VORANKÜNDIGUNGEN



Köln

MOOVY - KÖLNER TANZFILMFESTIVAL 2021

5. Moovy - Kölner Tanzfilmfestival von Freitag, 23. Juli bis Sonntag, 25. Juli 2021



Choreografien für Leinwand und Virtuelle Realität


  • Tanzfilm Workshop mit Michael Maurissens

Filmvorführungen:
Ort: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln.
Freitag, den 23. Juli, 19 Uhr,
Samstag, den 24. Juli, 17 Uhr und 19 Uhr,
Sonntag, den 25. Juli, 17 Uhr und 19 Uhr.

Tanz XR (=Virtual und Augmented Reality)
Heinrich-Böll-Platz am Museum Ludwig
Café des Museum Ludwig.
Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln
täglich von 12 Uhr bis 18 Uhr durchgehend

Workshops für Tanzfilme und Virtual Reality
Deutschen Sporthochschule Köln
2. – 4. Juli 2021

Künstlerische Leitung: Ágota Harmati

Tanzfilme sind alles andere als nur zeitgenössischer Tanz auf Film. Tanzfilme sind eine intermediale
Mischform aus Tanz und Film, in deren Choreografie die Tänzer ebenso wie die Kamera mit
einbezogen werden. Aus der Synthese von Tanz und bewegtem Bild entstehen Filme, die in ihrer
zeitlichen und räumlichen Struktur auf der realen Bühne nicht möglich wären. Darüber hinaus
bewirken Montagetechnik, Animationstechnik und elektronische Bildbearbeitung, dass sich im
Videotanz nicht nur der Tänzer bewegt. Der ihn umgebende Raum wird ebenso in Bewegung versetzt
– sei es der Außenraum, der alltägliche Innenraum oder eine fiktiv erschaffene Welt.


Moovy tanzt in neue Wirklichkeiten: Highlights des Festivals sind Virtual Reality (VR) und
Augmented (AR) Produktionen


Die Besucher können bei einem AR-Event auf dem Heinrich-Böll-Platz über der Philharmonie (direkt
neben dem Museum Ludwig) ihr Handy auf Platz richten, um dann eine virtuelle Tanzperformance zu
sehen. Der ansonsten aus Lärmschutzgründen unbenutzbare Platz wird damit endlich belebt.
Dance Trail ist eine Augmented Reality App, die die Besucher zu einer selbst geführten Tanzreise
einlädt. Die Besucher laden die App auf Ihr Smartphone, um Tänzer an einem beliebigen Ort zu
positionieren – sie können diese auch filmen und teilen in sozialen Medien teilen. Die Besucher
können selbst surreale Tanzvorführungen auf der Straße freischalten, oder in Ihrer Nachbarschaft,
sogar in ihren Handflächen.

0AR (zero AR) ist eine Sammlung kurzer Tanzstücke von Sidi Larbi Cherkaoui und Akram Khan in
Augmented Reality. 0AR ist ein Gemeinschaftserlebnis: Die Zuschauer interagieren dank fünf
verbundener Geräte in Echtzeit miteinander.

Mit der Video-Tanz-Installation Rendez-Vous von Fabien Prioville verwandelt sich das Café im
Museum Ludwig in eine virtuelle Bühne: An einem festlich gedeckten Tisch bekommen die
Besucher*innen eine Brille aufgesetzt und tauchen in eine andere Realität ein: Sie sind mitten in und
damit auch Teil einer Choreografie und erleben so zugleich den Tanz ganz real im sie umgebenden
Raum.

In der Alten Feuerwache können Moovy-Fans, aber auch Familien die interaktiven Produktionen
kennenlernen, erleben und auch selbst mit beeinflussen. Ein Tanzerlebnis der ganz neuen und
eigenen Art. Einige Beispiele:

DUST versucht unsere Wahrnehmung von Körper, Raum und Zeit durch den Einsatz digitaler
Technologien neu zu erfinden und interagiert in Echtzeit. Inspiriert davon, dass fast jedes Element
auf der Erde im Herzen eines Sternenstaubs gebildet wurde, auch unser Körper - und vom Motiv der
undenkbaren Welt.

Women von Sascha Walz ist ein choreographisches Ritual, das eine Gruppe von Frauen gemeinsam
zelebriert. Erstmals arbeitet Sascha Waltz ausschließlich mit Tänzerinnen, die sich mit dem Publikum
in einem leeren Raum befinden, beide sind auf der gleichen Ebene und damit Teil eines
gemeinsamen Erlebnisses. Das Projekt um die imaginierte Erfindung von Ritualen verbindet er mit
alten religiösen Kultstätten, ist aber dennoch zeitgenössisch.

Mithilfe von Virtual Reality können die Zuschauer auch selbst zu Tänzern werden: In Sublimation
wird man interaktiv Teil einer Choreografie und lernt die einfachen und langsamen Bewegungen des
japanischen zeitgenössischen Tanzes namens "Butoh". Die Filmemacher Karolina Markiewicz und
Pascal Piron arbeiten dafür mit der japanischen Choreografin und Butoh-Künstlerin Yuko Kominami
zusammen.

Filme für die Leinwand: Ausgewählt aus 1.300 eingereichten Filmen zeigt Moovy 30 Tanzfilme an drei Abenden.


Hier eine Auswahl:

Die Kölner Choreographin Stephanie Thiersch eröffnet das Festival mit ihren filmischen Arbeiten.
Moovy zeigt sowohl ihren neuesten Film Insular Bodies (poetische Bilder einer Ökologie, die sich
utopischen Szenarien des Einklangs nähert) als auch mit Georgia (ein Streifzug durch surreale
Bilderwelten im nächtlichen Paris) einen ihrer ersten Filme. Gleichzeitig wird sie hiermit für ihre
jahrzehntelange Arbeit im Bereich Tanzfilm geehrt. Nach den Filmen gibt es auch ein
Publikumsgespräch mit Thiersch.

Der Kölner Choreograph Michael Maurissens zeigt in Mcheza Ngoma die Verhältnisse zwischen traditionellem und zeitgenössischem Tanz im ostafrikanischen Kontext. Gedreht im Rahmen des "Haba na Haba"-Festivals 2019, präsentiert der Film die Rolle und die Praxis des Tanzes in der tansanischen Gesellschaft.

International anerkannte Größen haben auch ihren festen Platz bei Moovy 2021. Yoann Bourgeois
hatten seinen abendfüllenden Film The great Ghosts mitgebracht, und der tschechische Choreograph
Jiří Kylián ist mit Car-men im Programm präsent.

Genauso ist das Festival aber auch ständig auf der Suche nach neuen, bisher weniger bekannten
Talenten: der Choreograph Joseph Gebrael aus Libanon (Houwa, Lucid Green) ist mit dem 2018 im
Libanon gedrehten HOUWA (ein Film über die Diskriminierung, die soziale Ungerechtigkeit und den
Rassismus, die wir in unserer modernen Gesellschaft erleben) ebenso vertreten und wie die
experimentelle Filmemacherin Chandni Srivastava (Here) aus Indien.

Workshops

Anmeldung: info@moovy-festival.com; die Teilnahme ist kostenfrei.
Insight - Site Specific within a Dancer's Mind - Tanzen mit VR-Technologie: In diesem Workshop, der gleichzeitig auch eine VR-Tanzveranstaltung ist, stellen wir uns die Frage: Wie kann Tanz mit Virtual- Reality-Technologie interagieren? Welche Erkenntnisse können wir aus dem Austausch zwischen körperlichen Bewegungen und virtuellen Bildern gewinnen? Dr. Einav Katan-Schmid - Philosophin, Choreographin und Dramaturgin - will mit den Teilnehmer*innen philosophisch, aber auch praktisch erkunden, was Bewegen, Sehen, Berühren und ein erkennender Körper für uns bedeuten.

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst Tanzfilme zu drehen, kann an einem Workshop zum Thema
teilnehmen. Der zweitägige Workshop wird von dem erfahrenen Tänzer, Choreografen und
Filmemacher Michael Maurissens geleitet. Er arbeitete u.a. mit Größen des zeitgenössischen Tanzes
wie Amanda Miller, William Forsythe, Katy Duck und Georg Reischl. 2009 gründete er zusammen mit dem Kollegen Douglas Bateman das MichaelDouglas Kollektiv in Köln. Seit einigen Jahren arbeitet Michael Maurissens über die Mittel der Tanzkunst hinaus mit verschiedenen Medien als
Filmemacher.

Das „Moovy“ Tanzfilmfestival wird unterstützt von der Kunststiftung NRW, NRW KULTURsekretariat, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Internationalen Filmschule Köln (ifs), der Deutschen Sporthochschule Köln und dem Kulturamt der Stadt Köln.

Kontakt:
Ágota Harmati, Künstlerische Leitung
Mail: info@moovy-festival.com,
M.: + 49 (0) 157 92316406
www.moovy-festival.com
Facebook: www.facebook.com/moovy.festival

Veröffentlicht am 06.06.2021, von Anzeige in Vorankündigungen

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Kommentare zu "Moovy - Kölner Tanzfilmfestival 2021"



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