AUSSTELLUNGEN



AUSSTELLUNGEN

Wir aktualisieren diesen Kalender laufend. Sollten Sie eine Ausstellung vermissen schicken Sie bitte eine Email mit dem Stichwort "Ausstellungen" an redaktion@tanznetz.de


  • Tanzarchiv Köln - Jahresausstellung 2021 Foto © Simon Rupieper
  • Von den Kraftfeldern zwischen Mensch und Körper; "Sinfonien" von Martin Schläpfer Tanz: Alexander McKinnon, Marlúcia do Amaral, Alexandre Simões Foto © Gert Weigelt

INSZENIERUNG | INSPIRATION - Tanz und Fotografie
22. Mai 2021 bis 20. Februar 2022
Deutsches Tanzarchiv Köln

Zwischen Wirklichkeit und Simulation bewegen sich die fotografischen Arbeiten, die das Deutsche Tanzarchiv Köln im Rahmen seiner Jahresausstellung präsentiert. Die ausgestellten Arbeiten sind aber auch Beleg einer durchaus widersprüchlichen Beziehung zwischen Fotografie und Tanz, die von der immanenten Abwesenheit von Bewegung im fotografisch-bildkünstlerischen Artefakt ebenso bestimmt wird wie von der gewollt bildmächtigen Illusion des Festhaltens von Bewegung im Tanz.

Alle Werke der Ausstellung sprechen in ihrer individuellen Ästhetik für sich, eröffnen dem Betrachtenden in ihrer Gegenüberstellung aber auch neue Bezugspunkte und Sichtweisen. Ein besonderer Reiz geht dabei von der Präsentation von Beispielen aus den Beständen des Deutschen Tanzarchivs Köln im Kontext aktueller Projekte zeitgenössischer Fotokünstlerinnen und -künstler.

Die polnische Fotografin Anna Orłowska reflektiert ihren Aufenthalt im Deutschen Tanzarchiv Köln vom vergangenen Jahr im Rahmen von „Artist Meets Archive #2” der Internationalen Photoszene Köln und die Begegnung mit Beständen des Archivs in eigenen fotografischen Arbeiten mit einer besonderen Anmutung und Stofflichkeit.

Mit der Lesbarkeit und Darstellung tänzerischer Bewegung im Medium der Fotografie setzt sich wiederum der deutsche Fotografen Alexander Hegmann auseinander, dessen Projekt KORPUS fotografisches und kinetographisches Abbild zusammenführt.

Die Ausstellung wird durch das Polnische Institut Düsseldorf und die Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln e.V. unterstützt.




„Global Groove. Kunst, Tanz, Performance und Protest“
Folkwang Museum Essen


Anouk Kruithof, "Universal Tongue" Foto ©Anouk Kruithof


Vom 13. August bis 14. November 2021 widmet das Museum Folkwang dem Tanz und seinen Verbindungen zu bildender Kunst, Modedesign und Performance-Kunst eine großangelegte interdisziplinäre Ausstellung: „Global Groove. Kunst, Tanz, Performance und Protest“ blickt auf 120 Jahre Tanz- und Kunstgeschichte über Europa und Nordamerika hinaus nach Asien. Im Fokus stehen wegweisende Momente, in denen sich Künstler:innen westlicher und (süd-)ostasiatischer Gesellschaften begegnen und neue Formen des künstlerischen Ausdrucks entstehen.

Von den frühen Auftritten asiatischer Tänzer:innen in Europa um 1900 über die Pionier:innen der Tanzmoderne und die ersten Happenings der japanischen Butoh-Tänzer verfolgt die Ausstellung „Global Groove“ eine west-östliche Kulturgeschichte des Kontakts bis hin zu zeitgenössischen Kollaborationen. Die Verknüpfungen zwischen westlichen und asiatischen Avantgarden werden erzählt anhand der Kontaktgeschichten von Choreograf:innen, Tänzer:innen, Künstler:innen und Intellektuellen aus Europa, den USA und Asien. Ein Prolog und sechs Kapitel verdeutlichen die impulsgebende Kraft des Tanzes für gesellschaftliche Entwicklungen. Zu sehen sind über 300 Exponate von mehr als 80 Künstler:innen, darunter u. a. John Cage, Merce Cunningham, Martha Graham, Leiko Ikemura, Rei Kawakubo, Ernst Ludwig Kirchner, William Klein, Harald Kreutzberg, Isamu Noguchi, Kazuo Ohno, Yoko Ono, Nam June Paik, Auguste Rodin, Ulrike Rosenbach, Sonia Khurana, Mary Wigman, Haegue Yang.



"Willkommen im Paradies"
27. August 2021, 16 - 18 Uhr
Meet and Greet mit dem Künstler
NRW Forum Düsseldorf


Noriyuki Suzuki, 2019, Mixed Media Installation Foto ©Noriyuki Suzuki



Die Video-Tanz Installation Alpha schickt die Besucher:innen auf eine Art Spieleparcours durch die Ausstellung im NRW Forum. Entwickelt mit dem Team von LavaLabs und der Fachhochschule Düsseldorf, startet Alpha als frei herunterladbare App, die das private Smartphone des Publikums sukzessive zu einer Art natürlicher Erweiterung des Körpers macht. Die App lädt die Besucher:innen ein, die Ausstellung spielerisch zu erkunden, während sie aufgefordert werden, mit ihrem privaten Smartphone Teile eines Codes zu sammeln, um am Ende Zugang zu einem weiteren Raum zu erhalten, in dem eine "performative Belohnung" auf sie wartet.
Die Performance-Installation ist eine Versuchsanordnung, die bewusst Raum für das Element des Zufalls lässt, um dem Publikum die Möglichkeit zu geben, den musealen/performativen Raum eigenständig zu erkunden.

Die Installation wird im Rahmen der Ausstellung "Willkommen im Paradies" im NRW-Forum Düsseldorf (Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf) vom 27. August 2021 bis 9. Januar 2022 zu sehen sein.
Für den Besuch muss ein Zeitfenster vorab reserviert werden. Den Link zur Buchung finden Sie hier.




Carte blanche à Anne Imhof, Natures Mortes
Palais de Tokyo, Paris
22. Mai bis 24. Oktober 2021


Eliza Douglas in rehearsals for Anne Imhof, Natures Mortes, 2021. Foto ©Nadine Fraczkowski



Nachdem sie mit ihrer Ausstellung und Performance "Faust", die auf der Biennale in Venedig 2017 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, den deutschen Pavillon belagert hat, nimmt Anne Imhof das gesamte Palais de Tokyo in Beschlag, um ein totales und vielstimmiges Werk zu komponieren. Dort verschmelzen Raum und Körper, Musik und Malerei, ihre Werke und die ihrer Komplizen, darunter die bildende Künstlerin und Komponistin Eliza Douglas, sowie rund dreißig Gastkünstler*innen.

Ausgebildet an der Hochschule für Bildende Künste-Städelschule in Frankfurt, einer der renommiertesten Kunstschulen Deutschlands, und eingetaucht in die Musik- und Ausgehszene der Stadt, hat sich die Künstlerin innerhalb eines Jahrzehnts mit einem radikalen Werk als eine wichtige Figur der zeitgenössischen Kunst etabliert. In die kahle Architektur des Palais de Tokyo, dessen fragiles Skelett sie freilegt und dessen Topografie sie offenlegt, schreibt sie ein gläsernes Labyrinth ein, das den Raum fragmentiert und gleichzeitig neue Perspektiven erzeugt.

Von der Malerei, dem flüchtigen Zyklus des Lebens und den Vergänglichkeiten der Gegenwart heimgesucht, komponiert sie ihre Stillleben, Memento mori des Hier und Jetzt. Sie lädt uns ein, das Intervall zwischen dem Lebendigen und dem Unlebendigen, dem Schatten und dem Licht, der Vergangenheit und der Gegenwart, der Unbeweglichkeit und der Aktion, der Intensität und der Entzauberung zu erforschen und unsere eigene freie Flugbahn innerhalb dieser weiten, offenen und tabuisierten Szene zu erfinden.




Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik
Georg Kolbe Museum, Berlin
25. April bis 17. Oktober 2021


Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik Foto © Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch


Mit expressiven Bewegungen, extravaganten Erscheinungsbildern und expliziten Vorstellungen von der eigenen Rolle in einer sich rasant wandelnden Welt sprengten Tänzerinnen wie Claire Bauroff, Celly de Rheidt, Anita Berber und Valeska Gert in 1920er-Jahren die gesellschaftlichen Konventionen und Klischees ihrer Zeit. Sich traditionellen Erwartungshaltungen vehement wiedersetzend zogen sie als Pionierinnen eines radikal neuen Selbstverständnisses Blicke auf sich, machten mit exzentrischen Rollen in Avantgardestücken von sich Reden und experimentierten mit Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Mimik, Tanz, Sprache und Laut.

Das neu eingeführte Frauenwahlrecht der frühen Weimarer Demokratie führte allgemein zu mehr Souveränität unter den Frauen. Während immer mehr Weimarer Bürgerinnen von den Möglichkeiten Gebrauch machten, die vorangegangenen Generationen verwehrt geblieben waren, wurden jedoch gerade die Tänzerinnen dieser Ära zu Ikonen jenes modernen Körper- und Selbstbewusstseins, das neben der Gesellschaft im Großen und Ganzen auch die bildende Kunst prägen sollte.

Im Berlin der 1920er-Jahre revolutionierte die fruchtbare Verbindung von Tanz und Skulptur das Verhältnis von Raum, Zeit und Form. Mit der von Dr. Julia Wallner und Brygida Ochaim kuratierten Ausstellung »Der absolute Tanz« spürt das Georg Kolbe Museum diesen weit ausstrahlenden Neuerungen nach, die auch im Werk seines Stifters eine Schlüsselrolle einnehmen. Im Fokus der Schau, die dem Dialog zwischen den Disziplinen nachspürt und ihn dabei gezielt wiederbelebt, stehen elf herausragende Berliner Tänzerinnen der Weimarer Republik: Charlotte Bara, Tatjana Barbakoff, Claire Bauroff, Anita Berber, Hertha Feist, Valeska Gert, Jo Mihaly, Celly de Rheidt, Oda Schottmüller, Vera Skoronel und Berthe Trümpy. Sie alle bereicherten den modernen Tanz durch Aspekte des Skulpturalen und die Bildhauerei durch ihre körperliche Energie und Präsenz.

Eine Vielzahl an Zeitdokumenten, Filmen, Fotografien, Skizzen und Skulpturen zeichnen die Lebenswege der Protagonistinnen nach und schaffen neue Zugänge zu ihren einflussreichen, raumplastischen Konzepten. Zugleich wird ihr Wirken mit zeitgenössischen Perspektiven und künstlerischen Positionen in Bezug gesetzt. So wird steht die Ausstellung im Dialog mit einer neuen Werkreihe Ulla von Brandenburgs, welche speziell für das Georg Kolbe Museum entwickelt und in Kooperation mit der Veranstaltung „Le Voyage à Nantes“ produziert wurde. Im Zuge der Ausstellung wird auch das SCULPTURE Festival weitergeführt, dessen Auftaktveranstaltung bereits im September 2020 im Georg Kolbe Museum stattfand.




Von den Kraftfeldern zwischen Mensch und Körper
Digitale Fotoausstellung der Deutschen Oper am Rhein in Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln


"3", Choreografie: Martin Schläpfer Foto ©Gert Weigelt


Wer tanznetz.de regelmäßig besucht, kennt Gert Weigelt bestens. Und hier lässt sich das Gesehene ebenfalls online ergänzen: Gert Weigelt hat als Fotograf die elf Jahre Martin Schläpfers in Düsseldorf auf vielfältige Art und Weise begleitet. Eine Retrospektive ist nun online zu bewundern.












Serge Lifar (1905-1986)
Fondation SAPA, Schweizer Archiv der Darstellenden Künste, Lausanne
27. August 2020 bis 31. Dezember 2021


Serge Lifar in der Rolle des Fauns, 1952. Foto: unbekannt Foto ©Fondation Serge Lifar


In Lausanne verbrachte der Tänzer, Choreograf und Pädagoge Serge Lifar (1905-1986), Mitglied der Ballets Russes, später Ballettdirektor in Paris, seine letzten Lebensjahre. Dort lädt nun eine Ausstellung der Fondation SAPA in Zusammenarbeit mit der Fondation Serge Lifar dazu ein, sich anhand einer Vielzahl seltener Ausstellungsstücke mit Leben und Werk dieses oft vernachlässigten Choreografen und Tänzer zu befassen.

Veröffentlicht am 28.11.2018, von tanznetz.de Redaktion in Ausstellungen

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