VORANKÜNDIGUNGEN



München

LINES & SIGNS

Die TANZWERKSTATT EUROPA in München wird 30!



Joint Adventures präsentiert in der Jubiläumsausgabe vom 21. Juli – 6. August 2021 Workshops & Performances


  • "Traces" von Wim Vandekeybus, Ultima Vez Foto © Danny Willems
  • "Yesternow" von Moritz Ostruschnjak Foto © Franziska Strauss
  • "Flush" von Sheena McGrandles Foto © Michiel Keuper
  • "Wolfgang bitte" von Rui Horta Foto © Wonge Bergman
  • "Isadora Duncan" von Jérôme Bel Foto © RB Jérôme Bel

Die TANZWERKSTATT EUROPA hat Geburtstag! Seit 30 Jahren setzt sie als international bekanntes Festival mit Werkstattcharakter künstlerische Markierungen, leistet wichtige Aufbauarbeit für internationale und lokale Künstler*innen und ist in ihrer Kombination von Vorstellungen, diskursivem Begleitprogramm und einem breit gefächerten Workshop-Programm für Profi-Tänzer*innen und Amateure im süddeutschen Raum einzigartig.

Das Festivalprogramm der TANZWERKSTATT EUROPA erstreckt sich diesen Sommer über drei Wochen – vom 21. Juli bis 6. August – und damit eine ganze Woche länger als üblich, um die vergangenen drei Jahrzehnte gebührend zu feiern und zugleich (künstlerische) Statements für die Zukunft zu setzen. Das Vorstellungsprogramm findet in diesem Kontext erstmals in Zusammenarbeit mit dem Gärtnerplatztheater, dem Gasteig und den Münchner Kammerspielen statt.

Auf dem Programm stehen 10 Produktionen (inter-)nationaler Künstler*innen:
Renommierte Wegbegleiter*innen wie Thomas Hauert, Rui Horta und Micha Purucker zeigen mit „Re.Visited – 3 Works On Mozart“ Neuinterpretationen von Stücken aus dem TWE-Geburtsjahr 1991. Wim Vandekeybus wagt in „Traces“ ebenfalls den Blick zurück nach vorne und folgt den Spuren, die er als Ausnahme-Choreograf mit seiner Kompanie Ultima Vez hinterlassen hat: das Drama der Triebe und Instinkte, das Spiel der Energien und Intensitäten. Jérôme Bel nimmt mit „Isadora Duncan“, getanzt von Elisabeth Schwartz, Duncans autobiografisches Werk „Ma Vie“ als Ausgangspunkt für eine tänzerische Reaktivierung der Figur einer visionären Choreografin, die durch ihre große Freiheit des Ausdrucks, ihre Spontaneität und Natürlichkeit in der Bewegung die Grundlagen des modernen Tanzes schuf – die Wurzeln des zeitgenössischen Tanzes.
Zu den Wegbegleiter*innen gesellen sich junge Künstler*innen und Choreograf*innen mit aktuellen Produktionen, wie Moritz Ostruschnjak und „YESTER:NOW“ – ein hochaktuelles Stück, das sich mitten in das Tohuwabohu des aktuellen Ausnahmezustands hinein begibt und einen Wirbel von heterogenen Bewegungen, Bildern, Parolen und Sounds erzeugt. Sheena McGrandles beschäftigt sich in ihrer neusten Arbeit „Flush“ mit radikaler Zeitlichkeit als Mittel zur detaillierten Erforschung und Überzeichnung von Bewegung.
In einem Double Bill sind die ägyptische Choreografin Salma Salem und die französisch-tunesische Künstlerin Synda Jebali zu entdecken: Salem erforscht in ihrem Solo „Anchoring“ den Körper als Subjekt politischer Macht. Jebalis Arbeit „À la recherche” konzentriert sich auf den Körper als „Denkwerkzeug“. Ebenfalls zum ersten Mal in München gastiert die französisch-portugiesische Choreografin Flora Détraz mit ihrer Arbeit „Muyte Maker“, die an die mittelalterlichen Bildwelten eines Hieronymus Bosch erinnern und den entfesselten (weiblichen) Körper feiert. Vorstellungsprogramm und VVK

Für alle, die Lust haben, selbst zu tanzen, unterrichten internationale Tänzer*innen, Choreograf*innen und Dozent*innen auch in diesem Sommer wieder ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Workshop-Programm. Es werden Kurse in verschiedenen zeitgenössischen Tanz- und Improvisationstechniken angeboten – vom absoluten Anfänger bis zum Profi-Tänzer*in ist für alle, die sich für zeitgenössischen Tanz begeistern, etwas geboten.
Neu dabei sind in diesem Jubiläumssommer u.a. Luke Jessop, früherer Ultima Vez-Tänzer, Jurij Konjar, die ehemalige Crystal Pite Tänzerin Sandra Marín Garcia oder die gehörlose Tänzerin Kassandra Wedel mit Workshops für Amateure und/oder Profis.
Für professionelle Tänzer*innen und Performer*innen geben die Choreograf*innen Louise Vanneste und Omar Rajeh choreografische Labs.
Jess Curtis unterrichtet zusammen mit dem blinden Kunstkritiker Gerald Pirner einen Intensiv-Kurs in Audiodeskription. Dieser Workshop wird ergänzt um ein Practical Training, in dessen Rahmen die Teilnehmer*innen eine Vorstellung der TANZWERKSTATT EUROPA mit ausgebildeten Audiodeskribierer*innen live begleiten.
Ein weiteres „Special“ dieses Jahr: Der französische Choreograf Jérôme Bel wird gemeinsam mit der Tänzerin und Dozentin Elisabeth Schwartz eine eintägige Masterclass über Isadora Duncan, die Pionierin des Modern Dance, geben.
Weitere Workshopdozent*innen: Esther Balfe, Veronica Fischer, Stephan Herwig, Sasha Krausneker, Vangelis Legakis, Chiang-Mei Wang, Virginie Roy, Jakub Zeman
Workshop-Übersicht & Anmeldung

Gemeinsam mit dem Vorstellungsprogramm startet am 21. Juli zudem die zweite Ausgabe des Tanzakademie-Camps SOLID GROUND – CHALLENGING SPACE. In Lectures, choreografischen Labs und Workshops treffen Studierende ausgewählter Ausbildungsinstitute aus ganz Europa auf (inter-)nationale Spezialist*innen aus den verschiedenen Arbeitsrealitäten im Bereich des zeitgenössischen Tanzes und der Performance, wie Pia Krämer, Joe Moran, Mani Obeya, Joana Tischkau, Walter Heun, Ian Kaler. Walter Heun, Julia Asperska, Klaus Ludwig, Virginie Roy und Jurij Konjar.
Die Teilnehmer*innen des Camps lernen künstlerische Szenen, aktuelle Entwicklungen, internationale Produktionszusammenhänge, Fördermöglichkeiten, aber auch die Grundlagen der Produktionsplanung und Gastspielorganisation kennen. Die Universität der Künste Amsterdam, die Folkwang Universität Essen, die Hochschule für Musik und Tanz Köln, das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin, die Iwanson School for Contemporary Dance München, La Manufacture Lausanne, die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und die Salzburg Experimental Academy of Dance werden ihre Tanz- und Choreografie-student*innen zur Teilnahme an diesem Projekt entsenden.

Die Jubiläumsausgabe der TANZWERKSTATT EUROPA feiert den Tanz in all seinen Facetten, stellt aber auch die Frage, wie sich der Tanz nach über einem Jahr Pandemie und „Cultural Distancing“ verändert hat und Stellung bezieht zu Aspekten, die für unser Zusammenleben relevant sind. Der Jubiläumsabend “Against all Odds – ein SymPodium der Körper- und Denkbewegungen” ist zum einen ein Symposium und Podium mit Theoriebeiträgen, künstlerischen Interventionen und Performances; zugleich aber auch eine Feier der letzten drei Jahrzehnte TANZWERKSTATT EUROPA – mit Blick nach vorne: The future of the past is now!

Das komplette Programm findet sich hier.

Orte:
Carl-Orff-Saal & Philharmonie / Gasteig – Rosenheimer Straße 5, 81667 München
Therese-Giehse-Halle / Münchner Kammerspiele – Falkenbergstraße 1, 80539 München
Muffathalle – Zellstraße 4, 81667 München
Tanztendenz – Lindwurmstraße 88 (5.OG), 80337 München
HochX – Entenbachstraße 37, 81541 München
Schwere Reiter Tanz – Dachauer Straße 114, 80636 München
Iwanson Contemporary Dance – Adi-Maislinger-Strasse 12, 81373 München

Veröffentlicht am 17.07.2021, von Anzeige in Vorankündigungen

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