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Berlin

KONSEQUENZEN IN BERLIN

Gregor Seyffert und Ralf Stabel freigestellt



In Berlin gibt es erste Konsequenzen aufgrund der Misshandlungsvorwürfe an der Staatlichen Ballettschule.


  • "Der kleine Prinz" von Gregor Seyffert - Aufführung des Landesjugendballett Berlin, das vor zwei Jahren als Teil der Staatlichen Ballettschule Berlin gegründet wurde. Foto © Mona Jaeckel

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie teilte heute mit, dass Ralf Stabel, Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin und Gregorg Seyffert, Leiter des der Schule angeschlossenen Landesjugendballetts, bis auf Weiteres von ihrem Dienst freigestellt sind. Damit zieht die Berliner Politik erste personelle Konsequenzen aus den Misshandlungsvorwürfen (siehe tanznetz.de), die seit einigen Wochen untersucht werden. Die Freistellung soll in erster Linie eine unabhängige und ergebnisoffene Untersuchung der Vorwürfe durch die von der Bildunsgverwaltung eingesetzte Untersuchungskommission ermöglichen.

Sowohl Ralf Stabel als auch Gregor Seyffert wiesen die gegen sie und die Schule gerichteten Vorwürfe erneut zurück.

Veröffentlicht am 18.02.2020, von tanznetz.de Redaktion in Homepage, Gallery, Kurznachrichten 2019/2020

Dieser Artikel wurde 3975 mal angesehen.



Kommentare zu "Konsequenzen in Berlin "



    • Kommentar am 21.02.2020 09:29 von Frosch
      Das war alles nur eine Frage der Zeit bis diese Probleme ans Tageslicht kommen. Ich weiß seit Jahren das die Problematik sehr groß ist an der Ballettschule. Jeder hat Angst darüber offen zu reden. Wenn die Leistungskontrollen anstehen, die Zensuren verteilt werden, kann man seine eigene Meinung nicht äußern. Man hat Verletzungen, psychische Belastungsstörungen , chronische Schmerzen. Nur sehr wenigen kann man das anvertrauen. Sonst wird man sofort an der Schule ausgewechselt. Es ist traurig, aber wahr !!! Sexuelle Anspielungen , Affären mit Schülerinnen und sexualisierte Sprache wie in den Medien beschrieben, sind ein Skandal in der Ballettschule und auch bekannt. Allein das ist ein Grund für eine klare Suspendierung. Leute von außerhalb wären gut für die Kommission. Eine moderne neue Leitung die unabhängig von der Staatlichen Ballettschule Berlin ist, wäre mit Sicherheit für alle Wünschenswert.
    • Kommentar am 22.02.2020 01:28 von zirkusprinzessin
      Gregor Seyffert hat mit Schülern der Schule den "Marquis de Sade" aufgeführt. Der Sadismus wird nach de Sade benannt, weil er ständig seinen perversen Fantasien Ausdruck verlieht: Massenvergewaltigungen und Lustmorde an Frauen und Kindern.

    • Kommentar am 22.02.2020 22:11 von Sabine
      @zirkusprinzessin

      1. Frage: was hat das mit dem Beitrag hier zu tun?

      2. Frage: Haben Sie eine Vorstellung des "Marquis" gesehen?
    • Kommentar am 24.02.2020 07:10 von tanznetz.de Redaktion
      Die unabhängige Clearingstelle ist ab sofort erreichbar. Telefon: 0176/86016667, Mail: clearingstelle.sbs@senbjf.berlin.de, Adresse: Clearingstelle SBS, Juliusstr. 41, 12051 Berlin
    • Kommentar am 25.02.2020 16:53 von Ina
      Dieser Fall ist erst der Anfang. Die Wahrheit ist, dass der Machtmissbrauch seitens einer Institutionsleitung wie dieser keine Seltenheit ist. Diese traurige Tatsache wird in den kommenden Jahren bzw. Jahrzehnten in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Je mehr Menschen über ihre Erfahrungen sprechen, umso schwieriger wird es für sogenannte Führungspersonen sein, sich hinter Titeln und Positionen, hinter Täuschung und Fassade, zu verstecken. Die Verantwortungslosigkeit, insbesondere heranwachsenden Menschen gegenüber, wird im weiteren Verlauf des 21.Jahrhunderts nicht mehr geduldet werden.
      • Kommentar am 03.03.2020 09:50 von Sabine
        Ja ich bin auch für den Weltfrieden. #sarcasm
    • Kommentar am 14.03.2020 12:49 von zirkusprinzessin
      Liebe Sabine, du klingst wie Stabel. Der versteckt sich gerne hinter Leute wie dich! Ich weiß das, denn ich habe viele Jahre, viel zu viel "unter" ihm arbeiten müssen.



    • Kommentar am 23.04.2020 08:49 von Sabine
      Ich empfehle, den heutigen Artikel von Birgit Walter in der "Berliner Zeitung" zu lesen.
    • Kommentar am 29.04.2020 11:07 von Ballerina20
      Ich empfehle auf die Ergebnisse der Kommission und der unabhängigen Clearingstelle zu warten. Der Senat wird nicht nur wegen der Anonymen Anschuldigungen gehandelt haben. Viele Belege und Nachweise sind schon jetzt deutlich. Nicht nur die sexuellen Belästigungen von Gregor Seyffert an Schülerinnen wie auch Beziehungen, sondern auch das unterdrücken des Lehrkörpers ist mehr als bekannt an der SBB. Sehr gut das die Lehrer und Schüler endlich ihre Meinung äußern können. In der Berliner Zeitung der Artikel von Frau Birgit Walter wurde meiner Meinung nach für die Leitung geschrieben. Da besteht ein privates , persönliches entgegenkommen von Frau Walter für Herrn Stabel wie auch für Herrn Seyffert. Frau Walter hat sich nicht genug informiert über die Tatbestände in der Schule. Es haben sehr viele Schüler und auch Lehrer , Mitarbeiter , Eltern der Schüler starke Probleme mit der Schulleitung Gregor Seyffert und Ralf Stabel in den Konferenzen und auch an der Clearingstelle geäußert. Da kann man wohl kaum von Rufmord reden. Zumal das der größte Teil der Belegschaft der Schule äußert. Das Schülerinnen aufgefordert werden Gegenstatement zu schreiben wie gut es den Schülern an der Ballettschule geht um die Probleme zu vertuschen, ist gruselig. Natürlich gibt es Schüler den es auch gut an der Schule geht. Ist das die Rechtfertigung dafür das der restliche sehr große Teil an Lehrern und Schülern, Mitarbeitern der Schule es weiter schlecht gehen muss ? Suizid , Magersucht, Bodyshaming , Sexueller Missbrauch, Beziehungen mit Schülerinnen, Machtmissbrauch der Leitung toleriert wird? Gregor Seyffert war vielleicht ein guter Tänzer und Herr Stabel hat ein Titel zur Professur, das heißt aber lange noch nicht, das sie die Fähigkeit besitzen so ein Imperium zu leiten wie die Staatliche Ballettschule Berlin. Irgendwann läuft das Fass über und das Kartenhaus bricht zusammen. Es ist ganz klar das die Kinder auf Leistung trainieren und das es kein Zuckerschlecken ist. Wenn minderjährige Kinder übermüdet bis in die Nacht trainieren müssen und das außerhalb der Schulzeit, ist das allein schon ein Kündigungsgrund. Und wie ich jetzt auch mehrfach gelesen habe, das Schüler verletzt tanzen mussten da die Leitung diese Schüler sonst suspendiert ist ein NO GO. Und das hat auch nichts mit Hochleistungssport zutun. Durch starke Müdigkeit ist das Risiko von Verletzungen dazu auch noch erhöht. Es ist kein Einzelfall an Problemen von Schülern oder Lehrern noch Mitarbeitern. Es gibt Probleme an der Schule wo sich jetzt endlich Menschen äußern die sich vorher nicht getraut haben über die Unterdrückung von der Leitung zu sprechen.

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