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SCHWEIZER TANZPREIS 2019

La Ribot erhält den Schweizer Grand Prix Tanz 2019



Der Spezialpreis geht an Dominique Martinoli und als herausragende InterpretInnen werden Marie-Caroline Hominal und Edouard Hue geehrt.


  • La Ribot Foto © Gregory Batardon
  • La Ribot Foto © Gregory Batardon

Der Schweizer Grand Prix Tanz 2019 geht an La Ribot für ihr langjähriges, innovatives Schaffen als Choreografin, Tänzerin und Künstlerin. Den Spezialpreis Tanz erhält die im Jura tätige Tanzvermittlerin Dominique Martinoli. Marie-Caroline Hominal wird als herausragende Tänzerin, Edouard Hue als herausragender Tänzer ausgezeichnet. Außerdem prämierte die Eidgenössische Jury für Tanz vier Werke aus dem Wettbewerb zum aktuellen Tanzschaffen.

Schweizer Grand Prix Tanz 2019 an Maria Ribot
Die in Spanien geborene La Ribot – so ihr Künstlername – wirkt seit 2004 in Genf, wo sie auch lebt. Mit ihrem Stück "Happy Island" von 2018 zeigt sie eine neue Facette ihres breiten künstlerischen Schaffens. Dieses Gruppenstück schuf La Ribot zusammen mit der inklusiven Kompanie Dançando com a Differença aus Madeira/Portugal. La Ribot bewegt sich zwischen Tanz, Performance, Videoarbeiten und bildender Kunst. 2017 zeigte das Berliner Festival "Tanz im August" eine Retrospektive der spanisch-schweizerischen Künstlerin. In diesem Herbst widmet ihr das "Festival d’Automne" in Paris eine große Retrospektive.

Spezialpreis Tanz: Dominique Martinoli
Dominique Martinoli engagiert sich seit 2002 für die Vermittlung und Vernetzung des zeitgenössischen Tanzes im Jura. Sie gründete das interjurassische Festival "évidanse", das auch über die Grenze mit dem benachbarten Frankreich zusammenarbeitet. Heute funktioniert "évidanse" als dezentrales Saisonprogramm mit begleitenden Projekten wie etwa Workshops für Jugendliche, in Zusammenarbeit mit der Association Interjurassienne des Centres Culturels (AICC) sowie Viadanse in Belfort und Nebia in Biel. 2018 lancierte Dominique Martinoli mit AICC und Viadanse das mit europäischen Mitteln unterstützte Projekt TDC – Territoires Dansés en Commun, um jungen Menschen Zugang zum zeitgenössischen Tanz zu verschaffen.

Herausragende Tänzerin: Marie-Caroline Hominal
Marie-Caroline Hominal tanzte in vielen renommierten internationalen Kompanien, aber auch in Genf bei Gilles Jobin, La Ribot oder Marco Berrettini. Sie wirkt heute unter dem Namen "MadMoiselleMCH" als Tänzerin und Choreografin in einem breiten künstlerischen Spektrum in verschiedensten Formationen.

Herausragender Tänzer: Edouard Hue
Edouard Hue studierte Tanz in Annecy und besuchte anschließend das Ballet Junior de Genève. Er tanzte unter anderem bei der Hofesh Shechter Company, Olivier Dubois, Alias Cie., Foofwa d’Imobilité und Jozsef Trefeli. 2014 gründete er die Beaver Dam Company in Genf. Edouard Hues tänzerische Wurzeln liegen zwischen HipHop, Ballett und zeitgenössischem Tanz.

Vier Preise im Schweizer Tanzwettbewerb „Aktuelles Tanzschaffen“
"Vicky setzt Segel", ein Stück von Teresa Rotemberg und ihrer Kompanie Mafalda für Kinder, wirkt durch eine starke Bildsprache mit starken Charakteren und bunten Kostümen.

"Flow" ist eine Choreografie der Cie Linga von Katarzyna Gdaniec und Marco Cantalupo. Die ehemaligen Béjart-Tänzer wirken seit 25 Jahren in Pully und touren mit ihren Werken auch im Ausland. „Flow“ zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit den beiden franko- koreanischen Musikern Keda aus.

"Hate me, tender" von und mit Teresa Vittucci ist das vierte Solo der jungen Performerin. Vittucci ist bekannt für ihre radikalen und reflektierten Arbeiten, in denen sie sich nicht scheut ihren für eine Tänzerin untypischen Körper auch nackt zu zeigen.

"Speechless Voices" der Cie Greffe, choreografiert von Cindy Van Acker und inspiriert von den Gemälden des belgischen Künstlers Michaël Borremans, ist ein intelligent gebautes, herausragendes Werk rund um Gesten des Abschieds.

June Johnson Dance Prize: Unplush
Der "June Johnson Dance Prize" würdigt junges und innovatives Tanzschaffen. Er wird in einem Wettbewerbsverfahren in Zusammenarbeit mit der Stanley Thomas Johnson Stiftung verliehen. Beworben haben sich 17 Tanzschaffende bzw. Gruppen. Ausgewählt wurde die Berner Kompanie Unplush von Marion Zurbach. Unplush verbinden verschiedene Sparten und setzen merkwürdige Themen auf überraschende und freche Art in hoher tänzerischer Qualität um.

Die Preisverleihung findet am 17. Oktober im Théâtre Equilibre in Fribourg statt.

Veröffentlicht am 12.09.2019, von Pressetext in Homepage, News 2018/2019

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