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ZUSAMMENARBEIT

Staatliche Ballett- und Artistikschule Berlin und Staatsballett Berlin schließen Kooperationsvertrag



Künftig werden die Bande zwischen den zwei wichtigen Berliner Institutionen enger geknüpft. Patenschaften, Trainingsmöglichkeiten und Fortbildungen sind nur einige Punkte, die der neue Kooperationsvertrag nennt.


  • „Pas de Quatre“ (Divertissement)von Anton Dolin - Yolanda Correa (l) , Ksenia Ovsyanick (m.v.) , Elisa Carrillo Cabrera (m.h.) & Iana Salenko (r) Foto © Dieter Hartwig

Die Staatliche Ballett- und Artistikschule Berlin und das Staatsballett Berlin haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser sieht vor, die Zusammenarbeit des Staatsballetts als professionelle Tanzkompanie mit der Ballettschule als Ausbildungsstätte für professionelle Bühnentänzerinnen und Bühnentänzer zu intensivieren.

Unter anderem wurden folgende Vereinbarungen getroffen:

1. Als Maßnahme zur Nachwuchsgewinnung nimmt die jeweilige Intendanz des Staatsballetts oder beauftragtes künstlerisches Leitungspersonal an den Abschlussprüfungen sowie nach Absprache an weiteren Lernerfolgskontrollen in der Ballettschule teil.

2. Die Ballettschule stellt dem Staatsballett Studios für Proben zur Verfügung. Die Raumüberlassung erfolgt im Einvernehmen mit der Schulleitung außerhalb der Unterrichtszeiten.

3. Das Staatsballett bietet im Einvernehmen mit der künstlerischen Leitung der Ballettschule Schülerinnen und Schülern des 8. und 9. Ausbildungsjahres die Möglichkeit der Teilnahme an Trainingseinheiten.

4. Zur Förderung des individuellen Erfahrungsaustauschs erhalten Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts die Möglichkeit, Lerngruppen der Ballettschule Patenschaften anzubieten.

5. Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts erhalten im Einvernehmen mit der künstlerischen Leitung der Ballettschule und nach Maßgabe freier Plätze die Möglichkeit, Fortbildungsangebote der Ballettschule zu nutzen. Die künstlerische Leitung der Ballettschule meldet dem Staatsballett freie Plätze.

6. Lehrkräfte des Fachbereiches Bühnentanz erhalten im Einvernehmen mit der Leitung des Staatsballetts und nach Maßgabe freier Plätze die Möglichkeit, Fortbildungsangebote des Staatsballetts zu nutzen. Die künstlerische Leitung des Staatsballetts meldet der Ballettschule freie Plätze.

7. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Bühnentanz der Ballettschule erhalten im Einvernehmen mit der Leitung des Staatsballetts die Möglichkeit, Haupt- und/oder Generalproben zu besuchen.

8. Das Staatsballett ermöglicht der Ballettschule nach Möglichkeit die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am Training mit ihren Gästen.

Die intensivierte Zusammenarbeit zeigt sich auch in Form eines halbjährlichen Treffens der Leitungen der Ballettschule und des Staatsballetts, mit Schwerpunkten auf der Evalution der aktuellen Kooperationen sowie der Verabredung und Planung neuer Maßnahmen.

Martina Räther, stellvertretende Schulleiterin: "An der Staatlichen Ballett- und Artistikschule Berlin werden junge Talente ab dem 5. Schuljahr aufgenommen, um dann in neun Jahren allgemeinbildende und berufsbildende Schulabschlüsse zu erreichen. Insbesondere aber absolvieren sie gleichzeitig eine neunjährige professionelle Ausbildung zur Bühnentänzerin oder zum Bühnentänzer oder zur Artistin und zum Artisten. Eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Staatsballett liegt nahe und soll für unsere Schülerinnen und Schüler ein Ausbildungsinhalt auf hohem Niveau werden. Mit dem Kooperationsvertrag ist die Grundlage geschaffen für einen kontinuierlichen Austausch – ein bereichernder Austausch über notwendige Veränderungen in der Ausbildung und in der Berufswelt des Bühnentanzes. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen."

Dr. Christiane Theobald, Kommissarische Intendantin: "Der erneuerte und erweiterte Kooperationsvertrag trägt einer engeren Verzahnung der Staatlichen Ballett- und Artistikschule und des Staatsballetts Berlin Rechnung. Die Ressourcen und Möglichkeiten beider Institute werden stärker miteinander verbunden. Transparenz und wertschätzendes Feedback sind jetzt nicht nur in der Zusammenarbeit der beiden Institutionen grundlegend, sondern auch im Hinblick auf die Auszubildenden unverzichtbar. Die Teilnahme eines Vertreters/einer Vertreterin des Staatsballetts Berlin bei Abschlussprüfungen deute ich als ein wichtiges Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung; ein regelmäßiger Austausch zwischen den Leitungen beider Einrichtungen sichert eine beständige Evaluierung. Der Anfang ist vielversprechend."

Veröffentlicht am 10.07.2021, von Pressetext in Homepage, News 2020/2021

Dieser Artikel wurde 1308 mal angesehen.



Kommentare zu "Zusammenarbeit"



    • Kommentar am 11.07.2021 09:39 von Mascha
      Meine Güte, ist das meiste davon nicht in Ballettakademien wie Hamburg oder Stuttgart ohnehin selbstverständlich? Sind das Staatsballett und die Staatliche Ballettschule wirklich so weit voneinander entfernt, dass man über den Besuch von Generalproben für die Schüler einen Vertrag schließen muss? Wow, ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist.
      • Kommentar am 11.07.2021 19:23 von Sabine
        Die Pressemitteilung stammt wohl aus dem Hause Scheeres und ist missverständlich, man braucht dazu nur nochmal aufmerksam lesen, was C. Theobald dazu sagt. Ich zitiere "Der erneuerte und erweiterte Kooperationsvertrag...". Es gab also schon einen, wie man weiß. Die Initiative eines Mentorings zwischen den professionellen Tänzern und den Schülern bzw. Absolventen ist auch nichts Neues, sondern stammt von Klaus Lederer (Senator für Kultur). Das hat er schon im Mai ins Leben gerufen und veröffentlicht. Da schmückt sich jemand mit fremden Federn, das hilft aber auch nicht mehr, denn was der Ballettschule aus dem Scheeres-Haus angetan wurde, werde ich nicht vergessen.

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