichtigsten, also den Kopf, die Person hinter der Kunst zu zeigen. Denn suchen wir nicht immer die Person hinter der Kunst, da es diese ist, mit der wir in Austausch gehen wollen – die Kunst dient nur als Interface." (Miria Wurm, Creative Producerin)

Der Blick aufs Jetzt wird ergänzt durch den Dokumentarfilm „Freie Szene: Tanztheater“ des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahr 1990. In Interviews, Proben- und Aufführungsausschnitten werden die damaligen Protagonist*innen und Initiativen der Freien Tanzszene porträtiert, die diese bis heute auf vielfältige Weise bestimmen. So ist u.a. – gewissermaßen als Klammer zum Film von 2022 – der junge Micha Purucker bei den Proben zu seiner damaligen Produktion „Darwin Waltzes“ zu sehen. Aber auch die Grande Dame des zeitgenössischen Tanzes Jessica Iwanson, die die bis heute in München bestehende Tanzschule Iwanson International begründete sowie Birgitta Trommler, die heute u.a. in ihrem Festival HIER=JETZT den Münchner Tanznachwuchs fördert, lassen sich bei Aufführungen über die Schulter schauen. Und auch die Kulturpolitik von einst kommt zu Wort.

Eröffnet wird das Kinoevent von der 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, die auf das heutige Verhältnis von Stadt und Tanz, Freier Szene und Kulturpolitik eingeht. Und danach Gespräche mit den Akteur*innen der Freien Tanzszene von 1990 und 2022 bei einem Glas Prosecco. Die Gelegenheit also die Freie Tanzszene und ihre Protagonist*innen besser – oder zum ersten Mal – kennen zu lernen.

 

FACTS

30. November / 18:30 / Monopol Kino München

In der Reihe MittDOKs-Delikatessen

thoughts about dance – Freie Tanzszene München 1990 & 2022

Tickets: 10,50 / erm. 8,50

VVK: www.monopol-kino.de/de/mittdoks-delikatessen

Mehr zum Tanzbüro München: www.tanzbueromuenchen.de

Das Projekt wird unterstützt durch BUERO RITTER / TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULUTUR. Hilfsprogramm Tanz. TANZBÜRO MÜNCHEN wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.