VORANKÜNDIGUNGEN



Gießen

REBELLEN (UA)

Tanzabend von Asun Noales, Tarek Assam und Jörg Mannes Musik von Steve Reich, Dmitri Schostakowitsch und Igor Strawinsky



Rebellion und Anderssein bilden die inhaltliche Klammer des neuen, dreiteiligen Tanzabends REBELLEN (UA) der Tanzcompagnie Gießen/Stadttheater Gießen.


  • Tanzcompagnie Gießen: REBELLEN Probe Foto © Rolf K.Wegst
  • Tanzcompagnie Gießen: REBELLEN Probe Foto © Rolf K.Wegst
  • Tanzcompagnie Gießen: REBELLEN Probe Foto © Rolf K. Wegst
  • Tanzcompagnie Gießen: REBELLEN Probe Foto © Rolf K.Wegst
  • Tanzcompagnie Gießen: REBELLEN Probe Foto © Rolf K.Wegst

Die Choreographien von Asun Noales, Tarek Assam und Jörg Mannes beschäftigen sich in kontrastierenden Tanzsprachen mit deren sozialen Umständen und Formen. Sie untersuchen die Bedeutung von "Rebellen" in der heutigen Zeit und laden dazu ein, die eigene Haltung zu Protest und Widerstand zu hinterfragen: Gibt es sie noch, die „wahren“ Rebellen, oder sind sie Relikte aus glorifizierter Vergangenheit?

Zu Orchestermusik von Dmitri Schostakowitsch reflektiert Jörg Mannes – ehemaliger Ballettdirektor der Staatsoper Hannover – das private Schicksal des russischen Poeten und Revolutionärs Vladimir Majakowski. Anhand seiner Biographie treten zunächst die psychologischen Aspekte von Rebellen in den Vordergrund. Tarek Assam lässt sich anschließend von Steve Reichs minimalistischer Komposition "You Are (Variations)" inspirieren. Er entwickelt eine prozesshafte Choreographie über oppositionelle Querdenker, politische Aktivisten und ihre Protestmethoden. Schließlich befreit sich Asun Noales – Leiterin der zeitgenössischen Compañia Otradanza aus Alicante/Spanien –ausgehend von Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" von der Geschichte eines rituellen Opfertanzes. Sie entwirft ein dynamisches Tableau jugendlicher Kraft und spiritueller Energie, das sich bewusst gegen die Dominanz des "Zählens" in einer der revolutionärsten Ballettkompositionen des 20. Jahrhunderts lehnt. Die visuelle klammer des Abends kreieren Colin Walker und Angelika Lenz, die eine konkret anmutende und wandelbare Übersetzung des Themas im Bühnenraum und Kostümbild finden.

Tanzcompagnie Gießen: Laura Ávila, Caitlin-Rae Crook, Marie Adriana Dornio, Marine Henry, Julie De Meulemeester, Magdalena Stoyanova, Chiara Zincone, Patrick Cabrera Touman, Miguel Costa, Jeremy Curnier,
Michael D´Ambrosio, Floriado Komino, Sven Krautwurst,Gleidson Vigne

Choreographie: Asun Noales; Tarek Assam, Jörg Mannes
Bühnenbild: Colin Walker
Kostüme: Angelika Lenz
Licht: Carsten Wank
Dramaturgie: Johannes Bergmann


Matinee: Sonntag, 22. September 2019, 11:00 Uhr
Premiere: Sonntag, 29. September 2019, 19:30 Uhr
weitere Vorstellungen: 11. Oktober, 7. November, 24. November, 8. Dezember, 11. Januar 2019 19:30 Uhr
Stückeinführung jeweils 30 min vor Beginn der Vorstellung (außer Premiere)
Großes Haus des Stadttheater Gießen

Tanzcompagnie Gießen/Stadttheater Gießen
Intendantin: Cathérine Miville
Ballettdirektor: Tarek Assam

www.stadttheater-giessen.de
www.tanzcompagnie.de

Veröffentlicht am 17.09.2019, von Anzeige in Vorankündigungen

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