VORANKÜNDIGUNGEN



Gelsenkirchen

THE VITAL UNREST

Ballettabend in zwei Teilen von Bridget Breiner. Musik von Georgs Pelecis und Camille Saint-Saëns. Mit der Neuen Philharmonie Westfalen.



Ballettdirektorin Bridget Breiner verbindet die als Auftragswerk für das Musiktheater im Revier komponierte Sinfonie von Georgs Pelecis mit Camille Saint-Saëns‘ opulentem Werk zu einem Ballettabend in zwei Teilen.


  • Foto © Costin Radu
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Der lettische Komponist Georgs Pelecis (*1947) hat sich zu einer symphonischen Antwort auf Saint-Saëns‘ Meisterwerk inspirieren lassen. Dabei ist neben fein eingesetzten musikalischen Zitaten vor allem die Präsenz der Orgel eine Referenz an den großen Franzosen. Ballettdirektorin Bridget Breiner verbindet die als Auftragswerk für das Musiktheater im Revier komponierte Sinfonie von Georgs Pelecis mit Camille Saint-Saëns‘ opulentem Werk zu einem Ballettabend in zwei Teilen, als Hommage an die vitale Kraft der Inspiration, eingebettet in die ästhetische Geschlossenheit des Bühnen- und Kostümbildes von Jean-Marc Puissant („Schwanensee“).

Bridget Breiner choreografierte 2014 auf Georgs Pelecis Stück „In Honour of Henry Purcell“ ihre Kreation „In Honour of“ mit dem Lettischen Staatsballett in Riga. Seitdem verbindet die Primaballerina und Choreografin eine enge künstlerische Freundschaft mit dem lettischen Tonkünstler.
Camille Saint-Saëns (1835-1921) gilt als der bedeutendste französische Komponist nach Hector Berlioz und legte in seiner Schaffenszeit von fast einem dreiviertel Jahrhundert ein so umfangreiches Œuvre vor, wie es nur selten in der Musikgeschichte zu finden ist. Heute kennt man von ihm vor allem die musikalische Suite „Der Karneval der Tiere“ und die Oper „Samson et Dalila“.

Seine dritte Sinfonie, die so genannte „Orgelsinfonie“ (Symphonie No. 3 „avec orgue“) in c-Moll, op. 78, ist eine der meistaufgeführten und herausragendsten Kompositionen Saint-Saëns’. Sie ist ein Meisterstück musikalischer Vielfarbigkeit und filigraner Orchestrierung und die besondere Instrumentierung mit einer Orgel schafft vor allem im letzten Satz eine geradezu überwältigende musikalische Atmosphäre. Der Komponist fasst die traditionelle viersätzige Form der Sinfonie zu zwei Sätzen zusammen, um eine größtmögliche Geschlossenheit des Werkes zu erreichen – ideale Voraussetzung für einen tänzerisch gestalteten Spannungsbogen. „Hier habe ich alles gegeben, was ich geben konnte ... so etwas wie dieses Werk werde ich nie wieder schreiben.“

MITWIRKENDE

Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi
Inszenierung und Choreografie: Bridget Breiner
Bühne und Kostüm: Jean-Marc Puissant
Licht: Bonnie Beecher
Dramaturgie: Gabriele Wiesmüller
Ballett im Revier:
Francesca Berruto
Bridget Breiner
Sarah-Lee Chapman
Hitomi Kuhara
Tessa Vanheusden
Bridgett Zehr
Sara Zinna
Paul Calderone
Carlos Contreras
Valentin Juteau
Louiz Rodrigues
Ledian Soto
José Urrutia

TERMINE


Premiere: 25. März 2017, 19.30 Uhr, Großes Haus

01. Apr. 2017 19:30 Uhr
22. Apr. 2017 19:30 Uhr
06. Mai. 2017 19:30 Uhr
11. Juni. 2017 18:00 Uhr
25. Juni. 2017 18:00 Uhr
01. Juli. 2017 19:30 Uhr

BIOGRAFIEN

Jean Marc-Puissant wurde zunächst an der Paris Opera Ballet School als Tänzer ausgebildet und tanzte u.a. am Birmingham Royal Ballet und Stuttgarter Ballett, bevor er sich für eine Ausbildung zum Ausstatter entschied. Er wurde beim renommierten Motley Theatre Design Course in London ausgebildet und studierte Kunstgeschichte und Archäologie an der Sorbonne-Universität Paris. Einige der von ihm entworfenen Arbeiten wurden für den Lawrence Olivier Award, den South Bank Show Award, den Critics Circle Award und den TMA Award nominiert und auch prämiert. Jean-Marc Puissant arbeitete u.a. für das Royal Opera House und Royal Ballet London, die Santa Fe Opera, die Scottish Opera, die Opera St Louis, die Royal Academy Opera, das Theatre Royal Stratford East, das Finborough Theatre, das New York City Ballet, das American Ballet Theatre, das Birmingham Royal Ballet, das San Francisco Ballet, das Pennsylvania Ballet, das Dutch National Ballet, das Phoenix Dance Theatre, das Nationaltheater Mannheim, die Opéra du Rhin Strasbourg, das Ballet du Grand Théâtre de Genève, die Rambert Dance Company und das Königliche Ballett Flandern. Darüber hinaus ist Jean-Marc Puissant seit September 2008 Mitglied des Leitungsteams von Dance Umbrella Ltd. London, einem internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz. Am MiR entwarf er 2013.14 Kostüme und Bühnenbild für Bridget Breiners Ballett „Schwanensee“, dessen Wiederaufnahme in dieser Spielzeit zu erleben ist.

Bridget Breiner wuchs in Columbus, Ohio (USA) auf. Sie tanzte u.a. am Bayerischen Staatsballett, dem Semperoper Ballett Dresden und lange Jahre als erste Solistin für das Stuttgarter Ballett, wo sie gleichzeitig eine erfolgreiche Karriere als Choreografin begann. Ihre Choreografie „Sirs“ für die Stuttgarter Noverre-Gesellschaft wurde sofort ins Repertoire des Stuttgarter Ballett aufgenommen. Mit Studenten der John Cranko-Schule schuf sie im Kunstmuseum Stuttgart das Stück „Zeitsprünge“. „Letters of Others“ war 2010 ihr erstes Auftragswerk für das Stuttgarter Ballett. Es folgten Arbeiten für das Kevin O’Day Ballett Mannheim, das Ballett Augsburg oder das lettische Nationalballett. Ihr Debüt am MiR feierte sie 2012 mit der Inszenierung des Opern-Tanz-Abends „Großstadt-Triptychon“. 2012.13 stellte sich Bridget Breiner mit „Blau Blue Bleu“ als neue Direktorin des Ballett im Revier der Öffentlichkeit vor. Ihr Ballett „Ruß“ wurde im Herbst 2013 mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet. In den folgenden Jahren folgten die Choreografien zu „Schwanensee“, „On the Town“, „The Tragedies of Othello“ und „In Honour of“. Mit ihrer letzten Kreation „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ wurde sie 2015 erneut mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet. Im Sommer 2016 choreografierte Bridget Breiner erstmals für die Ruhrfestspiele Recklinghausen. Das dort uraufgeführte Ballett „Prosperos Insel“ ist in der jetzigen Spielzeit im Musiktheater im Revier zu sehen. Außerdem kreiert sie in dieser Spielzeit den Ballettabend „The Vital Unrest“ zur Auftragskomposition des lettischen Komponisten Georgs Pelecis und Camille Saint-Saëns 3.Symphonie.

Veröffentlicht am 17.03.2017, von Anzeige in Vorankündigungen

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