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ALLROUNDERIN

Archivalie November: Beleuchtungsskizze von Tatjana Gsovsky



Tatjana Gsovsky war nicht nur eine wunderbare Choreografin, sondern auch eine versierte Librettistin, Kostümbildnerin und Lichtdesignerin.


  • Beleuchtungsskizze von Tatjana Gsovsky zu dem Ballett Hamlet; Archiv für Darstellende Künste der Akademie der Künste Berlin, Tatjana-Gsovsky-Gert-Reinholm-Archiv 194 Foto © Akademie der Künste Berlin

von Stephan Dörschel

Beleuchtungsskizze von Tatjana Gsovsky zu dem Ballett Hamlet, Musik von Boris Blacher, Libretto von Tatjana Gsovsky, Teatro Colon, Buenos Aires, 30.10.1951.

Tatjana Gsovsky (1901-1993) war nicht nur eine begnadete Choreografin, die es verstand, auch zeitgenössische Musiken zu choreografieren, eine literarisch äußerst versierte Librettistin, die wegen des Formalismus-Vorwurfes ihre Position als Chefchoreografin an der Ostberliner Staatsoper verließ und nach Buenos Aires ging, um einige Jahre später zunächst als Trainingsleiterin an der Westberliner Deutschen Oper ihre Arbeit in Berlin fortzusetzen, sondern sie war ebenso eine begabte Kostümbildnerin (Beispiele gibt es in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln-Wahn) und eine ambitionierte Lichtdesignerin – wobei es diesen Begriff in den 1950er jahren noch gar nicht gab. Ihre Skizze zeigt keine choreografische Notation, sondern Konstellationen, die einen Lichtwechsel erfordern.

Die Archivalie des Monats ist ein Projekt des Verbund Deutscher Tanzarchive in Zusammenarbeit mit tanznetz.de Weitere Informationen unter: www.tanzarchive.de Interesse geweckt? Sie möchten die Archivalie im Original begutachten? Die Bestände der Archive sind für die Öffentlichkeit kostenlos mit vorheriger Anmeldung zugänglich!

Sie werden gebeten, sich vor einer Benutzung der Archive telefonisch oder per E-Mail einen Platz im jeweiligen Lesesaal zu reservieren. Weitere Informationen unter: www.adk.de/de/archiv/benutzung/

Veröffentlicht am 01.11.2019, von Gastbeitrag in Homepage, Tanzmedien

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