VORANKÜNDIGUNGEN



Düsseldorf

MARIA HASSABI. STAGING: SOLO #2 (2017)

Die Künstlerin und Choreographin Maria Hassabi gastiert vom 09.12.2017 – 21.01.2018 mit ihrer Live Installation „STAGING: Solo #2" in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Grabbe Halle)



Das Projekt ist Auftakt einer geplanten Performancereihe der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.


  • Installationsansicht Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf Foto © Tino Kukulies
  • Installationsansicht Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf Foto © Tino Kukulies
  • Installationsansicht Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf Foto © Tino Kukulies

Die Künstlerin und Choreographin Maria Hassabi gastiert in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen: Bühne für ihre Live Installation „STAGING: Solo #2 (2017)“ ist die 600 Quadratmeter große, mit einem pinkfarbenen Teppich ausgelegte Grabbe Halle des K20. Das Projekt ist Auftakt einer geplanten Performancereihe der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Die 1973 in Zypern geborene Choreographin hat dieses Werk nach dem Erfolg auf der jüngsten Documenta 14 für Düsseldorf weitergeführt und für eine einzelne Tänzerin oder einzelnen Tänzer neu bearbeitet. „Maria Hassabi, STAGING: Solo #2“ ist bei freiem Eintritt vom 9. Dezember bis zum 21. Januar 2018 ganztägig während der Museums-Öffnungszeiten zu sehen.

Nach der Begegnung mit der Arbeit Hassabis erscheinen dem Betrachter bedeutende Werke der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die wie Jackson Pollocks Gemälde „Number 32“ oder Robert Rauschenbergs „Combine Paintings“ ganz aus dem Geist des Performativen entstanden sind, in einem neuen Zusammenhang. Zugleich weisen die streng komponierten Choreographien Hassabis in punkto Minimalismus und Farbwirkung Parallelen zu den Bildern der amerikanischen Malerin Carmen Herrera auf, die bis zum 8. April 2018 in der Klee Halle des K20 zu sehen sind.

In ihren international in Museen, auf Festivals, in Galerien, Theatern und im öffentlichen Raum gezeigten Werken lotet Hassabi die spannungsvolle Beziehung des Körpers zum Bild aus. Die eindringlichen Performances der in New York lebenden Künstlerin und Choreographin sind streng komponierte Choreographien von langsamen Entfaltungen der Bewegungen im Raum: Bis an die Grenze der Reglosigkeit gedehnt, entwickelt sie skulpturale Körperlichkeit mittels präziser, minimaler Bewegungen bis zur Verschmelzung der Körper mit dem Raum. Die Übergänge zwischen den Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer, die Zeit zwischen den Momenten der gedehnten Stille, wird zum eigentlichen Raum der Erfahrung.

Als „Paradox der Stille“ bezeichnet die Künstlerin ihre radikal minimalistischen Kompositionen, die Aufmerksamkeit auf kleinste Details, Gesten und Bewegungen des Körpers richten. Verbunden mit prägnanten Setzungen – einem pinkfarbenen Teppich, einer spezifischen Lichtinszenierung oder Klangkomposition – destabilisieren die langsamen Bewegungen auf faszinierende Weise die gewohnte Erfahrung von Zeit und Raum.

Dabei verwischen sie beständig die klaren Zuordnungen von Tanz und Skulptur, von Performer und Publikum, von extremem Minimalismus und theatralischer Ausstattung sowie zwischen Intimität und Spektakel, was als herausforderndes Gegenbild zur Schnelllebigkeit unserer Zeit empfunden werden kann.

„Ich interessiere mich für die Stille und die Leere, die daraus resultieren, wenn man sich in einer bestimmten geistigen Verfassung in all diese Langsamkeit hineinzoomt“, beschreibt Maria Hassabi.

Für die monumentale Grabbe Halle des K20 schuf Maria Hassabi eine weiterentwickelte Fassung ihrer auf der Documenta 14 in Kassel gefeierten Live Installation. Der pinkfarbene Teppich wird zur Bühne, auf der die Tänzerin oder der Tänzer hoch konzentriert langsame, phasenweise kaum wahrnehmbare Bewegungen ausführt. Wie fast alle ihrer Arbeiten, so verweist auch „STAGING: Solo #2“ unmissverständlich auf das Theater, das neben Bildern jeglicher Art zur Inspirationsquelle und zum Ort ihrer subversiv kraftvollen Performances wird. Durchgängig unterlaufen Hassabis Choreographien die gewohnten Gattungsgrenzen, alle klaren Zuschreibungen und Wahrnehmungsgewohnheiten. An deren Stelle setzen sie neue, nicht unbedingt zu entschlüsselnde Bilder und eine aufs höchste Maß aktivierte Sensibilität und Selbstreflexion der Betrachter.

Performer:
Hristoula Harakas, Maria Hassabi, Niall Jones, Mickey Mahar, Paige Martin, Oisín Monaghan, Nancy Stamatopoulou

Kostüme: Victoria Bartlett
Komponistin: Marina Rosenfeld
Sound Designer: Stavros Gasparatos
Produktion: Kate Scherer
Management: Alexandra Rosenberg

Der Eintritt ist frei

Maria Hassabi
STAGING: Solo #2
09.12.2017 – 21.01.2018
K20 Grabbeplatz (Grabbe Halle)

Partner und Förderer
Medienpartner: Handelsblatt
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Veröffentlicht am 08.12.2017, von Anzeige in Vorankündigungen

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Kommentare zu "Maria Hassabi. STAGING: Solo #2 (2017)"



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