VORANKÜNDIGUNGEN



Trier

RITUALE – URAUFFÜHRUNG

Ballettabend in zwei Teilen von Mauro Astolfi und Roberto Scafati am Theater Trier



Die Sehnsucht nach Ritualen in unserer durchrationalisierten Welt sind offensichtlich: Ob Yoga, Gottesdienst oder „Montagszüge“ – Rituale bilden den Rahmen in unserem Alltag. Sie bieten Wiederholung und damit Verlässlichkeit, schaffen Ruhe im Chaos und vor allem bestätigen sie uns in unserer Identität und Zugehörigkeit.


  • Rituale Foto © Martin Kaufhold

In unserer Zeit, in der Ländergrenzen durch Tech-Giganten obsolet werden und die digitale Realität schon längst mehr zählt als das „offline“-Leben, erscheinen New-Age Gurus aber auch HetzerInnen, die sich auf alte Traditionen berufen, wie eine willkommene Alternative. Dem eigenen Verstand zu kündigen, scheint nicht nur ein Trend hippieesquer Revivals zu sein. Die Lust am Kontrollverlust, der Trance, ist auch immer nah an der Lust am Draufhauen auf alles, was nicht passt. So gibt es immer beide Seiten dieses zutiefst menschlichen Bedürfnisses.
Wie also kann man Gemeinschaft ohne Abgrenzung gegenüber anderen schaffen und können Rituale dabei helfen, den eigenen Horizont zu erweitern statt ihn zu verengen?

Für diesen Doppelabend hat Roberto Scafati den international renommierten Choreographen Mauro Astolfi gewinnen können. Der in Italien und den USA ausgebildete Leiter des „Spellbound Contemporary Ballet“ arbeitete unter anderem für das Ballett Leipzig, das Theater am Gärtnerplatz München und das Nationaltheater Mannheim. Eigens für diesen Abend ist zudem der italienische Lichtdesigner Marco Policastro engagiert.
Während Astolfi sich mit dem Loslösen von obsessiven Handlungen und engstirnigen Sichtweisen beschäftigt, wendet sich Scafati dem verführerischen Sog der Masse zu, die einen Halt an der Grenze zum eisernen Griff verspricht. Beide Positionen vereint die Frage, wie man Freiheit und Gemeinschaftsgefühl zusammenbringen kann. Für Scafatis Teil des Abends tanzt das Ballett Trier zu einer neuen Komposition von Dirk Haubrich, dessen Werke bereits im Nederlands Dans Theater, dem Ballet de Monte-Carlo und der Opéra Garnier in Paris aufgeführt wurde. Die Bühnenbildnerin Yoko Seyama, die bereits für das Staatsballett Berlin arbeitete, erschafft ein spektakuläres wie einfaches Bühnenbild.

Zwei Uraufführungen – zwei choreographische Handschriften mit einem großartigen Ensemble.

PremierenFIEBER!
Matinee am 8. März 2020, um 11:00 Uhr im Foyer des Theaters. Erhalten Sie erste Einblicke! Lernen Sie das Konzept, die Inszenierung und die KünstlerInnen kennen! Eintritt frei!

Choreographie & Inszenierung: Mauro Astolfi & Roberto Scafati
Komposition: Dirk Haubrich
Lichtdesign & Bühne: Marco Policastro & Yoko Seyama
Kostüme: Mona Hapke & Rosa Ana Chanza
Dramaturgie: Anna-Luella Zahner
Ballettmeister & Assistent: Joe Monaghan

Mit: Francesco Aversano, Breno de Camargo, Vittoria Carpegna, Laura Evangelisti, Leonardo Germani, Anne van Gorp, Damien Nazabal, Jayron Ruben Perez Cabrera, Giulia Pizzuto, Giorgio Strano, Hana Szychowicz, Prima Tharathep

Uraufführung am 14. März, um 19:30 Uhr im Großen Haus des Theaters Trier

Weitere Termine:
Sa, 21.03., um 19:30 Uhr
Fr, 03.04., um 19:30 Uhr
Fr, 17.04., um 19:30 Uhr
So, 24.05., um 16:00 Uhr
Di, 02.06., um 19:30 Uhr

Veröffentlicht am 18.02.2020, von Anzeige in Vorankündigungen

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Kommentare zu "Rituale – Uraufführung"



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