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CORONA-VIRUS IN DEUTSCHLAND

Viele Theater bleiben geschlossen



Der Corona-Virus trifft die Kulturbranche hart. Bundesweit werden Vorstellungen abgesagt und das kulturelle Leben momentan zum Erliegen gebracht. Droht der Kulturbranche eine Krise?


  • "water sports" von Karol Tyminski Foto © Dieter Hartwig
  • "water sports" von Karol Tyminski Foto © Dieter Hartwig

Der Corona-Virus trifft den Kulturbetrieb hart. Inzwischen werden bundesweit Vorstellungen an Theatern, Konzertsälen und Opernhäusern abgesagt. Grund dafür ist die steigende Zahl von Corona-Virus-Fällen und die erhöhte Ansteckungsgefahr bei Veranstaltungen mit hohem Besucheraufkommen. Nach Bayern und Berlin drohen nun auch in weiteren Bundesländern wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen flächendeckende Schließungen öffentlicher Theater. Diese Entscheidung wurde von den zuständigen Behörden getroffen und richtet sich nach der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern zu untersagen, um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus einzudämmen.

Während manche Häuser ihre Vorstellungen vorerst für einen kurzen Zeitraum absagen, schließen die öffentlichen Theater in Bayern und Berlin bis einschließlich 19. April 2020. Festivals sind zum Teil komplett abgesagt. Einzelne Theater bieten Alternativprogramme wie Streaming-Service oder Video-on-Demand. Die Bayerische Staatsoper beispielsweise plant, auch ohne Publikum einige Vorstellungen auf die Bühne zu bringen. Als Live-Stream. Manche Theater, wie das Staatstheater in Hannover, reagieren auf die Empfehlung mit reduzierten Kartenverkäufen, um so die Zuschauerzahl niedrig zu halten. In den meisten Fällen können die bereits erworbenen Karten zurückgeben werden. Der Probenbetrieb läuft in den meisten Häusern weiter.

Das kulturelle Leben kommt in Deutschland in vielen Städten zum Erliegen. Welche Konsequenzen diese Entscheidung für die freien Kulturschaffenden in einer an sich sensiblen Branche hat, bleibt abzuwarten. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus treffen den Kulturbereich nach Darstellung des Deutschen Kulturrats insgesamt stark. „Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler haben oft keine finanziellen Polster, um Einnahmeausfälle aufzufangen“, sagte der Geschäftsführer Olaf Zimmermann. Honorare würden oft nur bei der Durchführung von Veranstaltungen fällig. Ob ausgefallene Vorstellungen, Premieren oder sonstige Veranstaltungen nachgeholt werden können, ist zum momentanen Zeitpunkt noch unklar.

Veröffentlicht am 10.03.2020, von tanznetz.de Redaktion in Homepage, Kurznachrichten 2019/20

Dieser Artikel wurde 1332 mal angesehen.



Kommentare zu "Corona-Virus in Deutschland"



    • Kommentar am 10.03.2020 22:39 von Traviata
      Auch in Berlin sind heute sämtliche Vorstellungen in den Opernhäusern und Konzertsälen abgesagt worden!

      Gültig ab morgen bis 19. April 2020!

    • Kommentar am 14.03.2020 22:11 von Nina Sagemerten
      Inwieweit könnte man die Pandemie als Chance sehen?

      Die spanische Grippe traf zuerst Soldaten.



      Ich habe in zwei Berufen gearbeitet, die nichts mit Tanz zu tun haben (Physik & Informationswesen) und bekomme beim Lesen des öfteren den Impuls, eine weiße Fahne schwenken zu wollen und zu rufen: "Gute Nachrichten! Wir haben seit 75 Jahren Frieden in Europa!"



      Bei Charlie Chaplin war die versehentlich aufgehobene Fahne rot. Er landete im Knast mit Koks-Option, auch eher unfreiwillig.



      Mal sehen, wo ich lande, wenn ich eine Entmilitarisierung der Kompagnien fordere.



      Also: Es ist vorbei! Sie dürfen jetzt ein wenig entspannen, ihre Gelenke schonen und kooperieren!

      Sich eine neue Verfassung geben, sanft das Messer aus dem Rücken des Kollegen entfernen oder noch die Stuhlbeine des vergangenen Jahres ausbessern.



      Kommen Sie aus dem Grand Plie in eine bequeme Sitzposition und stellen Sie sich Ihre Welt so vor, wie die Kulturszene einer Wohlstands-Gesellschaft (die wir haben, kleiner Tipp) idealerweise aussehen würde. Und dann glauben Sie mal einfach vier Wochen daran.



      Ich warte ganz einfach hier auf das Tanz-Wirtschaftswunder...

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