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ZURÜCK INS LEBEN

Vorschläge zur verantwortungsvollen Rückkehr in die Normalität



Der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik hat einen Regelkatalog erstellt, der Tanzschulen eine verantwortungsvolle Rückkehr in den Lehrbetrieb erlaubt. Dabei steht die Wahrung der Gesundheit an oberster Stelle. Doch der Verband weist zugleich auf die Bedeutung hin, die der künstlerische Tanz für das seelische und soziale Wohlbefinden hat.



Der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik gibt Handlungsempfehlungen zur schrittweisen Öffnung von Tanz- und Ballettschulen zum 11.05.2020 heraus. Gemeinsam mit ta.med - Tanzmedizin Deutschland will der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik, der mit 700 Mitgliedern zu den größten Verbänden in der Tanzszene Deutschlands zählt, der Bundesregierung und den 16 Landesregierungen aktive Mithilfe anbieten.

Hierzu wurde ein „Exit-Fahrplan“ von den ExpertInnen des DBfT, unterstützt von ta.med e.V., erstellt, der verantwortungsvolle und somit der Situation angepasste Regeln beinhaltet. Diese ermöglichen weiterhin eine angemessene soziale Distanz, verhindern so eine erneute Verbreitung des Corona Virus’ und werden somit unserer gemeinsamen Verantwortung weiter gerecht. Zu den Handlungsempfehlungen gehören unter anderem klar definierte Distanzregeln, die Vermeidung von dynamischen Bewegungsabläufen zur Minimierung der Luftverwirbelungen im Raum und die Vermeidung von Konditionsübungen, die eine schwere, tiefe Atmung hervorrufen, sowie Hygienevorschriften. Der Verband weist auf die Möglichkeiten hin, die der künstlerische Tanz mit seinem positiven Einfluss auf unser Immunsystem bietet: Mit einer verantwortungsvollen Rückkehr in die Normalität können psychischer Ausgleich und soziale Bindungen, trotz Distanzvorgaben, gewahrt werden. So könne demnach eine verantwortungsvolle Wieder-Eröffnung der Tanzschulen gelingen.

Veröffentlicht am 28.04.2020, von Deike Wilhelm in Homepage, Gallery, News 2019/2020

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Kommentare zu "Zurück ins Leben"



    • Kommentar am 11.05.2020 18:00 von Deike Wilhelm
      An die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder

      Dortmund, 07.05.2020

      Offener Brief: Verantwortungsvolles Tanzleben wieder ermöglichen

      Sehr geehrte Damen und Herren Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten,

      der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik e.V. bittet Sie bei den Sitzungen der Landesparlamente,

      die auf die gestrige Videokonferenz zwischen Ihnen und der Bundeskanzlerin folgen werden, die Ballett- und Tanzschulen bei den schrittweisen Aufhebungen der bestehenden Einschränkungen mit zu berücksichtigen. Diese können besonders in dieser Zeit einen wichtigen und wertvollen Beitrag für die physische und psychische Gesundheit der Gesellschaft und das gesellschaftliche Leben in unserem Land leisten. Bei der Handlungsvorgehensweise stehen wir Ihnen gerne als Gesprächspartner zur Verfügung.

      Das Land Nordrhein-Westfalen ist unseren Handlungsempfehlungen, die wir an die Bundesund

      Landespolitik verschickt haben, bereits gefolgt. Wir sind der Überzeugung, dass wir schrittweise der Gesellschaft den Zugang zu Aktivitäten, die ein physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden sicherstellen, ermöglichen sollen, denn die, durch die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen resultierende Vereinsamung ist eine – nicht nur, aber vor allem bei Kindern

      und Jugendlichen – nicht zu unterschätzende Gefährdung.

      In diesem Zusammenhang möchten wir auf die Problematik der Einstufung der Schulen für künstlerischen Tanz eingehen. Die Ordnungsbehörden stufen die Schulen für künstlerischen Tanz zum großen Teil in die privaten Sportanlagen und nicht in die privaten außerschulischen

      Bildungseinrichtungen ein, zu denen z.B. als Vergleich Musikschulen gehören. Als Begründung kann hier angeführt werden, dass die Ballett- und Tanzausbildung zur Ergreifung eines Berufes bzw. die Ablegung der Prüfung geeignet ist und folgerichtig gemäß §4 Nr. 21 Buchst.

      B. UStG 1980 von der Umsatzsteuer befreit wird. Auch kann die Mitgliedschaft der Lehrkraft in der Künstlersozialkasse ein Indiz dafür sein, dass es sich bei der Lehre um eine künstlerische und keine sportliche Tätigkeit handelt. Da wir uns über die Körperlichkeit der Ausbildung bewusst sind, umfasst unser Hygienekonzept ähnliche Kriterien wie der Leistungssport, aber

      Sporttanzschulen sind nicht mit Schulen für künstlerischen Tanz vergleichbar. Durch die – unserer

      Auffassung nach – falsche Einstufung ergeben sich gravierende Nachteile für die Schulen des künstlerischen Tanzes, da momentan der breite Sport, wenn überhaupt nur im Freien zulässig ist.

      Wir sind dankbar, für die bisherigen Hilfspakete der Bundes- und Landesregierungen, die zwar nicht in allen (Stichwort Soloselbstständige und freischaffende Pädagogen), dennoch in vielen Bereichen coronabedingte Härten für kurze Zeit abfedern konnten. Den fundamentalen Verlust unserer bildungskulturellen Infrastruktur werden wir aber nur in einer verantwortungsvollen Öffnung der Ballett- und Tanzschulen abwenden können. Wir sind uns der teilweise immer noch gegebenen regionalen Unterschiede bezüglich der Infiziertenzahl bewusst, aber unter der selbstverständlichen Einhaltung der Hygienekonzepte und im Sinne eines Vereinigungsföderalismus sowie des Grundsatzes der Gleichbehandlung, sind wir der festen Überzeugung, dass

      bei einer Öffnung der Ballett- und Tanzschulen im gesamten Bundesgebiet die physische und psychische Gesundheit der Gesellschaft nicht nur gewahrt sondern gefördert werden kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Für den Vorstand des Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik e.V.

      Jaš Otrin

      Geschäftsführer

      www.dbft.de

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