HOMEPAGE



Düsseldorf

NEUES DOMIZIL FÜR DAS BALLETT AM RHEIN

Das Balletthaus der Oper ist offiziell übergeben



Stadt und Oper haben das Millionenprojekt im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen fertiggestellt


  • Balletthaus Am Steinberg Foto © Gert Weigelt

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat das neue Balletthaus der Deut-schen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg am Freitag, 4. September, offiziell an Ballettdirektor Martin Schläpfer und Generalintendant Prof. Christoph Meyer übergeben. "Mit dem Neubau werden für unser internationales und bekanntes Ballett am Rhein optimale Voraussetzungen geschaffen. Die Tänzerinnen und Tänzer finden dort Bedingungen, die auf ihre Bedürfnisse und die modernen Trainingsmethoden genau zugeschnitten sind", erklärte der Oberbürgermeister bei der Übergabe. Auf etwa 3.000 Quadratmetern Nutzfläche wurden fünf Säle mit Garderoben für die 45 Tänzerinnen und Tänzer sowie die Ballettschule errichtet. Die Bauarbeiten konnten – auch dank eines milden Winters – in nur zehn Monaten abgeschlossen werden.

Generalintendant Prof. Christoph Meyer: "Nahezu zeitgleich mit der internationalen Auszeichnung als 'Kompanie des Jahres', die unser Ballett am Rhein nun bereits zum dritten Mal in Folge erhalten hat, eröffnen wir das neue Balletthaus. Mit dem Bau dieses Balletthauses hat die Stadt Düsseldorf ein nahezu einzigartiges und deutliches Bekenntnis zur Kultur gesetzt, ein Zeichen, das national und auch international wahrgenommen wird. Im Namen der Deutschen Oper am Rhein danke ich herzlichst allen Verantwortlichen, die die Realisierung ermöglicht haben."

Ensemblechef Martin Schläpfer ist glücklich: "Neben dem Stolz und der großen Freude, die ich empfinde, fühle ich vor allem Dankbarkeit und Erleichterung, dass dieses wunderbare Haus nun steht und wir es nutzen dürfen. All das Engagement jedes Einzelnen, der an diesem Projekt mitgearbeitet hat, sowie das eindeutige 'Ja' für Ballett in Düsseldorf, für das der Neubau mitunter auch steht, geben dem Ballett am Rhein einen fri¬schen Aufwind, der uns auf dem zukünftigen Weg tragen wird." Nachdem bereits eine Umfrage der "Deutschen Bühne" das Ensemble 2010 auf den 1. Platz setzte, kürte die renommierte Zeitschrift "tanz" in ihrer internationalen Kritikerumfrage Martin Schläpfer zum "Choreographen des Jahres 2010" und das Ballett am Rhein dreimal in Folge – 2013, 2014 und 2015 – zur "Besten Kompanie".

In Düsseldorf-Bilk – neben dem historischen Rheinbahn-Depot "Am Steinberg" – ist das neue Probenhaus für das international renommierte Ballett am Rhein im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) der Stadt mit dem Unternehmen Hochtief entstanden. Hochtief-Vorstand Graf von Matuschka, Mitglied des Vorstands der Hochtief AG sagte anlässlich der Übergabe: "Ich freue mich sehr, dieses wunder-schöne und prestigeträchtige Gebäude pünktlich zur Vorbereitung auf die neue Spiel¬zeit übergeben zu können. Dank der engen und partner-schaftlichen Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein ist es uns gelungen, ein neues Balletthaus zu errichten, das den Tänzerinnen und Tänzern optimale Trainingsbe¬dingungen bietet."

Der 1. Spatenstich für das neue Balletthaus der Deutschen Oper am Rhein erfolgte am 13. Oktober 2014 auf dem Gelände an der Merowin-ger¬straße 88. Der Neubau der Archi¬tekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) befindet sich zwischen dem denkmalgeschützten Straßenbahndepot und der Wohnbebauung an der Kopernikusstraße. Der kom¬pakte Baukörper beherbergt zwei Ballettsäle im Original-Bühnenmaß, drei kleinere Säle mit einer optimalen Ausstattung zur Mediennutzung bei den Proben. Studio 1 ist darüber hinaus mit einer 112 Plätze umfassenden Tribüne, Licht- und Tontechnik sowie einem Hängesystem für Aushänge und Dekorationen ausgestattet. Dies ermöglicht ähnliche Probenbedingungen wie auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg. Für die ausschließlich aus Solisten bestehende Compagnie gibt es neben Garderoben, einem Aufenthalts- und Studienraum auch Räumlichkeiten zur Rehabilitation und physiotherapeutischen Behandlung sowie Büros für das administrative Team.

Während sich der Neubau im architektonischen Ausdruck entschieden von dem heterogenen Hintergrund der Wohnbebauung absetzt und dem Ort einen prägnanten Auftritt gibt, schafft der Rücksprung im Gebäudevolumen Richtung Süden einen Ausgleich zwischen dem benachbarten historischen Depot der Rheinbahn und den übereinander angeordneten, zwölf Meter hohen Ballettsälen im Norden. Das unmittelbare architektonische Umfeld ist geprägt von der historisch industriellen Nutzung und entspricht daher in hohem Maße dem Werkstatt- und Ateliercharakter des Neubaus.

Die markante Auskragung der Westfassade richtet den Bau eindeutig auf den Zugang von der Merowingerstraße aus. Dort befindet sich das zweigeschossige Foyer, dessen gläserne Fassade den Eingangsbereich definiert und sich dadurch deutlich von der Sichtbetonfassade des Gebäudes absetzt. Das Foyer bildet den räumlichen Auftakt des großzügigen Erschließungsraums, der das Haus in seiner ganzen Länge auf allen Geschossen durchzieht und organisiert. Die Ballettsäle liegen im Erdgeschoss sowie im zweiten Obergeschoss.

Veröffentlicht am 05.09.2015, von Pressetext in Homepage, News 2014/2015

Dieser Artikel wurde 2572 mal angesehen.



Kommentare zu "Neues Domizil für das Ballett am Rhein"



    Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag kommentieren zu können: Login | Registrierung




    Ähnliche Beiträge

    STADTTHEATER MEETS FREIE SZENE

    Ben J. Riepe choreografiert für das Ballett am Rhein

    Ein grandios theatraler Kommentar für unsere Zeit ist Ben Riepe mit "Environment" gelungen. Umrahmt wird die Uraufführung von einer neuen Variante von Ohad Naharins "Decadance" und Remus Şucheanăs neuem Ballett "Abendlied".

    Veröffentlicht am 29.04.2018, von Marieluise Jeitschko


    BEHERRSCHER DER GEISTER

    Schläpfer, Goecke und Jooss in Duisburg

    Mit Sensibilität und Respekt für die Erwartungen des Publikums hat Martin Schläpfer auch die Duisburger Fraktion der Deutschen Oper am Rhein für sein Ballett am Rhein gewonnen.

    Veröffentlicht am 03.02.2018, von Marieluise Jeitschko


    VON DER VERGÄNGLICHKEIT ALLEN LEBENS

    Eine Uraufführung von Adriana Hölszky und Martin Schläpfer: „Roses of Shadow“ in Düsseldorf

    Martin Schläpfer setzt auch durch seine zweite Zusammenarbeit mit der Grande Dame der zeitgenössischen Musik höchste Maßstäbe für den Bühnentanz im 21. Jahrhundert.

    Veröffentlicht am 17.12.2017, von Marieluise Jeitschko


    DIE FRAUEN EMANZIPIEREN SICH

    Applaus für das Berliner Gastspiel des Ballett am Rhein mit Martin Schläpfers „7"

    Das Zentrum bilden Mann und Frau, ihre Anziehung und Abstoßung, Dominierung und Befreiung. Faszinierend ist die Wucht, mit der Schläpfer dieses Sujet in immer neuen Tanzbildern spannend in Szene setzt.

    Veröffentlicht am 12.04.2017, von Gastbeitrag


    VON AUßENSEITERN UND EINZELGÄNGERN

    b.30 in Düsseldorf

    Das neue Programm des Ballett am Rhein bietet lange, vielfältige, aber leider allzu harmlose, ungenaue Blicke auf das aktuelle Thema Einsamkeit als Außenseiter oder Einzelgänger.

    Veröffentlicht am 15.01.2017, von Marieluise Jeitschko


    PHÖNIX AUS DER ASCHE

    Pick bloggt über den Ballettabend „b.26“ in Düsseldorf

    Was für ein super Programm hat sich Martin Schläpfer da ausgedacht. Der Ballettabend „b.26“ mit Choreografien von August Bournonville, Antony Tudor und Terence Kohler an der Düsseldorfer Oper am Rhein weckt hohe Erwartungen.

    Veröffentlicht am 19.10.2016, von Günter Pick


    MONAT FÜR MONAT MIT KRAFT UND ELEGANZ UND FREUDE

    Eine Kalender-Hommage an Martin Schläpfers zeitgenössisches Tanzensemble

    Der Fotograf und ehemalige Tänzer Gert Weigelt zeichnet für die exquisiten Abbildungen verantwortlich, die alle von einer puristischen Eleganz durchzogen sind.

    Veröffentlicht am 23.11.2015, von Andrea Amort


    B.25 BEIM BALLETT AM RHEIN

    Ein neuer van Manen für deutsche Tanzfans!

    Die Premiere von b.25 in Düsseldorf mit Raritäten von Forsythe, Ashton und van Manen war ein Fest. Die deutsche Erstaufführung von van Manens "Two Gold Variations" bot den Höhepunkt.

    Veröffentlicht am 12.10.2015, von Marieluise Jeitschko


    DREI VARIANTEN VON TANZ HEUTE

    "b.24" des Ballett am Rhein

    Scheinbar mühelos bewältigen die Tänzer und Tänzerinnen die Uraufführungen von Young Soon Hue, Marco Goecke und Amanda Miller. Aber eine wirkliche Novität im facettenreichen Spektrum zeitgenössischen Tanzes fehlt diesem Programm.

    Veröffentlicht am 14.05.2015, von Marieluise Jeitschko


     

    LEUTE AKTUELL


    ALLES GUTE ZUM 75. GEBURTSTAG, GÜNTER!

    tanznetz.de gratuliert Günter Pick herzlich zum Geburtstag am 4. November
    Veröffentlicht am 03.11.2018, von tanznetz.de Redaktion


    "SÜCHTIG NACH SEINEN BALLETTEN"

    Ein Gespräch mit Patricia Neary über die Einstudierung von "Jewels" in München
    Veröffentlicht am 23.10.2018, von Miriam Althammer


    VERTRAUENSVOLLE ZUSAMMENARBEIT

    International Greater Bay Dance and Music Festival in Südchina
    Veröffentlicht am 15.10.2018, von Dagmar Klein



    AKTUELLE VORANKÜNDIGUNG



    WIE WÜRDEN SIE INSTINKTIV HANDELN?

    INSTINCT – Eine installative Performance der Body-Art Künstlerin Marie Golüke

    Premiere am 15.11.2018

    Veröffentlicht am 02.11.2018, von Anzeige

    LETZTE KOMMENTARE


    EIN WÜRDIGER AUFTAKT ZUM CRANKO-FEST

    „Onegin“ beim Bayerischen Staatballett
    Veröffentlicht am 07.02.2018, von Karl-Peter Fürst


    STUMPFER GLANZ

    Auftakt der Saison 2018/2019 am Bayerischen Staatsballett
    Veröffentlicht am 29.10.2018, von Karl-Peter Fürst


    LETZTER WALZER IN STUTTGART

    Alicia Amatriain tanzte 2003 in „Lulu“ die Titelrolle – und jetzt erneut 2018
    Veröffentlicht am 18.06.2018, von Marlies Strech

    MEISTGELESEN (30 TAGE)


    TANZ 28: NEW WAVES

    «Tanz Luzerner Theater» eröffnet die Spielzeit 18/19 am Samstag 13. Oktober um 19.30 Uhr mit dem Triple-Bill-Abend «New Waves».

    Veröffentlicht am 28.08.2018, von Anzeige


    RAUM, KLANG, TANZ

    Initiation der Elbphilharmonie-Foyers mit Sasha Waltz & Guests' „Figure Humaine“

    Veröffentlicht am 02.01.2017, von Annette Bopp


    HELLMUTH MATIASEK FEIERT HEUTE SEINEN 85.GEBURTSTAG

    Pick bloggt über seinen langjährigen Intendanten Hellmuth Matiasek und reist in Gedanken von Rosenheim bis nach Japan

    Veröffentlicht am 15.05.2016, von Günter Pick


    STUMPFER GLANZ

    Auftakt der Saison 2018/2019 am Bayerischen Staatsballett

    Veröffentlicht am 29.10.2018, von Karl-Peter Fürst


    "SÜCHTIG NACH SEINEN BALLETTEN"

    Ein Gespräch mit Patricia Neary über die Einstudierung von "Jewels" in München

    Veröffentlicht am 23.10.2018, von Miriam Althammer



    BEI UNS IM SHOP