VORANKÜNDIGUNGEN



Nordhausen

DIE KRANICHE DES IBYKUS | IN PARTS/TO GATHER

Hochkarätiger Ballett-Doppelabend mit Premiere am 16.02. im Theater Nordhausen



Mit Kevin O’Day hat Ballettdirektor Ivan Alboresi eine der glanzvollsten Choreographenpersönlichkeiten des letzten Jahrzehnts nach Nordhausen geholt.


  • Foto © András Dobi
  • Foto © Birgit Susemihl
  • Foto © Birgit Susemihl

Zwei Choreographien an einem Ballettabend – das bietet „Die Kraniche des Ibykus | In parts/to gather“ allen Ballettfreunden ab dem 16. Februar 2018 im Theater Nordhausen. Ein Handlungsballett und eine freiere Form, eine Kreation des Nordhäuser Ballettdirektors und eine von einem Gastchoreographen – ein spannender und hochästhetischer Kunstgenuss wird der Doppelabend.

Mit Kevin O’Day hat Ballettdirektor Ivan Alboresi eine der glanzvollsten Choreographenpersönlichkeiten des letzten Jahrzehnts nach Nordhausen geholt. Der Amerikaner war als Tänzer – unter anderem bei William Forsythe und Mikhail Baryshnikov – und ist als Choreograph international erfolgreich. Er war künstlerischer Leiter des Balletts am Nationaltheater Mannheim und von 2013 bis 2016 dort Ballettintendant. Mehr als 60 Choreographien hat der Künstler geschaffen, darunter Arbeiten für das New York City Ballet, das Stuttgarter Ballett, das Royal Danish Ballett und viele renommierte Compagnien mehr.

Fragen an die Choreographen


Was erwartet die Zuschauer im Ballett-Doppelabend „Die Kraniche des Ibykus | In parts/to gather“?
Ivan Alboresi: Dieser Doppelabend ist ein Abend der Gegensätze: auf der einen Seite steht eine Choreographie, die eine Ballade von Schiller zu moderner Musik erzählt, und auf der anderen ein konzeptionelles Ballett zu klassischer Bach-Musik. Die Zuschauer werden zwei unterschiedliche choreographische Handschriften sehen: neben meiner auch die von Kevin O‘Day, einem international sehr renommierten Künstler. Beide Stücke werden hier uraufgeführt und vom Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Henning Ehlert musikalisch gestaltet.

Was bedeutet Dir Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“?
Ivan Alboresi: Schon vor Jahren sind mir die „Kraniche“ zum ersten Mal begegnet und ich war sofort fasziniert von Schillers Sprache und ihrer gewaltigen Bildkraft. Schiller erweckt sehr eindrucksvoll die Emotionen und inneren Vorgänge in Menschen zum Leben. Genau das reizt mich in meiner choreographischen Arbeit: eine Geschichte auf einer emotionalen Ebene zu erzählen und das Publikum zu erreichen. Das ist etwas, das tiefer geht als die sichtbaren Tanzschritte, eine Bedeutungsebene, die nicht intellektuell, sondern ganz instinktiv aufgenommen wird.

Warum ist Deine Wahl gerade auf Kevin O’Day als Choreograph des anderen Teils des Doppelabends gefallen?
Ivan Alboresi: Jedes Jahr suche ich für unseren zweiteiligen Ballettabend einen neuen Gastchoreographen. Andere Arbeitsweisen, Bewegungen und Tanzstile bringen den Tänzern frische Impulse und unserem Publikum Abwechslung und Vielfalt sowie eine Orientierung im gegenwärtigen Tanz. Kevin O‘Day war zuletzt Ballettintendant am Nationaltheater Mannheim und ist eine feste Größe in der deutschen Tanzlandschaft. Ich bin von seiner Bewegungssprache begeistert. Dass ich ihn dafür gewinnen konnte, zwischen Produktionen in Los Angeles und Toronto ein neues Stück für unser Theater Nordhausen zu kreieren, macht mich sehr stolz und glücklich.

Worum geht es in Deiner Choreographie „In parts/to gather“?
Kevin O’Day: Meine erste Inspirationsquelle war das Werk von Johann Sebastian Bach, der in verschiedenen Orten hier in der Region gelebt und gearbeitet hat. Die verschiedenen Stationen seiner Biographie – u. a. Eisenach, Weimar, Arnstadt - verbinden sich in seiner Musik zu einer engen Verknüpfung mit der Region. Die Musiker des Streichquartetts spielen zunächst solistisch, bevor sie sich in Ausschnitten aus der „Kunst der Fuge“ zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenfinden. Im Tanz ist es ähnlich: die Tänzer als Individuen kommen zusammen zu vielen Teilen eines Ganzen, so wie sich die Gesellschaft aus einzelnen Menschen zusammensetzt.

Wie setzt Du diese Gedanken choreographisch um?
Kevin O’Day: Wir arbeiten ganz ähnlich: Vor dem Beginn der Vorstellung spielen die Musiker an verschiedenen Orten im Vorderhaus des Theaters und geleiten die Besucher in den Saal und die Tänzer auf die Bühne. Es ergibt sich ein Parcours von Klängen, die vereinzelt beginnen und sich zum Ganzen der Choreographie zusammenfinden.

Infokasten:
Ivan Alboresi
DIE KRANICHE DES IBYKUS
Ballett nach Friedrich Schiller
Musik von Christoph Ehrenfellner
Mit Unterstützung durch „The Nicholas Berwin Charitable Trust“

Kevin O’Day
IN PARTS/TO GATHER
Musik von Johann Sebastian Bach

Uraufführungen

Termine: 16.02., 10.03., 16.03., 19.30 Uhr, 11.03., 18 Uhr, 25.04., 15 Uhr, 06.05., 14.30 Uhr, Theater Nordhausen, Großes Haus

Veröffentlicht am 07.02.2018, von Anzeige in Vorankündigungen

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