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Berlin

29. APRIL 2018: AUFFORDERUNG ZUM TANZ!

Wichtige Botschaften von fünf namhaften Tanzschaffenden zum Welttanztag 2018



Eine Kampagne des Dachverband Tanz will aufzeigen, wie dynamisch sich der Tanz entwickelt hat. Er soll gefeiert und somit Grenzen überwunden werden.


  • Die BotschafterInnen des Welttanztag 2018: v.l.n.r. Salia Sanou, Georgette Gebara, Willy Tsao, Marianela Boán und Ohad Narin Foto © ITI-Weltverband

Der TAG DES TANZES wurde 1982 vom Tanzkomitee des Internationalen Theaterinstituts (ITI) ins Leben gerufen und jedes Jahr am 29. April gefeiert. Anlass ist der Geburtstag von Jean Georges Noverre (1727-1810), einem großen Reformer des Balletts.

Die Botschaft einer bekannten Persönlichkeit des Tanzes wird jährlich weltweit verbreitet. Die Absicht dieser Botschaft ist es, alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität hervorzuheben und alle Grenzen von Politik, Kulturen und ethnischen Zugehörigkeiten zu überwinden. Die Menschen sollen durch eine gemeinsame Sprache – die des Tanzes – in Frieden und Freundschaft zusammengeführt werden.

Die Bedeutung des Tanzes als Sprache des menschlichen Körpers - gerade in dieser Zeit des Umbruchs und der Migration - wird im Jahr 2018 mit fünf intensiven und politisch relevanten Botschaften des Tanzes zum Welttanztag untermauert und in die Welt ausgesandt. Das ITI betont diese Ziele vor dem Hintergrund seines 70-jährigen Bestehens ganz besonders.

Die BotschafterInnen 2018 sind Salia Sanou (Burkina Faso), Georgette Gebara (Libanon), Willy Tsao (Hong Kong), Ohad Naharin (Israel) und Marianela Boán (Kuba).

Die Botschaften zum Welttanztag 2018

Mit der Aussendung der Botschaften zum Welttanztag 2018 verbindet der Dachverband Tanz Deutschland den Auftakt einer Kampagne, die bis zum 29. April 2019 aufzeigen will, wie dynamisch sich die Kunstsparte Tanz entwickelt hat – formal, ästhetisch, in ihren Formaten, in ihrer Vermittlung, politisch wie gesellschaftlich.

Der Hintergrund der Kampagne

Die deutsche Tanzlandschaft konnte sich durch vielfältige Projekte, Förderinstrumente und kulturpolitische Diskussionen immens weiterentwickeln. Doch immer noch sind die Tanzensembles bei Spardebatten ernsthaft gefährdet und freie Tanzprojekte mit nur geringen Förderungen ausgestattet. Ein Weg, dies langfristig zu ändern, führt über eine bessere Kommunikation mit der Politik – in den Kulturverwaltungen und Stadträten, Ministerien und Landtagen und in der Bundespolitik. Oftmals haben Tanzschaffende wenig Kontakt zu ihren PolitikerInnen und bei diesen besteht nur wenig Kenntnis über die künstlerische Arbeit im Tanz, über Training und kreative Prozesse, über die pädagogische Arbeit und Vermittlungsformate, über die physischen Anforderungen und über notwendige Gesundheitsprävention. Das kann sich nur ändern, wenn die GesprächspartnerInnen in der Politik ein Bild von dem bekommen, was die künstlerische, pädagogische sowie vermittelnde Arbeit im Tanz bedeutet. Erst dann werden das große Potenzial, die Qualität und die Bedeutung des Tanzes für die Kulturlandschaft und die Gesellschaft erfahrbar.

Die Kampagne ist auch inspiriert von der starken Aktion „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen Ihre Abgeordneten“ von Dramaturgischer Gesellschaft, Ensemble-Netzwerk, Bund der Szenografen, Deutscher Bühnenverein, Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, Konferenz Konkret und dem Fachverband Deutsche Theatertechnische Gesellschaft.

Die Aufforderung

Alles tanzt – die Welt in Bewegung - Es spricht der Tanz, es tanzt die Politik.

Ab dem Welttanztag 2018 - vom 29. April 2018 bis zum 29. April 2019 - ruft der Dachverband Tanz Deutschland ganz konkret alle TanzkünstlerInnen, Organisationen, alle Institutionen und Netzwerke des Tanzes auf, sehr persönlich in den konkreten Dialog mit ihren PolitikerInnen vor Ort zu treten. Um sie über ihre Lebensrealität mit dem Tanz zu informieren, um über die Bedingungen des Berufsfeldes Tanz zu sprechen, um Berührungsängste abzubauen, um die Kunstform Tanz - im Gespräch oder über die Bewegung - den PolitikerInnen nahezubringen. Tanz soll erlebbar gemacht werden, es ist eine Aufforderung zum Tanz!

Wir wären stolz und glücklich, wenn bis zum Welttanztag 2019 tausende Tanzschaffende jeglichen Alters und jeglicher Herkunft einem ihrer PolitikerInnen auf kreative und informative Weise Aspekte des Tanzes vermitteln könnten.

Dachverband Tanz Deutschland
ITI

Veröffentlicht am 29.04.2018, von tanznetz.de Redaktion in Homepage, Vorankündigungen

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Kommentare zu "29. April 2018: Aufforderung zum Tanz!"



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