Lucia Kickham „SOLO-ing“

side.kicks 2022

Von 24. – 26. November im Münchner schwere reiter: 4 Produktionen / 3 Tage / 2 Workshops / 1 Talk 

München, 21/11/2022

Tanztendenz München e.V., der bundesweit erste Zusammenschluss von Choreograf*innen, feiert 2022 sein 35-jähriges Bestehen mit den hauseigenen Formaten. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Jubiläumsjahres ist im November mit dem Festival side.kicks; hier präsentieren vier (inter)nationale Gäste des Vereins ihre aktuellen Produktionen, begleitet von einem Talk und zwei Workshops. Das Format side.kicks wurde 2013 ins Leben gerufen und präsentiert seitdem im schwere reiter Werke von Choreograf*innen aus den (inter)nationalen Netzwerken von Tanztendenz München; kein reines Gastspielfortmat, sondern in der Regel Abschlusspunkt eines längeren, gemeinsamen Prozesses. „Als Tanztendenz wollten wir für das schwere reiter spezifische Formate entwickeln, die unsere Herangehensweise an Tanz in gewisser Weise abbilden. Formate, die außerhalb der üblichen Erwägungen von Tanzprogrammationen stehen und mehr auf Prozesshaftigkeit und Methoden setzen. Das ist – denke ich – das, was man generell im schwere reiter für den Tanz hochhalten muss: Wir sollten nicht alles so machen, wie alle anderen, sondern eine eigene Qualität entwickeln.“ (Micha Purucker, Choreograf und Vorstand der Tanztendenz) Und so setzt side.kicks nicht auf bereits allseits bekannte Namen, sondern lädt das Münchner Publikum ein Produktionen bzw. Künstler*innen kennenzulernen, die zuvor schon Verbindungen mit Tanztendenz München e.V. hatten. 2022 werden so Jonas Frey aus Mannheim, die junge Nürnberger Choreografin Eva Borrmann sowie die Irin Lucia Kickham präsentiert, die alle in diesem Jahr Residezgäste des Tanztendenz München e.V. waren. Eine Carte blanche für die Entsendung einer Produktion ging an den Partner von Tanztendenz München e.V. das Grand Studio Brüssel.

 

DIE PRODUKTIONEN im schwere reiter

DO 24. November, 19:00: Lucia Kickham „SOLO-ing“ + Benoît Nieto Duran:Protéiforme”

side.kicks startet mit einem internationalen Double-Feature, das Kooperationen mit den Partnern Tipperary Dance Irland und Grand Studio Brüssel zeigt. Das Trio „SOLO-ing“ der in Dublin lebenden Lucia Kickham, 2020 mit dem Next Generation Award des Arts Council of Ireland ausgezeichnet, ist eine Übung in ‚powerful softness‘ und erforscht, wie unterschiedliche Sensibilitäten nebeneinander bestehen, sich überschneiden, widersprechen oder sich gegenseitig stützen können. Die zweite Produktion ist ein Solo von Benoît Nieto Duran, der bereits als Teenager professioneller Breaker war und den Preis als „Bester belgischer B-Boy des Jahres 2011" gewann, bevor er sich dem zeitgenössischen Tanz zuwandte. In seiner ersten Choreografiearbeit „Protéiforme“ dekonstruiert er die Gestik des Breakdance und begibt sich auf die Suche nach neuen körperlichen Ausdrucksformen.

 

FR 25. November, 20:30: Jonas Frey „deciphered“

Auch der Tänzer und Choreograf Jonas Frey kommt ursprünglich aus der Breaker und Hip Hop-Szene und war als B-Boy in verschiedenen Crews aktiv. Seine Arbeiten bewegen sich so auch im Raum zwischen urbanem und zeitgenössischem Tanz, den er stets neu verhandelt. Sein neues Werk „deciphered“ für vier Tänzer:innen hat als Ausgangspunkt den ‚Cipher‘, ein Format des urbanen Tanzes: Ein Kreis, in dem man in einen tänzerischen Dialog tritt, Frage und Antwort performt und sich gegenseitig sein Können zeigt. In deciphered“ wird dieser Raum dekonstruiert, neu definiert und verschoben. „deciphered“ wird als Vorpremiere präsentiert, die Premiere findet zwei Wochen später im Mannheimer EinTanzHaus statt.

 

SA 26. November, 19:00: PLAN MEE/Eva Borrmann “Un Amor oder Die Erfindung meiner Mutter“

In der Solo-Performance „Un Amor oder Die Erfindung meiner Mutter“ nähert sich die junge Nürnberger Choreografin Eva Borrmann schonungslos und sehnsüchtig ihrer Flamenco-tanzenden Mutter an. Via Tanz und Text wird ein vergangenes Wochenende im Familienkreis konstruiert, das bis heute nachhallt. Eine Liebeserklärung an die eigene Biografie, eine Frage nach einem Frauenbild, das seine gegenwärtige Position sucht – ein Kampf zwischen Nostalgie und Gegenwart.

DER TALK im schwere reiter Studio

 

FR 25. November 18:00 – 20:00:  side talk(s) – Reden (wir) über Tanz!

Expert*innen aus Politik und Kunst spreche – ausgehend von der Analyse und den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie des BLZT zum zukünftigen Münchner Tanzhaus – über künstlerische Arbeitsweisen und -bedingungen, über Förderstrukturen, über Fehlendes, über künstlerische und strukturelle Allianzen. Es moderiert Julia Opitz, der Eintritt ist frei

WORKSHOPS im Lindwurmhof:

 

Zu side.kicks finden für Professionals und Fortgeschrittene zwei Workshops von Lucia Kickham (19.11.) und Jonas Frey (21.11.) in den Studios der Tanztendenz statt. (Info: www.tanztendenz.de)

 

ORT Produktionen & Talk   schwere reiter / Dachauer Straße 114a / 80636 München 

TICKETS Produktionen   17,- / 10,- erm. // VVK: www.schwerereiter.de 

3-Tages-Ticket für alle Produktionen: 35,00 / erm. 20,00 

Reservierung 3-Tages-Ticket über reservierung@tanztendenz.de

TICKETS Talk   Eintritt frei // Reservierung: www.schwerereiter.de