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Stuttgart

IN NOSTALGISCHEM SCHWARZWEIß

Das Stuttgarter Ballett in Ballettsaal und Studio von Gundel Kilian



Der neue Kalender für das Jahr 2017 kommt in gewohnter Qualität und mit feinem Gespür für die Tänzerinnen und Tänzer daher.


  • Kalender Stuttgarter Ballett 2017

In schönster Tradition hat Gundel Kilian wieder Fotografien ausgewählt, auf denen sie bei Proben und beim Training im Ballettsaal oder im Studio ihre sensiblen Beobachtungen der Tänzerinnen und Tänzer des Stuttgarter Balletts festgehalten hat. Immer wieder gelingt es dieser Fotokünstlerin jene Augenblicke zu bannen, denen selbst im fotografischen Stillstand noch die Dynamik und die Energie der Bewegung zueigen sind.

Ihre Entscheidung für die, wie man wieder sieht, längst nicht ausgereizten Möglichkeiten der Technik in schwarz-weiß, ist nur zu begrüßen, zumal es insbesondere den Freunden der Stuttgarter Kompanie, aber auch allen anderen Ballettfreunden, nicht schwerfallen dürfte, sich die in Licht und Farben getauchten Ergebnisse dieser festgehaltenen Momente der Probenprozesse vorzustellen oder ins Gedächtnis zu rufen.

Ob es nun im Januar Alicia Amatriain und Friedemann Vogel in einem Moment aus Marcia Haydees „Dornröschen“ sind oder im Juli Myriam Simon und Roland Havlicka in einer Szene aus Neumeiers „Endstation Sehnsucht“, die natürlich auch an die Haydee denken lässt. In diesen im besten Sinne nostalgisch anmutenden Fotografien kommen die Traditionen und die Gegenwart dieser einzigartigen Ballettkompanie zusammen. Auf manchen der Fotografien, wie etwa für den Monat Mai, mit Elisa Badenes und Constantine Allen aus Crankos „Onegin“, wacht von der Fotografie im Ballettsaal der Meister selbst über sein Werk. Beeindruckend die Momente der Dynamik einer großen Gruppe auf dem Foto für den Februar aus MacMillans „Requiem“ oder die solistische Haltung von Jason Reilly in Glen Tetleys „Le Sacre du Printemps“ mit dem im Hintergrund zusehenden Kollegen für den Oktober.

Keine Frage, diese Momente der Arbeit im Ballettsaal und im Studio, festgehalten mit dem wissenden, vor allem aber sensiblen Blick der Fotografin Gundel Kilian, lassen sich auch gerade in der gewählten, zeitlosen und gänzlich uneitlen Schwarz-Weiß-Technik, nicht zuletzt als sehr persönlich Hommage an die Tänzerinnen und Tänzer, an das Ballett mit seinen vielen Facetten und natürlich an die Kontinuität der Stuttgarter Arbeit verstehen.

"Stuttgarter Ballett 2017. Ballettsaal", Fotografien: Gundel Kilian, 44 x 34 cm, Weingarten, ISBN:978-3-8400-6798-3, 19,99 Euro

Veröffentlicht am 02.12.2016, von Boris Michael Gruhl in Homepage, Tanzmedien

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Kommentare zu "In nostalgischem Schwarzweiß "



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