VORANKÜNDIGUNGEN



München

MÜNCHNER TANZBIENNALE DANCE STELLT FESTIVALPROGRAMM 2019 VOR

16. Internationales Festival für zeitgenössischen Tanz der Landeshauptstadt München vom 16. bis 26. Mai 2019



Das Programm der 16. Münchner Tanzbiennale haben Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München, und Festivalleiterin Nina Hümpel auf der heutigen Pressekonferenz im Münchner Literaturhaus vorgestellt.


  • Ceren Oran: Who is Frau Troffea? (UA) Foto © Pavlo Kochlan
  • Kat Válastur / Daina Ashbee / Eisa Jocson / Polina Lapkovskaja / Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz: Minutemade (UA) Foto © Marie Laure Briane
  • William Forsythe: A Quiet Evening of Dance Foto © Bill Cooper
  • Marie Chouinard: Les 24 Préludes de Chopin Foto © Marie Chouinard
  • Marie Chouinard: Henri Michaux: Mouvement Foto © Sylvie Ann Paré
  • Jasmine Ellis: Toni Is lonely (UA) Foto © Ray Demski
  • Benedict Mirow: Draw a Line (Premiere) Foto © Ray Demski
  • Brygida Ochaim / Thomas Betz: DANCE History Tour Foto © Brygida Ochaim / Lenbachhaus
  • Lia Rodrigues: Fúria Foto © Sammi Landweer
  • Richard Siegal: Roughhouse Foto © Thomas Schermer
  • Peter Trosztmer / Zack Settel: BetweenTheDotsBeta (UA) Foto © Zack Settel
  • Yang Zhen: Delta (UA) Foto © Yang Zhen

Fünf große internationale Gastspiele und fünf Uraufführungen, ein ausführliches wissenschaftliches
Diskursprogramm, die Themen Kommunikation, Gemeinschaft und Urbanität im 21. Jahrhundert, der Tanz im öffentlichen Raum und an unterschiedlichen Spielstätten in München sowie die Begegnung weltweit tätiger Choreografen und Choreografinnen mit der Münchner lokalen Tanzszene prägen das Programm des elftägigen Festivals. Über 120 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt von Brasilien über USA, Kanada und Frankreich bis nach China sind beteiligt, die in rund 50 Vorstellungen den zeitgenössischen Tanz in seiner ganzen Vielfalt zwischen politischem Anspruch, Interdisziplinarität und virtuoser Kunst feiern.

Offiziell eröffnet wird das Festival am 16. Mai im Gasteig mit der neuen Produktion von Altmeister William Forsythe: ,A Quiet Evening of Dance", für die er - eine kleine Sensation - sechs seiner engsten ehemaligen Tänzer *innen erneut zusammen gebracht hat, um mit ihnen zu arbeiten, verstärkt um den gefeierten HipHop-Tänzer Rauf RubberLegz" Yasit.

Der Eröffnungsabend präsentiert im Anschluss in der Muffathalle die Uraufführung von „Minutemade for DANCE", eine Kooperation mit dem Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz, für das die Choreografinnen Kat Välastur, Daina Ashbee und Eisa Jocson neue Stücke zu live von Polina Lapkovskaja alias Pollyester präsentierten Kompositionen kreieren. Ebenfalls am ersten Festivaltag feiert die Produktion „Who is Frau Troffea?" der Wahlmünchnerin Ceren Oran ihre Uraufführung. Dieser Tanzmarathon wird das Festival fortan sieben Stunden lang täglich an unterschiedlichen Plätzen in München begleiten, den zeitgenössischen Tanz damit einem breiten Publikum zugänglich machen und dabei die Frage stellen, warum wir überhaupt tanzen oder tanzen sollten.

Nina Hümpel, die DANCE 2019 zum vierten Mal in Folge kuratiert, hat die brasilianische Choreografin Lia Rodrigues zum Festival eingeladen, deren Arbeiten inspiriert sind vom Alltag und von der Kultur Rio de Janeiros. Die Produktion "Füria" inszeniert Rituale der Vergemeinschaftung, der Gewalt und Unterwerfung. Zum ersten Mal ist auch die französisch-österreichische Künstlerin Giséle Vienne bei DANCE zu Gast, die mit „Crowd" eine bildgewaltige Hommage an Jugend, Ekstase und Tanzrausch der Techno-Kultur präsentiert.

Dem DANCE-Publikum gut bekannt ist dagegen der chinesische Choreograf Yang Zhen, den Nina Hümpel zuerst 2015 als Neuentdeckung in München präsentierte und der - inzwischen international gefragt - dem Festival 2019 bereits die dritte Produktion, darunter zwei Uraufführungen, widmet. "Delta", eine Inszenierung über Zusammenleben und Lebensrhythmus kulturell und politisch völlig unterschiedlich geprägter Chineslnnen in den drei zu einer Region zusammenwachsenden Megacities Guangzhou, Hongkong und Macau, feiert am letzten Festivalwochenende im schwere reiter Weltpremiere.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit dem kanadischen Objektkünstler Peter Trostzmer, der 2017 mit #boxtape" bei DANCE zu Gast war, und nun gemeinsam mit dem US-amerikanischen Komponisten und Medienkünstler Zack Settel seine zweite Uraufführung für das Festival präsentiert. BetweenTheDotsBeta" erweitert computergestützt die Realitätswahrnehmung, lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer in spielerischer Interaktion in virtuelle Welten eintauchen und gemeinsam neue Räume, Wege und Begegnungen erproben.

Als großes Publikumsfestival verfolgt DANCE den Anspruch, neben Neukreationen auch Highlights erstmalig in München zu präsentieren, so z. B. die neueste Produktion von Richard Siegal "Roughhouse", die Ende 2018 in Köln hochgelobt uraufgeführt wurde. Die Arbeit Richard Siegals und seiner Kompagnie Ballet of Difference ist auch Thema des Dokumentarfilms „Draw a line" von Benedict Mirow, der in Kooperation mit dem DOK.fest München bei DANCE seine Premiere erlebt. Ein weiteres Programmhighlight sind zwei international gefeierte Produktionen der großen kanadischen Choreografin Marie Chouinard, "Les 24 préludes de Chopin" und „Henri Michaux: Mouvements", die erstmals in München zu sehen sein werden.

Die Münchner Szene ist neben dem Tanzmarathon von Ceren Oran und „Minutemade for DANCE" mit der Uraufführung "Toni is Ionely" der in München lebenden kanadischen Tänzerin und Choreografin Jasmine Ellis vertreten. Die Tanz-Theater-Performance erforscht die einsamsten Momente des Lebens, Wege der Ausgrenzung und den Wunsch nach Zugehörigkeit und entsteht in Kooperation mit dem Münchner Residenztheater.

Wissenschaftlicher Diskurs und die Einbindung gesellschaftspolitischer Fragestellungen spielen traditionell eine bedeutende Rolle im Festivalprogramm von DANCE. Neben dem dreitätigen internationalen und interdisziplinären Symposium „Kontext / Kollisionen" von Dr. Katja Schneider, das sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den ästhetischen Konzepten und Strategien ausgewählter Produktionen beschäftigt, fragen Impulsvorträge und Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung „Commons" nach den Möglichkeiten der Kommunikation und des Zusammenlebens im 21 . Jahrhundert. "Commons" ist Teil der Veranstaltungsreihe auf dem Gelände des Münchner Kreativquartiers, das DANCE am letzten Festivalwochenende unter dem Motto „Come together" Right now!" mit Tanz, Performance, Diskurs und partizipativer Clubnacht bespielt.

Ein weiteres neues Format des Festivals ist die "DANCE History Tour", ein Fahrradparcours zu ausgewählten Orten der Münchner Tanzgeschichte, beispielsweise zum Münchner Künstlerhaus, zum Lenbachhaus oder zur Villa Stuck. Es nimmt die Idee eines Archivs in Bewegung wörtlich und lässt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Konzept von Brygida Ochaim und Thomas Betz ein frühes Kapitel des modernen Tanzes erleben.

Der Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen im Rahmen von DANCE beginnt am 18. März 2019 über München Ticket und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Alle Informationen finden sich online unter www.dance-muenchen.de. Die Presse-Akkreditierung beginnt ebenfalls am 18. März 2019

Veröffentlicht am 07.03.2019, von Pressetext in Vorankündigungen

Dieser Artikel wurde 1003 mal angesehen.



Kommentare zu "Münchner Tanzbiennale DANCE stellt Festivalpr ..."



    • Kommentar am 15.03.2019 18:56 von Sabine Winkler
      Ein tolles Programm, auf das man sich freuen kann! Nur schade, dass aus der vielfältigen Münchner Szene wieder nur die übliche Mafia antreten darf. Dabei gäbe es so viel anderes Interessantes und Schönes zu entdecken und zu präsentieren ...

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