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Heidelberg

MULTIKULTI UND NOCH KEIN BISSCHEN WEISE

Kuenda Productions zeigt „twenty.fifteen“ in der Heidelberger Hebelhalle



Wie kriegt man die Generation „twenty.fifteen“ ins Theater, die Nicht-mehr-Kinder und Noch-nicht-Erwachsenen? Auf jeden Fall mit urbanen Street Styles, Break Dance, HipHop – und mit Themen, die ihr eigenes Lebensgefühl widerspiegeln.


  • Kuenda Productions mit "twenty.fifteen" in der Hebelhalle Heidelberg Foto © Kuenda Productions

Wie kriegt man sie ins Theater, die Generation „twenty.fifteen“, die Nicht-mehr-Kinder und Noch-nicht-Erwachsenen? Auf jeden Fall mit ihrer zeitgenössischen Spielart von Tanz, mit urbanen Street Styles, Break Dance, HipHop – und mit Themen, die ihr eigenes Lebensgefühl widerspiegeln. Nach diesem Rezept funktioniert das neue Stück des interkontinentalen Künstlerkollektivs Kuenda Productions, zu dessen Ko-Produzenten einmal mehr der Ludwigshafener Pfalzbau zählt. Was dort im Rahmen des Afrika-Festivals als Preview zu sehen war, gastierte jetzt auf Einladung von UnterwegsTheaters und Haus der Jugend in der ausverkauften Hebelhalle: So geht, nebenbei bemerkt, networking heute in der Tanzszene.

Vom internationalen Netzwerk leben auch Kuenda Productions, der Zusammenschluss eines Choreografen aus Uganda mit einem Produzenten aus Simbabwe und einer renommierten Theatermacherein (Cindy Jänicke) aus Deutschland. Grundlage ihres künstlerischen Programms ist es, genreübergreifend und interkontinental die unterschiedlichsten Facetten zusammenzufügen. Für „twenty.fifteen“ haben sich diese Drei eine Geschichte ausgedacht, die drei Jugendliche unterschiedlichster Herkunft und mit entsprechend verschiedenen Lebensentwürfen in Harare aufeinander treffen lässt: Zenzo träumt vom HipHop Erfolg in USA, Judge will im Ausland studieren, um Chirurg zu werden, und Tina sucht ihr simbabwischen Wurzeln. Die zwei Darsteller und sechs TänzerInnen – multikulti zusammengemixt – stürzen sich mit Elan in diese Geschichte, wechseln blitzartig die Rollen und Stile, lassen viel Raum für eigene Phantasie. Auch in der Musik gibt es keinerlei Berührungsängste zwischen afrikanischen Trommeln, einem Singer/Songwriter mit akustischer Gitarre und pulsierenden HipHop Beats.

Die interkontinentale Reibung ließ die kreativen Funken nicht nur von der Bühne auf den Zuschauerraum überspringen, sondern konnte von den Jugendlichen auch ganz persönlich ausprobiert werden: im Rahmen von Workshops mit den Kuenda-Künstlern im Haus der Jugend.

Veröffentlicht am 04.03.2015, von Isabelle von Neumann-Cosel in Homepage, Kritiken 2014/2015, Tanz im Text

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Kommentare zu "Multikulti und noch kein bisschen weise"



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