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Berlin

„WAS DER KÖRPER ERINNERT“

Die Akademie der Künste feiert das Tanzerbe in Berlin – Teil 1



Das Jahrhundert des Tanzes, eine Sammlungsschau der Tanzarchive im Rahmen der Programmreihe „Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes“.


  • Tanzmaske von Victor Magito, 1926 Foto © Susanne Fern, Deutsches Tanzarchiv Köln
  • Valeska Gert, ca. 1925 Foto © Fotograf unbekannt
  • Mary Wigman, Zeichnung zu Le Sacre du Printemps, 1957. Akademie der Künste, Berlin, Mary-Wigman-Archiv Nr. 969 Foto © Deutsches Tanzarchiv Köln
  • Josephine Baker bei der Ankunft auf dem Zentralflughafen Berlin-Tempelhof, 14. Mai 1959 Foto © Deutsches Tanzarchiv Köln

Die Ausstellung Das Jahrhundert des Tanzes in der Akademie der Künste im Hanseatenweg widmet sich der Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts und ihren Protagonisten.

Diese Schau vereint erstmals die Sammlungsherzstücke der Tanzarchive Köln, Leipzig und Berlin. Objekte und Originale, aber auch Zeitungsartikel und Programmhefte werden hier in Vitrinen präsentiert. Zu sehen sind u.a. Isadora Duncans Publikation „Tanz der Zukunft“, Zeichnungen des Tanztheoretikers Rudolf von Laban, Aufführungsobjekte wie die ikonenhafte Hexentanzmaske von Mary Wigman, Gret Paluccas Ausweis und die Anstecknadel für ihre Olympiateilnahme im Jahr 1936, choreografische Notationen sowie Regie- und Notizbücher von Tanztheater-Pionieren wie Johann Kresnik und Reinhild Hoffmann. Sie stehen exemplarisch für die revolutionäre Tanzgeschichte von Beginn des Jahrhunderts mit der Befreiung des Ausdrucktanzes vom Ballett und seinem festgelegten Tanzvokabular bis hin zum Tanztheater der 80er und 90er Jahre hinein.

Direkt hinter den Vitrinen platziert, zeigen Bildschirme digitalisierte Fotografien und Filmmitschnitte der Tänze der TanzkünstlerInnen, die sich direkt auf die ausgestellten Sammlungsobjekte als materielle Zeitzeugnisse beziehen. Und auf großen Leinwänden im hinteren Bereich der Ausstellungshalle werden zudem 100 auserwählte filmische und fotografische Dokumente projiziert. Sie erscheinen wechselnd und bringen das Geschehen in Deutschland in einen internationalen Zusammenhang, um „die Kreativität und Wucht der Tanzentwicklung in Europa und den USA“ zu bezeugen.

Als performative Ausstellung konzipiert begegnen sich hier drei Sichtebenen aus Objekt, Fotografie und Filmdokumenten, die gemeinsam einen Querschnitt des Tanzerbes darstellen. Auf diese Weise entsteht ein Dialog aus originalen Tanzdokumenten und dem ikonischen Foto- und Filmmaterial, woraus zahlreiche Bezüge aus Vergangenheit und Gegenwart entstehen können und das Entwicklungspotenzial des modernen und zeitgenössischen Tanzes in seiner Vielfalt zum Ausdruck kommt.

Die Ausstellung „Das Jahrhundert des Tanzes“ ist täglich von 15-22 Uhr geöffnet und wird von Tanzveranstaltungen aus dem „Tanzfonds Erbe“, Diskursen und einem Campus mit Studierenden aller Welt begleitet. Sie endet am 21.09.2019 mit einer Abschlussdiskussion zur Programmreihe „Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes“.

Veröffentlicht am 02.09.2019, von Katharina de Andrade Ruiz in Homepage, Themen

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Kommentare zu "„Was der Körper erinnert“"



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