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Stuttgart

GLÜCKLICHE PREISTRÄGERINNEN

Auszeichnungen beim 23. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart



Acht junge Tanztalente wurden dieses Jahr im TREFFPUNKT Rotebühlplatz ausgezeichnet.


  • Nina Plantefeve Castryck Foto © Lars Menzel
  • Ildar Tagirov Foto © Lars Menzel
  • Leila Ka Foto © Lars Menzel
  • Loretta Pelosi Oliveira Foto © Lars Menzel
  • Seth Buckley Foto © Lars Menzel
  • Shirly Barbie Foto © Jo Grabowski
  • Samuli Emery Foto © Lars Menzel

Bei Finale des 23. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals wurden folgende Preise vergeben:

1. Preis Choreografie: Leila Ka (Frankreich) mit „Pode Ser“
Ein Stück über Grenzen, Sehnsüchte und die Schwierigkeit, gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft und doch immer alleine zu sein. Das Solo bringt HipHop mit der Musik von Franz Schubert zusammen.
Jurybegründung: „Eine radikal konsequente Arbeit mit stark kontrastierenden Bewegungen voller Spannung und Präzision. Leila Ka überzeugt durch starke Musikalitat und entfaltet mit minimalen choreografischen Bausteinen eine maximale Wirkung.“

2. Preis Choreografie: Nina Plantefève-Castryck (Belgien) mit "All in One“
Kann man mit all seinen Wesenszügen „Eins“ werden? Das Solo lotet aus, wieviel Kraft dieser Weg kostet, wieviel Einsamkeit dafür in Kauf genommen werden muss und welche Entschlossenheit es braucht.
Jurybegründung: „Eine sehr komplexe Arbeit, die gekonnt Licht, Musik und Choreografie verbindet und mit einer persönlichen, innovativen Bewegungssprache begeistert.“

3. Preis Choreografie: Shirly Barbie (Israel) mit "Do You Love Me“
Wie hängen das Öffentliche und das Private zusammen? Wie projizieren wir unser Leben, unsere Gefühle, unsere Persönlichkeit? Was ist wahr?
Jurybegründung: „Eine Kreation, die durch Ehrlichkeit besticht und uns auf ihre persönliche Reise mitnimmt. Sie erschafft eine bilderreiche Welt voller subtiler, berührender Gesten.“

1. Preis Tanz: Linda Cordero Rijo (Italien) mit "No Room Service, Please“
(Choreografie: Beatrice Bodini, Italien)
Eine Frau alleine in einem großen Hotel. Sie will nicht gestört werden, zieht sich in sich selbst zurück. Doch dann stellt sie sich den eigenen Unsicherheiten. Ein Stück über innere und äußere Grenzen.
Jurybegründung: „Starker theatralischer Ausdruck, gepaart mit einem großen Spektrum an Bewegungsqualitäten und der Fähigkeit, zwischen verschiedenen emotionalen Bildern mühelos hin und her zu wechseln.“

2. Preis Tanz: Seth Buckley (Kanada) mit „Onírico"
(Choreografie: Carlos Gonzalez, Spanien)
Zu den schwierigsten Aufgaben eines Tänzers auf der Bühne gehört es, das Nichts, die Stille, den Zwischen-Raum darzustellen. „Onírico“ (spanisch für „Traum –traumhaft“) experimentiert mit der Fantasie der ZuschauerInnen.
Jurybegründung: „Seth Buckley gelingt es, mit behutsamen Bewegungen innere Stille zu verkörpern. Dabei ist er fesselnd und kraftvoll.“

3. Preis Tanz: Loretta Pelosi Oliveira (Brasilien) mit „Dolores"
Das Solo geht dem Wesen der Weiblichkeit auf den Grund und zeigt, dass es darauf ankommt, sich selbst treu zu bleiben und trotzdem immer bereit zu sein, sich zu verändern.
Jurybegründung: „Eine Arbeit, die sich durch eine fließende und sinnliche Bewegungssprache auszeichnet, verbunden mit einer starken Bühnenpräsenz.“


Die Preise für die Kategorien Tanz und Choreografie sind zwischen 3.500 und 1.500 Euro dotiert und werden gesponsert von der Stadt Stuttgart und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Publikumsliebling aus den Vorrunden war der Beitrag „All in One“ von Nina Plantefève-Castryck. Er gewann den von Nicole Weyandt und Michael Deiml gestifteten Public’s First Choice Prize.

Den von Christine Gugel gestifteten Public's Final Choice Prize konnte Ildar Tagirov (Russland) für „Petrushka“ mit nach Hause nehmen.

Den Residenzpreis verleiht in diesem Jahr das Theater Trier, dessen Ballettdirektor Roberto Scafati in der Jury sitzt. Er entschied sich für Beatrice Bodini (Italien) und ihr Stück „No Room Service, Please“, weil „die Choreografie durch eine spannende und inspirierende Dynamik überzeugt und die Arbeit in ihrem Bewegungsrepertoire sehr interessant ist“.

Der Eastman Prize Stuttgart geht an Nina Plantefève-Castryck für das Solo „All in One“:
„Wir waren fasziniert von ihrem Können, ihrer Kreativität und ihrem Stil sowie ihrer Fähigkeit, die Performance von Anfang bis Ende spannend zu halten“, begründet das Artistic Team der Eastman Kompanie seine Wahl. Die Gewinnerin darf am „Eastman Summer Intensive 2019“ teilnehmen, einem zweiwöchigen Workshop in Antwerpen. Vergeben wird der Preis von der Kompanie Eastman, dessen künstlerischer Leiter Sidi Larbi Cherkaoui ist.

Der Jury gehörten in diesem Jahr an:
Irene Kalbusch, Choreografin, Künstlerische Leiterin Compagnie Irene K.
Itzik Galili, international tätiger Choreograf
Roberto Scafati, Ballettdirektor Theater Trier
Louis Stiens, Choreograf und Tänzer am Stuttgarter Ballett
Katja Wachter, Choreografin, Gründerin und Künstlerische Leiterin der Kompanie „Selfish Shellfish“

Veröffentlicht am 23.03.2019, von Pressetext in Homepage, News 2018/2019

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